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Wieder mehr G´spür als Jäger kriegen

Ein Wildökologe als Landesangestellter? Den gibt’s, und zwar in Vorarlberg. DER ANBLICK besuchte DI Hubert Schatz in seinem Büro im Hinteren Bregenzerwald und sprach mit ihm über seine Arbeit, aber auch über die Verkommerzialisierung der Jagd.

Als Wildökologe vertritt er das Wild und dessen Lebensraumansprüche.
Was DI Hubert Schatz da konkret macht, was er von Tradition und inneren Werten hält und welche Gefahren er in der teilweisen „Vertrottelung“ der Jagd sieht, ist in der Serie „Jagd & Wirtschaft – Berufe, die der Jagd verbunden“ von Herbert Trummler in der November-Ausgabe des  Anblick zu finden.

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2 Kommentare zu “Wieder mehr G´spür als Jäger kriegen

  1. Sehr geehrter Herr Schatz,

    Ich habe Ihren Artikel “wieder mehr G’spür als Jäger kriegen” in der Zeitschrift “Jagd in Tirol” gelesen und pflichte Ihnen in vielen Punkten bei. Ich kenne z.B. alle heimischen Vögel, die meisten auch an Ihrem Gesang. Wenn man in Jägerkreisen das Thema auf die Singvögel richten will, wird man allerdings milde belächelt.
    Wenn es um die hohe Jagd geht, so wäre zu wünschen, dass auch die Funktionäre des (ja nicht freiwilligen) Jägerverbandes Ihren Artikel lesen und konsequenzen ziehen.
    Was ist denn das anderes als amtlich geregelte Trophäenkultur, wenn ein 3-er Hirsch mit Kronen nicht geschossen werden darf und nur denen vorbehalten ist, die irgendwann einen 1-er Hirschen schießen dürfen? oder wenn schon über Jahrzehnte bei der Trophäenschau auf der “Ehrentafel” nahezu nur noch Rehböcke aus Jagdgebieten hängen, in denen das ganze Jahr gefüttert wird. und dann schreibt der ehemalige Bezirksjägermeister noch ein Buch über die Rehzucht.
    oder: wer kann denn noch richtig Blatten ? eventuell sogar mit einem Gras? wer bringt es den Jungjägern bei ?? Die Tradition bzw. Kunst des Blattens ist zumindest in unserer Gegend komplett abgekommen, da kommt ja möglicherweise irgend ein Bock und dann hat man den Falschen auf der Strecke. Und falsch ist er vor allem, weil er einerseits nicht in die Klassifizierung lt. Abschußplan passt und auch weil auch viele Jäger verlernt haben, dem ersten Anblick Glauben zu schenken.
    Mir ist klar, dass das Jagdgesetz und die Gepflogenheiten in Vorarlberg etwas anders sind als in Tirol. ob es allerdings rotwildfreie Zonen geben muss, darüber kann man streiten, vor allem in Zeiten, wo es viele gibt, die es befürworten, dass Wölfe unsere Schafe (und sicher auch Rehe und Rotwildkälber9 reißen. Persönlich möchte ich das, was Sie G’spür nennen, bei der Jagd nicht missen – es ist für mich der Kern der Jagd.
    Nur das Gspür muss auch bei den Jagdorganen und auch bei den Wildbiologen vorhanden sein, sonst wird die Freude an der Jagd untergraben. Wie kann z.B. ein Wildbiologe aus Wien feststellen, wieviel Rotwild es in Tirol pro ha verträgt. Und daran wird dann der Abschußplan für das ganze Land aufgehängt. Ist denn das ganze Land Tirol ein einzges Biotop ??? Die Wissenschaft ist zum Steigbügelhalter für bestimmte Interessen geworden.
    Das ist das G’spür, das sie Wildbiologen wieder zurechtrücken sollten.
    Waidmannsheil
    Egon Starjakob


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