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Stimmungsvolle Jägerweihnacht

In der beinahe nordöstlichsten Ecke unseres Landes und etwas abseits gelegen, haben trotz heftigen vorweihnachtlichen Schneefällen und tief winterlichen Fahrbedingungen viele Jäger, die Bewohner der umliegenden Ortschaften und Freunde der Jagd und der alpenländischen Volksmusik ihren Weg nach Thal gefunden. Und es war allemal eine Reise wert!

Nach der Begrüßung durch Dekan Msgr. Ehrenreich Bereuter und BJM-Stv. Roland Moos in der Thaler Pfarrkirche und einem wahrlich voluminösen und fulminanten Bläserauftakt durch die 15-köpfige Jagdhornbläsergruppe vom Kreisjagdverband Lindau, unter Hornmeister Helmut Reischmann, erklangen sodann als Pendant dazu wesentlich zartere Töne vom Männerchor Thal unter Chorleiter Ludwig Fink mit wohlklingenden vierstimmigen Sätzen weihnachtlicher Chorliteratur.

„Die flotten Dreiviertler“ aus dem benachbarten Allgäu brillierten ihrerseits als Stubenmusik Formation und versetzten die Zuhörer mit ihrer feinen, stimmigen Saitenmusik in adventliche Stimmung. Auch die „Wiedar Motla“ aus Au mit Harfenbegleitung eroberten mit ihren Eigenkompositionen und ihrem „hauseigenen Sound“ die Sympathie der zahlreichen Besucher der Jägerweihnacht.

Dem Ganzen aber die Krone aufgesetzt hat wohl bei allen ihren mehrmaligen Auftritten das „Johlar Quintett“ aus Oberstdorf / Kleinwalsertal. In ganz selten gehörter tonaler Perfektion brachten die fünf „g’standeno Mannsbilder“ in der Walser und Allgäuer Mundart glockenreine und exzellente Naturjodler und zur Adventzeit passende Lieder zu Gehör.

Zwischen den einzelnen musikalischen Darbietungen gab es weihnachtliche Textbeiträge von der bekannten Mundartautorin Birgit Rietzler aus Au mit gefühlvollen und tiefsinnigen Texten. Aber auch der Mundart-literarisch tätige HO Revierjäger Diethelm Broger aus dem Kleinwalsertal fesselte seinerseits mit seinen Beiträgen im original Walsertdialekt mit dem „Hirschleobo“ und dem walserischen Lukasevangelium die Zuhörer.

Mit dem gemeinsam gesungenen und instrumental begleiteten „Andachtsjodler“ (Christmettenjodler aus Sterzing) fand die Jägerweihnacht ihren feierlichen Ausklang.

„Es war ganz einfach stimmig und erbaulich schön“, so die begeisterte Reaktion der Besucher aus nah und fern.

Bei der anschließenden Einkehr im GH Krone im Thalsaal bei Speis’ und Trank gaben alle mitwirkenden Musikgruppen noch einige „Stückle“ aus ihrem weihnachtlichen Repertoire zum Besten.

Ein großer Weidmannsdank gebührt dem Thaler Selbsthilfeverein (SHV) mit Günther und Pia Wirthensohn, sowie Hubert Sinnstein, welche vor Ort der Jägerschaft hilfreich zur Seite standen. Weidmannsdank !

Fotos: Anton Schwendinger


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