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„Verwerten statt Entsorgen“

Schon zur Tradition geworden ist der Fellmarkt in Klaus, welcher durch Eigeninitiative von Hubert Jäger und seinem Team bereits zum 12. Mal stattgefunden hat.

Die heimischen Felle von Fuchs, Marder und Dachs gewinnen wieder mehr Wert und Interesse in der Bevölkerung. Die Devise von Hubert Jäger „Verwerten statt entsorgen“ zeigt eine positive Entwicklung unter den Jägern und auch Naturfreunden.

Die Jagd auf Fuchs, Marder und Dachs hat lange Tradition bei uns im Ländle. Früher war die Jagd auf das Raubzeug in den Wintermonaten eine durchaus lukrative Nebenbeschäftigung der Jäger. Manch älterer Weidmann erzählt, dass er sich sein erstes Gewehr mit dem Erlös der Fuchsbälge eines einzigen Winters erstanden hat. Wenn man heute mit den jüngeren Passjägern spricht, wird die Jagd gerne zur Erholung, weg vom täglichen Stress genutzt. Aber auch die spannende Jagd allgemein lässt die Jäger trotz Kälte und stundenlangem Ausharren am Luderplatz nicht vergrämen.

Die Preise in diesem Jahr erzielten je nach Qualität der gegerbten Fuchsbälge zwischen 40 und 60 Euro, für getrocknete Fuchsbälge wurden 15 Euro bezahlt. Marder erzielten Preise zwischen 35 und 45 Euro, für die getrockneten Bälge wurden 25 Euro bezahlt.

Der Modetrend zeigt deutlich, dass die Felle wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Vor allem die einheimischen Felle und nicht solche aus Zuchten werden wieder gerne verarbeitet. Bei jeder Altersgruppe sind Strick- oder Häkelmützen mit Fuchsbommel beliebt. Von der Fellspezialistin Claudia Bein und den Schmuckkünstlerinnen Andrea Fink und Karin Au Yeong, wurden jede Menge Fellkreationen und handgemachter Fellschmuck präsentiert und auch verkauft. Tipps zum Selbermachen erhielten die Besucher auch. Handtaschen, Fuchsfelldecken, Accessoires, Pelzjacken, Kissen, Dachsschuheinlagen und Fellmützen für Sie und Ihn wurden gezeigt.

Einen herzlichen Weidmanndank an Hubert Jäger und sein Team für die Initiative des Fellmarkts, denn nur so können die heimischen Felle in der heutigen modernen Zeit wieder an Tradition gewinnen.

Beitrag in Vorarlberg Heute vom 08.02.2014 – HIER

Ein Kommentar zu “„Verwerten statt Entsorgen“

  1. Die Darstellung der Jagderfolge, bei Kaffee und Kuchen ist sinnvoll. Vielen Menschen kann die Jagd somit näher gebracht werden, ihen erklärt werden, warum die Jagd notwendig ist.

    All die Füchse sind majästetische Tiere, sie wurden gestreckt, die schönen Felle stehen zur weiteren Verwendung zur Verfügung. Mein Herz lacht und freut sich, wenn ich all die Füchse sehe, sie bekommen bei mir ein zweites Leben, werden gepflegt und stolz getragen, ob als Mantel, Swinger, Jacke, Hut, Sola, Muff, Handtasche oder als Saum, auch ein Kleid oder Rock aus Pelz steht mir gut. Hätte auch gerne ein Pelzteppich, Pelzdecke, Pelzkissen aus diesen Füchsen.

    Diese Tiere sind begehrt und wir freuen uns auf viele weitere Jagderfolge, sie bringen uns neue Felle. Mit meiner einstellung zur Natur, zum Tier unterstütze ich die Jäger und ihre Arbeit, sage ja zur Jagd. Ein großes Lob an jeden Jäger/-in, Danke.


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