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Wildbiologie Luchs

Schulterhöhe: bis 70 cm

Körperlänge: bis 130 cm

Gewicht: bis 30 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Luchs ist neben der Wildkatze der einzige Vertreter des katzenartigen Raubwildes (Feliden) in Europa. In Mitteleuropa wurde er im 19. Jahrhundert ausgerottet. Luchse wurden in den letzten Jahrzehnten an verschiedenen Stellen wieder eingebürgert (Steiermark, Kärnten). Er bewohnt als Einzelgänger große Waldgebiete, die er als “Pirschjäger” durchstreift. Das Streifgebiet eines Luchses umfasst ca. 10.000 ha, wobei sich die Gebiete mehrerer Exemplare überschneiden können. Die Läufe des etwa schäferhundgroßen Luchses sind verhältnismäßig lang, der Körper erscheint gedrungen, der Balg ist gelblichbraun ist mit dunklen Fecken übersät. Am runden “Katzenkopf” fallen ein dicht behaarter Backenbart, sowie die Haarbüschel an den Gehörspitzen (Pinselohr) und die Stummelrute auf.

Nahrung:
Nager, Schalenwild bis Rotwildkalb, Vögel bis Auerhahn, Schafe und Ziegen, seltener Aas

Fortpflanzung:
Geschlechtsreif mit 18 bis 30 Monate; polygam; Ranzzeit Februar/März.

Trächtigkeitsdauer:
70 bis 75 Tage

Jungenaufzucht: 2 bis 4 Junge; blind und schwach behaart; Säugezeit 5 Monate; Führung durch die Mutter ca. 12 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Skandinavien, Osteuropa, ehemaliges Jugoslawien, kleine Vorkommen in Österreich, Schweiz und Deutschland.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

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