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Wildräume in Vorarlberg

Das Bundesland Vorarlberg teilt sich in fünf Wildräume und insgesamt 21 Wildregionen

 

Liste der Hegeobleute

Wildraum 1: Bregenzerwald / Walsertal: 127.000 Hektar (49% der Landesfläche)

Blick in die HG 1.4

Der Wildraum 1 „Bregenzerwald / Walsertal“ hat eine Gesamtgröße von rund 27.000 Hektar und teilt sich in neun Wildregionen. Die Kernzone hat einen Anteil von 52%, die Randzone von 31% und die Freizone (Wildregion 1.8) von 17%.

Wildregion 1.1

Die Wildregion 1.1 ist mit rund 23.000 Hektar die zweitgrößte Region im Wildraum 1. In der Kernzone liegen das Marulertal, der Talschluss des Großen Walsertales hinter Buchboden (der Gemeinde Sonntag) und das Ladritschtal.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.1

Wildregion 1.2

In der Rotwild-Kernzone (56%) liegen das Laternsertal und das Frödischtal, die Gebiete über dem Rheintal sind in der Randzone.

Wildregion 1.3

Die Wildregion 1.3 untergliedert sich in 1.3a und 1.3b, welche durch die Zugehörigkeit zu zwei Bezirken zustande kam. Die Wildregion 1.3a umfasst eine Fläche von rund 9.100 Hektar und teilt sich in 48% Kernzone und 52% Randzone Die Wildregion 1.3b hat eine Größe von rund 5.700 Hektar und 69% der Fläche liegen in Kernzone, 31% in der Randzone.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.3b

Wildregion 1.4

Mit 87% verblieb der Großteil der Wildregion in der Kernzone.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.4

Wildregion 1.5

Die Wildregion 1.5 ist mit knapp 23.500 Hektar die größte im Wildraum 1. 49% entfallen auf die Kernzone, 51% auf Randzone. Der östliche bzw. nordöstliche Bereich bildet die Staatsgrenze zur Bundesrepublik Deutschland, im Westen bzw. Nordwesten grenzt die Wildregion 1.8, die zur Gänze Freizone ist.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.5a

Blick in die Hegegemeinschaft 1.5b

Wildregion 1.6

Die gesamte Fläche der Wildregion 1.6 (rund 10.200 Hektar) befindet sich in der Kernzone. Trotz intensivem Wintertourismus, hohen Objektschutzwaldanteilen und hohem Lawinenrisiko versucht das Tal, das Rotwild zu erhalten.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.6

Wildregion 1.7

Die Wildregion 1.7 ist mit rund 1.700 Hektar die kleinste Region im Wildraum 1 und auch im Land Vorarlberg. Sie liegt zur Gänze in der Kernzone.

Blick in die Hegegemeinschaft 1.7

Wildregion 1.8

Die Wildregion 1.8 umfasst eine Größe von rund 22.000 Hektar und liegt zur Gänze in der Freizone. Hier ist ein ganzjähriger Abschuss von Rotwild gefordert und wird auch durchgeführt.

Wildraum 2: Klostertal / Silbertal / Lech: 44.000 Hektar (17% der Landesfläche)

Blick in die HG 2.3

Der Wildraum 2 „Klostertal-Silbertal-Lech“ hat eine Gesamtgröße von 43.600 Hektar und teilt sich in 3 Wildregionen. Innerhalb des Wildraumes sind 88% als Kernzone und 12% als Randzone ausgewiesen.

Wildregion 2.1
Die Wildregion 2.1 umfasst eine Fläche von rund 13.700 Hektar, davon sind 72% Kernzone und 28% Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 2.1

Wildregion 2.2
Bei der Wildregion 2.2 handelt es sich innerhalb des Wildraumes 2 um die größte Teilfläche. Etwa 93% der rund 19.100 Hektar großen Fläche fallen dabei in die Kernzone, 8% sind Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 2.2

Wildregion 2.3
Die Wildregion 2.3 liegt zur Gänze in der Rotwild-Kernzone und erstreckt sich über ein vorwiegend hochalpines Gebiet, welches von Natur aus ungeeignete Überwinterungsstandorte bietet. Früher zog das Rotwild im Winter in das Klostertal. Heute überwintert das Rotwild im Gebiet Zug/Lech und Tannberg abseits der Schutzwälder und den touristisch stärker geprägten Gebieten.
Blick in die Hegegemeinschaft 2.3

Wildraum 3: Montafon: 42.000 Hektar (16% der Landesfläche)

HG 3.2

Der Wildraum 3 „Montafon“ umfasst 42.000 Hektar, 93% sind Kernzone und 7% Randzone.

Wildregion 3.1
Die Wildregion 3.1 hat eine Größe von rund 17.500 Hektar und liegt zur Gänze in der Kernzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 3.1

Wildregion 3.2
Die Wildregion 3.2 hat eine Größe von rund 12.800 Hektar. Etwa 90% liegen in der Kernzone, 10% sind Randzone. Beiderseits der Ill stocken Schutzwälder, weshalb einige talnahe Bereiche aus der Rotwild-Kernzone ausgenommen und der Großteil der unteren Waldbereiche zu Freihaltungen erklärt wurden.
Blick in die Hegegemeinschaft 3.2

Wildregion 3.3
Die Wildregion 3.3 hat eine Größe von rund 11.700 Hektar, 86% sind Kernzone, 14% befinden sich in der Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 3.3

Wildraum 4: Brandner-/Gamperdona-/Saminatal: 23.000 Hektar (9% der Landesfläche)

Blick in die HG 4.2

Der Wildraum 4 „Brandner/Gamperdona-/Saminatal“ hat rund 23.000 Hektar, 66% sind Kernzone und 34% Randzone.

Wildregion 4.1
Die Wildregion 4.1 umfasst rund 8.800 Hektar. 76% davon sind Kernzone, 24% Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 4.1

Wildregion 4.2
Die Wildregion 4.2 hat eine Größe von rund 10.700 Hektar, davon liegen 63% in der Kernzone und 37% in der Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 4.2

Wildregion 4.3
Die Wildregion 4.3 umfasst knapp 3.600 Hektar, 52% sind Kernzone, 48% befinden sich in der Randzone.
Blick in die Hegegemeinschaft 4.3

Wildraum 5: Rheintal: 22.000 Hektar (9% der Landesfläche)

Blick in die HG 5.3

Der Wildraum 5  „Rheintal“ umfasst rund 22.000 Hektar und liegt zur Gänze in der Randzone.

Wildregion 5.1
Größe 6.200 Hektar; 100% Freizone

Wildregion 5.2
Größe 8.200 Hektar, 100% Freizone

Wildregion 5.3
Größe 7.500 Hektar, 100% Freizone
Blick in die Hegegemeinschaft 5.3

Wildraumübergreifend bestimmen die Wildbehandlungszonen die Bewirtschaftung des Wildes (vorwiegend auf Rotwild ausgelegt). Es werden dabei Kernzone, Randzone und Freizone unterschieden.

Kernzone

Die Kernzone (Hellorange) dient zur Sicherung und Verbesserung des Lebensraumes zur (langfristigen) Erhaltung der betreffenden Wildart in der Kulturlandschaft.

Ziel ist, mit artgemäßen und biotopangepassten Hegemaßnahmen einen gesunden und dem Lebensraum angepassten Wildstand (mit landeskulturell tragbaren Wildschäden) zu erhalten.

Randzone

Die Randzone (Orange) kann in ihrer Funktion als Verdünnungszone (Arealeinschränkung) oder als Ausbreitungszone (Arealausweitung z.B. für Steinwild, Raufußhühner oder große Beutegreifer) eingesetzt werden.

Je nach Zielsetzung wird versucht, eine verminderte Dichte und/oder Aufenthaltsdauer des Wildes oder eine Ausbreitung (z.B. Neubesiedlung) zu erreichen. In Vorarlberg wurde die Rotwild-Randzone als Verdünnungszone definiert und ausgewiesen.

Ein verstärkter Abschuss sollte den Rotwildbestand in diesen Bereichen auf ein geringes Bestandesniveau senken. Die Größe beträgt rund 55.000 Hektar und hat einen Anteil von 21,3% an der Landesfläche.

Freizone

Die Freizone (Grün) ist die Arealbegrenzung. Es handelt sich um einen aus landeskultureller Sicht für das betreffende Wild ungeeigneten Lebensraum, das Wild wird nicht geduldet.

Der gesamte Wildraum 5 (mit seinen Wildregionen 5.1, 5.2 und 5.3) und die Wildregion 1.8 sind als Freizone in Vorarlberg ausgewiesen. Die Gesamtfläche beträgt knapp 44.000 Hektar, rund 17% der Landesfläche.