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Stimmige Bezirkshubertusfeier in Rankweil

Autorin: Angelika Ehlich-Beutter

Die diesjährige Hubertusfeier des Bezirks Feldkirch fand am 9. November auf dem Gelände der Basilika Rankweil statt. Die ab halb sechs Uhr eintreffenden Gäste wurden auf dem Vorplatz der Basilika unter der musikalischen Begleitung der Jagdhornbläsergruppe des Bezirks Feldkirch von BJM Reinhard Metzler aufs herzlichste begrüßt und über den Ablauf des Abends informiert. Beim Verzehr von heißen Maroni konnten kalte Hände aufgewärmt und alte Freunde und Bekannte begrüßt werden.

Hubertusmesse

Im Anschluss fand die festliche Hubertusmesse unter der Leitung von Msgr. Dr. Walter Juen statt. Der Inhalt der Festpredigt gründete auf der Bedeutung des Namens Hubertus – „der durch seinen Geist glänzende“. Dr. Juen verstand es vortrefflich, diese Bedeutung in einen Kontext zum Alltag und im Besonderen zur Jagd zu setzen. Differenziertes Denken, hinterfragen von Vorurteilen, nicht im Mittelpunkt stehen zu wollen und die Fähigkeit sich einordnen zu können, lassen den Geist strahlen. Das Erkennen der Zeichen der Zeit, hier nahm der Geistliche Bezug auf die Jagd, die das Erkennen von Krankheiten der Tiere, Schäden am Wald und am Tierbestand beinhaltet, bringen den Geist zum glänzen. Glaube und Ehrfurcht vor dem Leben und der Welt mit allen Tieren als Schöpfung Gottes lassen den Geist glänzen.

Musikalisch umrahmt wurde die Messe von der Jagdhornbläsergruppe Feldkirch und vom 1. Vorarlberger Jägerchor. Die heilige Messe wurde mit dem von allen Gläubigen kräftig vorgetragenen „Großer Gott wir loben Dich“ feierlich abgeschlossen. Die vom Chor stimmungsvoll vorgetragenen Kirchenlieder, manche im Kärntner Dialekt, verlangten der Zuhörerschaft vermehrte Sprachkenntnisse ab, was Dr. Juen zu der humorvollen Aufforderung an den Chor veranlasste, diese doch ins montafonerische zu übersetzen. Abschließend bedankte der Geistliche sich im Namen aller Anwesenden für die jahrelange, unermüdliche und gewissenhafte Vorstandsarbeit von LJM Dr. Ernst Albrich und die von BJM Reinhard Metzler wie immer perfekt organisierte Hubertusfeier. Mit den zu Herzen gehenden Gedanken der Predigt bereichert verließen die Festgäste die Kirche, um auf dem wunderschön jagdlich dekorierten Vorplatz die weiteren Programmpunkte mit zu verfolgen.

Hubertusansprache

Zu Beginn der Eröffnungsrede konnte BJM Reinhard Metzler eine Vielzahl an Ehrengästen begrüßen, u.a. Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Nußbaumer, Landesrat Ing. Erich Schwärzler, DI Hubert Schatz, LJM Dr. Ernst Albrich, LJM-Stv.BJM  Sepp Bayer, den Pächter der EJ Samina Dr. Thomas Muhr mit Sohn Felix, aus Sigmaringen KJM Hansjürgen Kleiber mit einer Abordnung von Jägern.

In seiner Hubertusansprache sparte Reinhard Metzler nicht mit Lob und Dank an seinen Mentor LJM Dr. Albrich für seine selbstlose Unterstützung des Vereines und fachkundige Beratung. Lobende Worte fand er auch für das seit Generationen großzügige Wirken der Familie Muhr in der Eigenjagd Garsella. Durch das Engagement von Dr. Thomas Muhr konnte die Zusammenlegung der Jagd Saroja-Garsella mit der Jagd Samina wie in früheren Zeiten zustande gebracht werden. Das Anstellen eines Berufsjägers stellt für das Jagdgebiet ein weiterer Pluspunkt in der jagdlichen Betreuung dar. Herr Metzler dankte Dr. Muhr, der freundlicherweise den Hubertushirsch namens „Garsellakönig“ als krönende Trophäe der Feier zur Verfügung stellte. Einmal mehr betonte der Festredner die große Bedeutung der gemeinsamen Interessen aller zum Schutz von Wild und Natur und bedankte sich bei allen, die sich in diesem Sinne täglich und unermüdlich dafür einsetzen. Besonders erwähnte er die Bemühungen für das friedliche Nebeneinander von Jagd und Tourismus. Mit dem Lied „Weidmannsdank“, gespielt von der Bürgermusik Rankweil, wurde die Rede feierlich beendet.

Kreisjägermeister Hansjürgen Kleiber aus Sigmaringen bedankte sich in seinem und im Namen seiner Kollegen für die langjährige Freundschaft mit den Jägern des Bezirkes Feldkirch. In seiner Ansprache betonte er die besonderen sportlichen Ansprüche, denen die schwäbischen Jäger, in sanften Hügeln zuhause, in den Vorarlberger Jagdgebieten ausgesetzt sind und die der Gewöhnung bedurften. Zur großen Überraschung und Freude überreichte der Redner an Alt-Bezirksjägermeister Elmar Müller und Alt-Hegeobmann Franz Ludescher die Ehrennadel für Verdienste für die Beziehungen zwischen den Jagdbezirken Feldkirch und der Kreisjagdverband Sigmaringen.

Jägerschlag

Besondere Aufmerksamkeit unter den Anwesenden erregte die Tagung des Hohen Gerichtes. Bei dieser feierlichen Zeremonie erhielten die Jäger Dr. Christian Loos, Manuel Ivandic und Rundel Egon den feierlichen Jägerschlag. Dieser Programmpunkt wurde von der Jagdhornbläsergruppe mit dem Signal „Hirsch tot” musikalisch begleitet.

Jägerbriefverleihung

Auch heuer konnten zahlreiche Jungjägern und Jungjägerinnen aus dem Bezirk die Jägerurkunde aus der Hand von LJM Dr. Ernst Albrich und dem Bezirksjägermeister aus Feldkirch freudig entgegen nehmen. Traditionell wurde diese Feier mit einem Beisammensein im gemütlichen beheizten Zelt, bestens betreut durch den Fußballklub Brederis, bei musikalischer Begleitung der Bürgermusik beendet. Die große Zahl der Anwesenden und deren aktive Teilnahme am Geschehen widerspiegelten ein eindrucksvolles Bild einer lebendigen und authentischen Jagdkultur in der Region und strafen jene Lügen, die der Jagd und dem damit verbundenen Brauchtum ein nahes Ende weissagen wollen.

Dank an alle Helfer und Gönner, die den reibungslosen Ablauf dieser Feier ermöglicht haben, sowie die vielen fleißigen weiblichen Hände im Hintergrund von Sabine Metzler, Claudia Ammann, Karin Keckeis und Bernadette Kuster, die für die geschmackvolle Blumendekoration und den weidmännischen Rahmen gesorgt haben.

Danke an den 1. Vorarlberger Jägerchor für die Begleitung während der Messe sowie die Jagdhornbläsergruppe Feldkirch und die Abordnung der Bürgermusik Rankweil für die musikalische Umrahmung.

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