•  
  •  

Video: Rehbock im Bast mit Fegen (=abreiben)

Fegen ist in der Jägersprache das Abreiben der Geweihhaut (Bastes), von den ausgebildeten Geweihen der Hirsche, der Gehörne der Rehböcke an Bäumen und Sträuchern.

Dazu wählen sich die einzelnen Tiere einen ihrer Stärke entsprechenden Stamm vom schwachen Bewuchs bis zur armstarken Stange, so dass anhand der Dicke der Stange und an der Höhe, bis zu welcher der Hirsch gereicht hat, ungefähr die Stärke des Tieres abgeschätzt werden kann. Die durch das Fegen abgelöste Rinde bleibt in kleinen Fetzen an den Stämmen hängen, während Rindenentblößungen, die durch Fressschäden (Schälen) entstehen, durch die erkennbaren Zahnspuren unterscheidbar sind. Die Rehböcke wählen zum Fegen nur ganz schwache, niedrige Stämmchen und scharren dabei den Bodenüberzug auf („plötzen“, „plätzen“), was bei Hirschen nur ganz ausnahmsweise der Fall ist.

Alle Wildarten, die fegen, wählen sich dazu bevorzugt die selten im Revier vorkommenden Holzarten aus, insbesondere bevorzugen sie Bäume und Sträuche, deren Harz ihnen besonders angenehm zu sein scheint (als Folge entstehen Wildschäden). Grundsätzlich gilt die Regel “Alt fegt vor Jung” was bedeutet, das ältere Tiere bereits um Juni/Juli des Jahres fegen, bei jüngeren kann sich der Beginn des Fegens bis in den September verschieben.

Über Stephan Hohn

Interessen: Natur und Outdoor, Jagd, Reisen, gute Weine, Internet Projekte. Projekt: Premium Alpenkäse Shop - www.alpensepp.com DDoptics Händler: Alle DDoptics Optiken (Ferngläser, Spektive und Zielfernrohre) sind bei mir auf www.optik-sport-shop.at erhältlich.

Schreibe einen Kommentar