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„Rauchende Flinten“

20.03.2017

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Autorin: Dr. Marion Eckert-Krause, angehende Jungjägerin

Der Einladung beim JungjägerInnenkurs 2016/2017 zum Dornbirner Tontaubenschießen waren die meisten KursteilnehmerInnen am 17. und 18. März in der alten Bauschuttdeponie zwischen Hohenems und Lustenau beim Probe- und anschließenden Wettkampfschiessen gefolgt. Von Wissen und Erfahrung „alter Hasen“ zu profitieren ist für JungjägerInnen immer ein Gewinn!

Während am Freitag bei schönstem Frühlingswetter geschossen und getroffen wurde, erwartete die Samstagsgruppen knietiefer Matsch und Dauerregen. Mit guter Laune allerdings konnte dem Wetterspektakel Paroli geboten und das Programm erfolgreich bewältigt werden. Jede/r Teilnehmer/In wurde einzeln instruiert und bei der Schussabgabe geleitet. Nach jedem Schuss gab es Hinweise, warum man nah dran und doch vorbeigeschossen hatte oder was das Geheimnis des Treffers war.

Viel Übung macht den Meister

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Jedem wurde das Lampenfieber durch die besonnene und ruhige Art der Instruktoren genommen und es hat viel Lob gegeben. Auch die, die keinen Treffer verzeichnen konnten, haben wertvolle Erkenntnisse gewonnen. Wie bei vielen Dingen macht gerade beim Schießen viel Übung den Meister. Und man muss wissen, dass kaum eine/r vorher bereits eine scharfe Waffe in der Hand gehalten hat, geschweige denn damit geschossen hat.

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Besonders wertvoll und wichtig waren daher die Sicherheitsunterweisungen, die beim Wettkampfschiessen verschärft zum Einsatz kamen, denn während beim Probeschießen die Tontaube immer in der gleichen Richtung flog, kam das tönerne „Flugwild“ aus verschiedenen Richtungen, zufallstrefferorientiert aus der Kiste und vier Schützen kämpften am Stand für sich mit zwei statt einer Patrone in der Flinte.

Eine Topleistung, ein sehr glücklicher Gewinner und ein Fazit

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Unser „Sieger“ Meinrad Fritsch

Kein Meister fällt vom Himmel? – Keine Regel ohne Ausnahme, denn Jungjäger Meinrad Fritsch ist bei seinem ersten Einsatz an der Waffe mit einer Trefferquote von 90% unter die Top 30 gekommen und belegte Platz 26. Der Jungjägertisch tobte vor Begeisterung. Und dann gab es noch mal ein Toben, als der Rehabschuss verlost wurde und Peter Breuss gewann. Fazit: Instruktor Bezirksjägermeister Martin Rhomberg und sein Team – einfach Spitze! Die Handhabung einer Waffe (entsichern, laden, Rückstoß, zielen, treffen, sichern) ist erlernbar. Es gab Wertschätzung und Preise. Ein paar Sponsoren fürs JungjägerInnenfest konnten gewonnen werden. Die JungjägerInnen-Gruppe wächst weiter zusammen. Das Dankeschön vom Veranstalter gibt die Jungjägerschaft gern zurück, denn es war ein gutes Gefühl, so wohlwollend angenommen zu werden.

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Peter Breuss gewann die Jagdeinladung von BJM Martin Rhomberg und konnte sein Los-Glück kaum fassen

„Tontauben Nachsuche“ – Der Beitrag der Schützen für Natur und Umwelt

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Das Aufräumen („Tontauben-Nachsuche“) am nächsten Tag erfolgte unter Teilnahme von ein paar JungjägerInnen unter regenfreiem Himmel. Und es wurden weitere wertvolle Erfahrungen gesammelt – nämlich, dass man bei Matschwetter besser Gummistiefel anzieht, Tonscherben nur von einer Seite leicht erkennbar sind und was von einer Schrotpatrone übrigbleibt, wenn sie abgeschossen wurde. Einen besonderen Fund machte Andy Isele mit seinem Sohn bei der Nachsuche im angrenzenden Wald: die Fegespuren und das Plätzen eines Rehbocks.

Fotos: Arno Krause und Marion Eckert-Krause

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