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Vorbereitung ist alles!

02.05.2017

Karlheinz Würder erklärt verschiedene Waldformen

Karlheinz Würder erklärt verschiedene Waldformen

Autoren: Claudia Hassler und Simon Köb

Die JungjägerInnen des Jahrgangs 2016/2017 nähern sich mit raschen Schritten dem großen Finale – der grünen Matura. Wie wir wissen, spielt sich jedoch die Jagd nicht am Schreibtisch, im Hörsaal oder hinter dicken Büchern ab, sondern in unserer Natur. Und so gibt es kein besseres Lernen, als direkt am Objekt.

In diesem Sinne veranstaltete die Bezirksgruppe Bregenz einen Wiederholungsnachmittag zur Vorbereitung auf die anstehende Prüfung. Am 30. April trafen sich zwölf Jägerschüler mit Jagdschutzorgan Karlheinz im Jagdgebiet Langen 2 (850 ha) zur Prüfungsvorbereitung und zur Wiederholung des Lernstoffes.

Schwerpunkt der Veranstaltung war der Lebensraum Wald sowie die Wechselwirkung zwischen Wild und Wald. Neben den verschiedensten Baumarten wie Erle, Ahorn, Tanne, Fichte und Buche und deren Vorlieben wie Lichteinfall, Feuchtigkeit und Nährstoffangebot wurden auch Zeigerpflanzen für saure und fette Böden sowie diverse Straucharten durchgenommen und bestimmt. Besonderes Augenmerk wurde auf leicht verwechselbare Arten sowie deren Unterscheidungsmerkmale gelegt.
Karlheinz Würder erläuterte auch die unterschiedlichen Bewirtschaftungsarten des Waldes und deren Auswirkungen auf Wild und Jagd. Er erklärte ausführlich die Möglichkeiten der Lebensraumverbesserung, welche der Jäger vornehmen kann, wie Trimmung von Prossgehölzen, Anbringung vor Verbissschutz wo es eine Notwendigkeit zur Verjüngung des Waldes gibt, sowie die Möglichkeit der Lenkung von Wild durch Salzlecken und dezentrale Fütterungen.
Verschiedenste Pirschzeichen wie Losung, Lagerstellen, Fegestellen und Wildwechsel wurden ebenfalls interessiert von den Teilnehmern begutachtet.

Als weiterer wichtiger Punkt wurden die Gründe für Wildschäden erörtert. Hierbei ist auf ein dem Lebensraum angepasster Wildstand zu achten. Es ist jedenfalls zu beachten, dass ein niedriger Wildstand nicht die Lösung für die Vermeidung von Wildschäden ist. Eine angebrachte Bejagungsstrategie mit Schwerpunktbejagung wo notwendig und Rückzugsgebiet für unser Wild wo möglich ermöglichen eine ideale Bewirtschaftung von Wald und Wild. Neben besserem Anblick verspricht diese Strategie auch, dass vertrauteres Wild eher in den saftigen Wiesen äst als klammheimlich im Vorholz wo eine Verjüngung erwünscht ist.
Hierbei hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, einen Wildschadenskontrollzaun genau zu begutachten, sowie detaillierte Fragen zu diesem Thema zu stellen

Abschließend wurde die Arbeit mit Jagdhunden sowie die Fähigkeiten und Vorlieben diverser Rassen bei Karlheinz’s Jagdhütte und einem kühlen Abschlussbier diskutiert.
Ein herzlicher Weidmanns Dank gilt Karlheinz Würder für die ansprechende und äußerst informative Tour!

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