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Tuberkulose: Endbericht Rotwildmonitoring 2013

Autor: Dr. Norbert Greber, Landesveterinär

Der Endbericht des Rotwildmonitorings 2013 liegt vor. Einige Proben, die in den ersten Jänner-Tagen eingesandt worden sind, werden noch zum Jahr 2013 gezählt. Aufgrund der Verlängerung der Schusszeit in den meisten Hegegemeinschaften bis zirka Mitte Jänner gehören die Proben noch zum Jagdjahr 2013.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Ausgabe März-April 2014)

2 Kommentare zu “Tuberkulose: Endbericht Rotwildmonitoring 2013

  1. Leider müssen noch immer das Rotwild dran glauben. Obzwar in England (Dachs) und in Neuseeland (Possum) längst als Drehscheibe der TBC Übertragung auf das >Rind gesehen wird, ignoriert man in Vorarlberg diese Erkenntnisse seit Jahren. Eine effiziente Bekämpfung von Fuchs, Dachs und eventuell Marderhund & Waschbär ist vonnöten und nicht der Abschuß von unzähligen Hirschen. Diese Bekämpfung im Gebirge ist allerdins nur mit Blausäurekapseln sinnvoll, was gegen die Tierschutzlobby wohl nicht erreicht werden kann. Zudem ist die TBC bei Rotwild erst dann vermehrt aufgetreten als die Tollwut erfolgreich bekämpft war und sich Dachs und Füchs unerhört vermehrt haben.

    • Profilbild von
      Ernst_Albrich

      Danke für diesen Kommentar, der es ermöglicht, diese häufigen Missverständnisse und Vorurteile zu klären.
      1. TBC ist nicht hoch infektiös. Es braucht bei Wildtieren einen großen Infektionsdruck und günstige Ausbreitungskriterien. Selbst wenn es einzelne Füchse, Dachse, etc. mit TBC gäbe, hätte dies nie zur derzeitigen Ausbreitung beim Rotwild geführt. Alle diese anderen Tiere wurden außerdem durch Stichproben untersucht. An erster Stelle steht bei allen Arten die innerartliche Übertragung.
      2. Die Zunahme der Fuchspopulationen nach Verschwinden der Tollwut hat keinerlei zeitlichen oder kausalen Zusammenhang mit Rotwildtuberkulose.
      3. Dachse in England, Possums in Neuseeland haben bezüglich TBC eine völlig andere Ausgangssituation und Epidemiologie, auch bezüglich Übertragung auf Kühe.
      4. Ab einer Prävalenz über 10% TBC beim Rotwild (eigentlich schon weit darunter), sind Spekulationen über andere Infektionsquellen als die innerartliche Übertragung absurd.
      5. Die einzig wirklich zielführende “Therapie” bei Rotwild ist die Identifikation des Infektionsherdes (der Population mit TBC) und die Eradikation dieser Tiere (=Tötung!).
      6. Die einzig wirklich zielführende “Prophylaxe” ist die Reduktion überhöhter Rotwildbestände, vor allem an Fütterungen.
      Gerade wir Jäger sind in erster Linie an gesundem Wild interessiert!
      Weidmannsheil!


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