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Wildbiologie Gamswild

Jagdliche Bezeichnungen

Schulterhöhe: 75 cm

Kopf-Rumpf-Länge: 110 bis 130 cm

Gewicht: 30 bis 50 kg

Die Gämse hat verhältnismäßig lange, kräftige Beine mit relativ großen Hufen. Beide Geschlechter tragen Hörner, auch „Krucken“ genannt. Diese werden bis zu 25 Zentimeter lang und sind drehrund. Sie sind an der Wurzel kreisförmig eingekerbt, gerade aufsteigend und an der Spitze rückwärts gebogen.

Im Sommer ist die Gämse schmutzig rotbraun, auf der Unterseite hell rotgelb, auf dem Rücken mit einem schwarzbraunen Streifen, an der Kehle fahlgelb, im Nacken weißgelblich. Im Winter ist die Gämse oben dunkelbraun oder braunschwarz, am Bauch weiß, an den Füßen und am Kopf gelblichweiß, auf dem Scheitel und an der Schnauze etwas dunkler.

Lebensraumansprüche

Das Tier hält sich am liebsten im oberen Waldgürtel auf, steigt im Sommer aber häufig weiter ins Gebirge empor. Gegen den Winter rückt sie weiter in die Wälder herab.

Fortpflanzung

Weibchen und Jungtiere leben in Herden zu 15 bis 30 Tieren. Böcke leben einzelgängerisch und suchen erst im Spätsommer eine Herde auf. In der zweiten Novemberhälfte erfolgt dann die Paarung. Die Tragzeit beträgt sechs Monate.

Verbreitungsgebiet

Die Gämse bewohnt die Alpen, findet sich von Savoyen bis Südfrankreich, in Dalmatien und von Griechenland nordwärts bis zu den Karpaten. Auch im Kaukasus und Anatolien kommen Gämsen vor. In Spanien, Frankreich und Italien leben die einer anderen Art angehörenden Pyrenäen-Gämsen.

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