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Neuerscheinung: “Wild und Wald – Ewiges Glück”

Autor: Philipp Meran

Rezension: Susanne Vonier

Philipp Meran wurde 1926 in Ungarn geboren und verbrachte dort die ersten Jahre seines Lebens. Durch die Kriegswirren um 1945 wurde die aristokratische Großfamilie (die Eltern und seine fünf Geschwister) gezwungen, die Flucht nach Österreich anzutreten. Auf die Rückkehr nach Ungarn folgte 1948 das neuerliche Verlassen der Heimat und der Neubeginn in Graz.
Philipp Meran wurde Direktor des Steirischen Jagdmuseums, welches 1953 im Schloss Eggenberg eröffnet wurde. Er nutzte in seiner Freizeit sein Schießtalent als Mitglied des österreichischen A-Kaders im Trapschießen und wurde sowohl im Einzel- als auch in der Mannschaft österr. Staatsmeister.

Das Buch „Wild und Wald – Ewiges Glück“ beinhaltet persönliche Jagderzählungen des Autors aus den Jahren 1943 bis 2012 – immer versehen mit politischer Geschichte und persönlichen gesellschaftlichen Bemerkungen. Die Jagderzählungen beruhen auf Erlebnissen in Ungarn und Österreich. Sein Werk wird verziert mit von ihm gezeichneten Tier-Silhouetten und Farbbildern, teilweise aus seiner privaten Fotosammlung.

Philipp Meran erzählt seine Jagdgeschichten unterhaltsam, spannend und in leicht verständlicher Sprache. Er vermag dem Leser ein detailgetreues Bild der jeweiligen Situation zu zeichnen, auch bei Geschehen die Jahrzehnte zurückliegen. Das nunmehr 18. Buch des 86 Jahre alten Jagdbuchautors Philipp Meran ist im Stocker Verlag erschienen.

Buchauszug :
Der Sechzehnender vom Schafflergraben
1943 war ein bemerkenswertes Jahr. In der Rehbrunft schoss ich in Székelyhid meinen ersten Kapitalbock, der die damals sehr begehrte alte Bronzemedaille errang. Im selben Jahr schoss ich, wie erwähnt, meinen bis heute stärksten Keiler. Beide Trophäen konnte ich retten und sie hängen bei mir heute in der Wohnung.

Schnepfenstrich mit 85
….Und nun kommt der Höhepunkt meiner heurigen Schnepfenerlebnisse, der 29.3. Wieder haben wir die verhasste Zeitumstellung, was bedeutet, dass der Schnepf nach 20 Uhr streicht. Zuerst kommt einer rechts am Rande des Möglichen. Ich schieße ihn offensichtlich weich, denn mit steifen Ständern und ebensolchen Schwingen – beide Ständer hängen lang hinunter – wird er immer langsamer und landet hinter Franz, der nach der Abreise von Herrn Underberg auch einen Stand bezieht und sein neues Gewehr ausprobiert. Er macht drei Einzelschüsse. Aber wir sehen wieder einen, vielleicht um 5m näher als der Erste. Ich sehe nach dem ersten Schuss ein Art Purzeln in der Luft, der Schnepf umkreist mich, ich gebe insgesamt vier Schüsse ab, bis er endlich herunterfällt….

Alles in allem ein gelungenes Werk, welches das Interesse auch an den 17 vorangegangenen Büchern des Autors, darunter drei Fachbücher, weckt.

199 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Großformat. Leinen mit Schutzumschlag
ISBN: 978-3-7020-1379-0. Preis: EUR 39,90
Leopold Stocker Verlag, 8011 Graz, Hofgasse 5, Tel. 43 (0)316 / 82 16 36, stocker-verlag@stocker-verlag.com, www.stocker-verlag.at

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