Jagdkultur Heute

Seit es Menschen gibt, jagen sie – aus Freude am Jagen und um Beute zu machen. Wir jagen aber auch, weil wir gerne in der Natur sind und mit der Natur leben, weil wir uns für die Natur und die Wildtiere einsetzen wollen. Wir suchen gerne den Kontakt mit Gleichgesinnten und pflegen jagdliches Brauchtum: Musik, Wildküche, den Umgang mit Hunden.

Jagd ist aber gleichzeitig auch ein gesetzlicher Auftrag.

Mit der Jagd werden Wildbestände reguliert, ohne sie zu gefährden. Zudem schützen und fördern Jäger bedrohte Wildtiere, durch Lebensraumerhaltung und –verbesserung. Die Jagd versucht ein gehäuft auftretendes Sterben von Wildtieren zu verhindern (z.B. im Winter durch die Fütterung).

Jagd und Sprache

Die Menschenwelt hat sich unzählige Begriffe und sprachliche Wendungen geschaffen, die auf die Jagd verweisen. Allerorts und täglich stößt man auf solche,  der Jagd verhafteten Sprachbilder: „Die Jagd hat sich in der Sprache eingenistet (K. P. Liessmann) und damit in allen menschlichen Lebensbereichen.

Wie bei der Jagdausübung selbst Menschenwelt und Wildnis zusammentreffen, so schwingt diese Verbindung zwischen Kultur und Natur auch in der Jagdmetaphorik mit.

Sie lässt uns der tiefen Verwurzelung der Jagdkultur in Geschichte und Gegenwart und des spannungsreichen Verhältnisses zwischen menschlicher und natürlicher Ordnung gewahr werden – und der Empfindung, dass jeder von uns auf Jäger ist, zwar kein weidgerechter, aber oftmals einer, der nach anderer Beute strebt: nach verlorenen Schätzen und wilden Abenteuern, nach Rekorden und Ruhmestaten, nach Geld und nach welchem Glück auch immer.

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