Schwarzwild

Landesjagdhundereferent, Obmann Fachausschuss Schwarzwild

Obmann Martin Schnetzer

Fachausschuss für Schwarzwild

Im Jahr 2005 wurde der Bewirtschaftungsausschuss für Schwarzwild als Expertengremium eingerichtet, unter dem damaligen Vorsitz von BJM Elmar Müller.
Der Ausschuss wurde zur Beobachtung der Schwarzwildpopulation eingerichtet, da zu diesem Zeitpunkt bereits Wildschäden durch Schwarzwild aufgetreten sind.

Teamarbeiter des Fachausschusses für Schwarzwild:

Obm. Martin Schnetzer BJM-Stv. HM Bruno Metzler
Ewald Baurenhas Hubert Kohler
Dr Wolfgang Hofmann HM Franz Wilhelm
Peter Stieger DI Hubert Schatz (kooptiert)
Wolfgang Fässler  

In den vergangenen Jahren wurden folgende Aufgaben gemeistert bzw. Leistungen vollbracht:
In den letzten Jahren wurden mehrere Sitzungen abgehalten und Vorträge mit Referenten aus verschieden Gegenden Österreichs für die Vorarlberger Jägerschaft organisiert. Sie schilderten uns die Bejagung in ihren Gebieten.
Aber Bejagungskonzepte aus anderen Gegenden in Österreich oder Deutschland können auf unsere Gebirgsgegend nicht 1:1 übernommen werden. Deshalb kann nur kleinräumig in den Gebieten mit Schwarzwildvorkommen mit eigenen Konzepten und Erfahrungen diesem Wild nachgestellt werden.

Der Intelligenz des Schwarzwildes ist es zuzuschreiben, dass es immer weiterlernt und sicher kaum ein zweites Mal denselben Fehler macht. Wenn es intensiv in einem Bereich bejagt wird, weicht es in einen anderen aus. Dazu kommt, dass „unser“ Schwarzwild sich hauptsächlich in einer Seehöhe von 600 m aufwärts bewegt, also in Hanglagen mit Buchen- und Erlenbewuchs, bis hinauf in die Alpregionen auf 1800 m.
In der letzten Zeit häufen sich jedoch die Schäden am Bewuchs, gerade jetzt im Frühling wenn die Zwiebeln und Starkwurzeln der Pflanzen in Saft kommen und bedingt durch die dickgehenden Sauen natürlich auch proteinhaltige Nahrung wie Schnecken und Würmer benötigt wird.
Dies wird für den Schwarzwildausschuss eine neue Herausforderung sein. Kirrungen und Ablenkungsfütterungen, die nach dem Jagdgesetz nicht erlaubt sind, werden wohl erörtert und überdacht werden müssen. Die Überlegung geht dorthin, Maßnahmen zu einer kontrollierten, wie im benachbarten Bayern oder Baden-Württemberg schon praktiziert, Kirrung mit Absprache der Behörde, Grundbesitzer, Wildbiologen und Jägerschaft.

Es wird sich zeigen wie der vergangene Winter, der wohl einer der wärmeren war und kaum eine Schneehöhe hervorbrachte, die dem Schwarzwild die Buchen- und Eichelmast verwehren hätte können, den Zuwachs beeinflussen wird.

Bejagung
Jagdlichen Erfolg bei der Einzeljagd hat jener Jäger, der ein starkes Sitzleder mitbringt und sich die mondhellen Nächte in einer geschlossenen Kanzel um die Ohren schlägt. Problematischer sind Bewegungsjagden, die ersichtlich machen, wie schnell das Schwarzwild ist und wie wenig Deckung es benötigt um sich zu drücken. Drückjagden, vor allem auch das Schießen auf bewegtes Wild, sollten aber auch geübt werden (können). Wir sind es gewöhnt, als Einzeljäger auf stehendes oder langsam ziehendes Wild zu schießen. Rot- und Rehwild zieht meistens auf Höhenrücken, während das Schwarzwild sich in die Mulden und Gräben drückt.

Eine zeitige starke Bejagung des Wildes ist sicher der Schlüssel für eine nachhaltige geringe Population. Eine Zusammenarbeit mit den Reviernachbarn ist nach unserer Auffassung unumgänglich, um das Schwarzwild nicht zum Standwild werden zu lassen. Auch sollten alle weidgerechten jagdtechnischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden.

Fachausschuss für Schwarzwild (Vorarlberger Jagdzeitung Mai-Juni 2011)

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Interview mit Martin Schnetzer.

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