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Wildbiologie Marderhund / Enok

Schulterhöhe: bis 22 cm

Körperlänge: bis 105 cm

Gewicht: bis 10 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Marderhund ist ein in Ostasien beheimatetes hundeartiges Raubtier und gehört wie der Fuchs zur Familie der Canidae. Sein graubrauner, dichter Balg kann zu Verwechslungen mit dem Waschbär führen. Er hat braten ähnlich dem Fuchs (Zehen- keine Sohlengänger), die buschige Lunte ist einfarbig (ohne Ringelzeichnung), und er klettert nicht. Die Spur ist geschränkt wie von einem kleinen Hund (nicht schnürend wie beim Fuchs).

Der Marderhund besiedelt vorwiegend Au- und Mischwälder im Flachland (bis max. 500 m Höhe), Schilfbestände an Gewässern und dringt dort  in die Feldflur vor.

Nahrung:
Als Allesfresser erbeutet er stöbernd und sammelnd überwiegend Kleintiere (Insekten, Mäuse, Vogeleier, Jungvögel, Lurche und Fische) und nimmt auch zusätzlich planzliche Nahrung (Beeren und Früchte) auf.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 8 bis 10 Monaten; Dauerehe; Ranzzeit Februar/März;

Trächtigkeitsdauer: 60 bis 63 Tage

Jungenaufzucht:
4 bis 8 blinde, behaarte Junge; Nesthocker; Führung 3 bis 4 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Die Heimat des Marderhunde ist das Amur- und Ussurigebiet in Ostasien. Er wurde im letzten Jahrhundert in der Ukraine als Pelztier angesiedelt. Von dort aus erfolgte eine selbständige Ausbreitung in Richtung Westen. Ende der 1980er Jahre erreichte er in Frankriech den Atlantik.

Projekt Enok & Waschbär in Österreich

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