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Werden Jäger reich?

Autor: Alt-BJM DI Hansjörg Zangerl

Wie viele Stunden arbeitet ein Jäger, warum hat der Jäger einen Hund, was fressen Rehe im Winter, warum schießt man einen Hasen, wie lange braucht ein Tannenzapfen zum Wachsen, macht eine (Gewehr)Kugel keinen Schaden im Boden…..? So, oder so ähnlich lauteten zahllose Fragen, die die Eichenberger Kinder vorbereitet hatten.

Der langjährige Jagdpächter von Eichenberg-Oberer Teil Sepp Ledinek hatte zum Ferienabschluss Schulkinder, Kindergärtler und deren Eltern in sein Jagdhaus „Dampfsäge“ am Fuße des Hirschberg eingeladen und dazu ein umfangreiches Programm erstellt. Vorerst aber mussten, sozusagen als Hausaufgabe, von den Kids fünf Fragen an den Jäger erstellt und mitgebracht werden. Dass teilweise bei der Fragestellung auch die Eltern mitwirkten war nur erwünscht, denn schließlich ist die Eichenberger Jagd ein Thema, das nicht nur die Kinder interessiert.

Ein strahlend schöner Spätsommernachmittag erwartete die vielen Besucher. Jagdpächter Sepp Ledinek und Alt-BJM DI Hansjörg Zangerl kamen ganz schön ins Schwitzen, als sie den jugendlichen Gästen auf die zum Teil kniffligen Fragen Rede und Antwort stehen mussten. Letztendlich aber war der sich daraus ergebende Dialog wohl für beide Teile interessant.

Und dann ging’s ans Luftgewehrschießen. An zwei Ständen, betreut von Ausbildungsjäger Markus Rädler und Hubert Sinnstein, wurde auf Wildscheiben geschossen. Zuerst in zwei Altersgruppen, bis 8 und ab 9 Jahre, und dann noch als Familienschießen mit je einem (Groß)Elternteil. Dabei legten sich so manche Oma und manche Mama besonders ins Zeug und es blieb dann die Frage offen, wer nun Schuld hatte, dass es nicht zu einem Spitzenplatz reichte.

Reden und schießen macht hungrig und so war es nicht verwunderlich, dass beim Grillen Hochbetrieb herrschte und der Durst emsig gestillt wurde. Gesättigt und gestärkt wartete man gespannt auf die Preiserteilung, die Jager-Sepp vornahm. Für die drei ersten jeder Altergruppe gab es Gold-, Silber- und Bronzemedaillen, die dabei leer ausgingen, durften eine schöne Erinnerungmedaille mit nach Hause nehmen. Und dann wurde es noch einmal spannend, als an die drei besten Familienteams Pokale überreicht wurden und diskutiert wurde, wer und wie man im nächsten Jahr noch besser schießen würde…

Die Sonne war schon untergegangen als die ersten heimwärts zogen. Vorerst musste aber der Jagersepp das Versprechen abgeben, im nächsten Jahr wieder mit einer ähnlichen Veranstaltung das gute Verhältnis zwischen der Eichenberger Bevölkerung und den Jägern auch weiterhin zu pflegen.

Das Organisationsteam: Sepp Ledinek, Hansjörg Zangerl, Markus Rädler und Hubert Sinnstein.

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