Trophäen

Krucken, Grandeln, Bärte und allerlei

Geweihe, Krucken, Haare, ganze Häupter, Füße, einzelne Knochenstücke, Zähne, das ganze Tier, das Fell, die Haut, Federn, kleine Pfoten – der Jäger nimmt sie als „Erinnerungsstück“ an sein Jagderlebnis mit nach Hause.
Nur die Augen (Lichter) nicht. An der Trophäe werden sie ersetzt – durch Glas oder Kunststoff.

Übersetzt heißt Trophäe „Siegeszeichen“. Das Tier braucht sie meist als Waffe gegen einen Nebenbuhler oder zur Abwehr eines Angreifers. Der Mensch stellte daraus Werkzeuge und Schmuckstücke her, beschwor durch sie die Kräfte der Natur, opferte sie den Göttern, verehrte sie selbst als göttliches Zeichen, nagelte sie an die Wand.

Der Wert einer Trophäe ist messbar. Gramme und Zentimeter bestimmen die Punktezahl. Seit 1892 gibt es auf internationaler Ebene eine Weltrangliste für viele jagdbare Tiere mit vermessbaren Trophäen.

Der Wert einer Trophäe für den Jäger ist subjektiv. Ist sie Ausdruck von Tapferkeit, Männlichkeit, Geschicklichkeit oder aber Erinnerung – wer weiß?

Auf den Hegeschauen, am Ende der Jagdsaison, wird Bilanz gezogen. Die „Ernte“ ist eingebracht, jägerisches Können unter Beweis gestellt und, so will es das Gesetz, die Einhaltung der Abschusspläne kontrolliert.

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