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Präparatoren

Schon die alten Ägypter konservierten ihre Könige und Tiere (Katzen, Vögel) um sie auf das Leben im Jenseits vorzubereiten. Der Wunsch, Körper von Lebewesen nach dem Tod zu erhalten ist uralt – die Methoden der Konservierung jedoch haben sich stark verändert.

Berufsprofil: Es gibt drei Fachrichtungen: Biologie, Medizin, Geowissenschaften, wobei sie sich berührend Überschneiden

Die Präparation
Der Name leitet sich aus dem lateinischen praeparatio ab und bedeutet Vorbereitung. In diesem Sinne ist die Tätigkeit ein Herrichten von Materialien zur weiteren Verwendung. Es ist schwer zu bestimmen, welches die ersten präparatorischen Tätigkeiten der Menschheit waren. Gilt bereits das Reinigen von natürlichen Gegenständen in der Steinzeit – belegt als Grabbeilagen – oder die Mumifizierungen der Ägypter als erste zu benennende Präparation?

Gegenstände der Natur zu dokumentieren und zu erhalten war und ist ein Bedürfnis der Kulturen. Neben dem Eindruck des Exponates wird oft vergessen, dass hinter der Herstellung ein individueller Bearbeiter steht – der Präparator.

Fachrichtung Biologie (Tiere werden unter Verwendung der Haut naturgetreu nachgebildet)
Von einem Präparator der Biologie werden Fähigkeiten und Kenntnisse speziell im zoologischen und botanischen Bereich verlangt. Er verarbeitet Tier- und Pflanzenmaterial zu Anschauungsobjekten, die zum einen als wissenschaftliches Sammlungsmaterial, als Ganzpräparate, Kopf-, Schultermontagen oder als künstlerische Objekte, Exponate wie zum Beispiel Steine oder Wassernachbildungen, für Lebensraumdarstellungen oder die Biotopgestaltung in Dioramen zu konservieren.

Lehrberuf Präparator
Dreijährige Lehre mit Berufsschule in Wien / 3-4 Lehrlinge in Österreich und Schweiz

Berufsanforderungen: Der Beruf des Präparators setzt ausgeprägte kreative Fähigkeiten voraus, wie insbesondere gute Beobachtungsgabe, gestalterische Fähigkeiten, gutes Formgefühl, handwerkliches Geschick, ausgeprägtes Interesse an den Naturwissenschaften, Kenntnisse in Chemie, Zoologie, Formenbau und Gerbtechniken. Zeichnerisches Können und Geduld, Geduld …..

Beispiele aus dem Arbeitsbereich:
Abbalgen, skelettieren, anfertigen von Bälgen, Präparation von Wirbeltieren, Geweihmontagen, Abgusstechniken, Diarahmen, Trophäenraumgestaltung, …

Die Herstellung von exakten Ganzpräparaten und Dermoplastiken setzt ein ausgeprägtes Formgefühl, gutes Sehvermögen und tieranatomische Kenntnisse voraus sowie handwerkliche Fähigkeiten und ein ebenso umfangreiches Wissen in Chemie, Kunststofftechnik, Farbenlehre, Ausstellungs- und Dokumentationstechnik.

Generell wird vom biologischen tätigen Präparator erwartet, dass er sich dem biologischen Objekt gegenüber verantwortlich verhält und es mit Sorgfalt und Zuverlässigkeit bearbeitet. Darüber hinaus soll er in der Lage sein, Präparate künstlerisch ansprechend zu gestalten.

Es ist davon auszugehen, dass der biologische Präparator seine berufliche Motivation vor allem aus einer tiefen Naturverbundenheit ableitet. Insofern sind bei ihm nicht nur besonders reiche Artenkenntnisse und das Wissen um ökologische Zusammenhänge zu erwarten, sondern auch eine aktive Mitwirkung in allen Naturschutzbestrebungen.

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Zoologische Meisterpräparationsbetriebe in Vorarlberg

HINWEIS
Es dürfen alle Trophäen als Präparate bei der Hegeschau vorgelegt werden, mit Ausnahme Hirsche der Klasse I und Hirsche der Klasse IIa.