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Schwarzwild-Ansprechfibel

Autoren: Siegfried Erker & Paul Herberstein

Sauen im Revier! Was geht einem da durch den Kopf? Beim Anblick von Saufährten im Revier klopft dem Jäger das Herz… Noch vor nicht allzu langer Zeit war Schwarzwild in Vorarlberg den meisten nur als seltenes und begehrtes Wechselwild bekannt. Und heute? Für viele Vorarlbergerinnen und Vorarlberger ist Schwarzwild noch immer eine seltene Erscheinung. Für manchen Jäger in den betroffenen Teilen des Landes jedoch klopft das Herz schon langsam zweideutig – der Begeisterung folgte Ernüchterung. Das Schwarzwild hat sich stark vermehrt, neue Lebensräume erobert und oft ist man schon froh, wenn man wochenlang nichts hört, denn dies bedeutet auch, dass sich der Schaden in Grenzen hält…

“Die Wildschweine selbst haben nichts von ihrem Zauber eingebüßt. Sie sind das geblieben, was sie immer waren: ein spannendes und uriges Wild. Ihre Intelligenz ist einzigartig und ihr Aussehen atemberaubend. Und sie verdienen nach wie vor unseren vollen Respekt. Die Schwarzwild-Ansprechfibel will dem Jäger diesen Respekt mit auf den Weg geben: gepaart mit jenem praxisnahen Wissen, das eine freudvolle und vor allem weidgerechte Jagd auf Schwarzwild erst möglich macht.“

88 Seiten. Über 60 Farbfotos, 15 SW-Zeichnungen. Format: 14,5 x 21 cm. ISBN: 978-3-85208-098-7. Preis € 23.-, SFR 41.-
Österr. Jagd- und Fischerei-Verlag, 1080 Wien, Wickenburggasse 3, Tel. (01) 405 16 36, verlag@jagd.at, www.jagd.at

Buchauszug

…Wie kaum ein anderes Wild machen sich Wildschweine schon lang vor dem ersehnten Anblick bemerkbar: Frische Fährten und Brechstellen, Suhlen und Mahlbäume, aber auch lautes Grunzen verraten die Sauen im Revier.

Fährten
Das Trittsiegel von Schwarzwild ist unverkennbar: Die Afterklauen drücken sich selbst bei ruhigem Ziehen auf tieferem Boden oder Schnee deutlich ab. Verwechslungsgefahr besteht höchstens mit Rotwild, meist macht aber die geringere Schrittlänge klar, dass hier Schwarzkittel unterwegs waren. Rotten hinterlassen zudem kleine Trampelpfade mit sehr unterschiedlichen Trittsiegel-Größen.

Frische Fährten sind immer auch ein Hinweis, wo und wieviele Sauen sich gerade im Revier bewegen. Bei einer Einzelfährte hat man es fast immer mit einem Keiler zu tun. War eine Rotte unterwegs, gehört die stärkste Fährte meist der Leitbache, nur in der Rauschzeit kann sich eine Keilerfährte dazumischen. Alle schwächeren Abdrücke stammen von Überläufern und Frischlingen.

Schalenlänge und Schalenbreite
Will man es genau wissen, so geben Länge und Breite eines einzelnen Schalen-Abdruckes Auskunft. Für die Schätzung werden die Abdrücke der Vorderhämmer gemessen. Diese sind stärker als die Hinterhämmer und auf weichem Boden gut als solche zu erkennen. …

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