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cover September-Oktober 2017

Online-Ausgabe der Vorarlberger Jagdzeitung

31. August 2017 in Jagdportal

Die neueste Ausgabe der Vorarlberger Jagdzeitung ist ab sofort wieder online verfügbar:

Alle früheren Ausgaben finden Sie in unserem Online-Archiv.

Viel Spaß bei der Lektüre!

cover juli-august-2017

Juli-August 2017

31. August 2017 in Archiv

Gams_Gernot Heigl

Appell der Vorarlberger Jägerschaft: Mehr Rücksichtnahme auf das Wild

19. Juli 2017 in Jagdportal

Landesjägermeister Sepp Bayer und seine Stellvertreter Christof Germann und Jürgen Rauch:  „Wir laden die Menschen in Vorarlberg ein, sich ein echtes Bild über die Jagd zu machen.“

Landesjägermeister Sepp Bayer und seine Stellvertreter Christof Germann und Jürgen Rauch:
„Wir laden die Menschen in Vorarlberg ein, sich ein echtes Bild über die Jagd zu machen.“

Das neue Führungsteam der Vorarlberger Jägerschaft, Landesjägermeister Sepp Bayer und seine Stellvertreter Christof Germann und Jürgen Rauch, fordert ein ausgeglichenes Miteinander zwischen Mensch und Wildtier. Mit einer Informationsoffensive soll in der Bevölkerung Verständnis für das Wild und seinen Lebensraum geschaffen werden. Das Interesse an der Jagd in Vorarlberg steigt ständig an – pro Jahr machen 100 Jungjäger die Jagdprüfung, sogenannte „Grüne Matura“, darunter etwa 30 Frauen. Insgesamt zählt der Verein der Vorarlberger Jägerschaft 2.400 Mitglieder.

Medieninformation vom 14. Juli 2017

Die Wildtiere in Vorarlberg sieht man kaum – und gerade deshalb brauchen sie unseren Schutz, sind die Verantwortlichen an der Spitze der Vorarlberger Jägerschaft überzeugt. Das Wildtier steht daher im Mittelpunkt der Arbeit für die nächsten drei Jahre. Es geht um den Lebensraum für das Wild genauso wie um Verständnis und Toleranz für Tiere, erklärt Christof Germann: „Das Wild braucht zusammenhängende Rückzugsgebiete, um überleben zu können. Gleichzeitig zieht es aber auch die Menschen immer mehr in extreme Lagen und in die unberührte Natur. Hier gilt es gemeinsam ein faires Miteinander zu finden und diese Abgrenzungen zu respektieren.“

 

Mehr und wirkungsvollere Wildruhezonen

Eine Möglichkeit für gesicherte Rückzugsgebiete, vor allem während der Notzeit in den Wintermonaten, sind Wildruhezonen. Diese Gebiete, in denen das Betreten verboten ist, gibt es zwar in Vorarlberg. Übertretungen werden jedoch kaum kontrolliert und die Strafen sind so niedrig, dass sie nicht abschrecken (lediglich 2-3 Anzeigen pro Jahr). Anders in der Schweiz, wo mit Strafen ab 1.000 Franken gute Wirkungen erzielt werden. Ab Herbst starten im Land Arbeitsgruppen zur Verbesserung des Lebensraums für das Wild.

 

Wildtiere brauchen Schonzeiten

Vom Gesetzgeber wurden ganz gezielt Schonzeiten festgelegt, in denen das Wild nicht bejagt werden darf, um vor allem in den Wintermonaten für die zum Überleben notwendige Ruhe zu sorgen, so Landesjägermeister Sepp Bayer. Damit Ruhezeiten und Rückzugsgebiete für Wildtiere funktionieren, bedarf es eines fairen Schulterschlusses aller Naturinteressierten und -nutzer.

 

 

 

 

 

 

Totalabschuss in Freihalteflächen hinterfragen

Auf insgesamt 10.000 Hektar sogenannter Freihalteflächen muss jedes Wildtier ohne Rücksicht sofort erlegt werden, egal ob es sich um ein Kitz oder um eine 15-jährige Gams handelt. Freihalteflächen müssen von Wild absolut frei gehalten werden – der gesetzliche Befehl zum Totalabschuss, kritisieren die Jäger. Diese drastischen Maßnahmen sind in den Augen der Jägerschaft als letzte Konsequenz dort angebracht, wo Schutzwälder durch Wildverbiss tatsächlich stark bedroht sind.

Im Vergleich zu den Wildruhezonen wurde das Instrument des Totalabschusses von den Behörden in den letzten Jahren viel zu oft eingesetzt – auch in Regionen in welchen auch weniger drastische Maßnahmen zu Erfolg führen könnten. Die Forderung der Jäger: Mehr Rücksichtnahme auf das Wild. Die Verjüngung durch Schutzwald hat oberste Priorität, aber es muß genau geprüft werden, welche Flächen dafür wirklich notwendig sind und ob es auch andere Möglichkeiten gibt.

 

Mehr Wissen bringt mehr Verständnis

Ein großes Ziel des neuen Führungsteams ist es, das große Thema Natur und Wildnis einer breiten Bevölkerung nahe zu bringen. Landesjägermeister-Stellvertreter Jürgen Rauch ist mit der Jagd aufgewachsen und weiß, dass das Wissen über die Jagd die Grundvoraussetzung ist, um Vorurteile abzubauen und Verständnis für die Jagd und die Wildtiere zu schaffen. „Wir werden deshalb die schon jetzt sehr gefragten Waldführungen und Vorträge für Schulen ausweiten und im ganzen Land anbieten. Auch in Kindergärten möchten wir über das Leben der Wildtiere und den Wald informieren. Viele ehrenamtliche Jäger sind bereit, ihre Begeisterung für die Natur und das Wild mit den Kindern zu teilen.“ Bis im Frühjahr 2018 sollen Infopackages für Schulen und Kindergärten erarbeitet werden, vorgesehen sind neben Vorträgen mit Anschauungsmaterialien auch Aktivitäten in der Natur, wie Waldbegehungen oder Fütterungen.

Eine weitere Partnerschaft ist mit dem Wildpark Feldkirch geplant. Im Wildpark sollen öffentliche Vorträge über das Leben der Wildtiere genauso wie zu aktuellen Naturthemen angeboten werden. „Das Interesse an der Natur und an der Jagd ist vorhanden – bei Kindern genauso wie bei Erwachsenen. Es liegt an uns Jägern, diese Erwartungen zu erfüllen“, so Jürgen Rauch.

 

Tradition verpflichtet – auch dem Wildtier gegenüber

Die Tradition der Jagd verlangt eine ethische Jagdausübung mit Rücksichtnahme auf den Tierschutz und die Natur. Weidgerechtes Jagen heißt mit Anstand und Verantwortung die Jagd auszuüben und dem Wildtier gegenüber Respekt zu zeigen. „Ein gutes Beispiel ist der Umgang mit dem erlegten Tier, der sogenannte „letzte Bissen“. Diese alte Tradition symbolisiert Würde und Dankbarkeit dem Wildtier gegenüber – und ist auch ein drastischer Gegensatz zur Massentierhaltung.

Gams_Gernot Heigl

 

Leben der Wildtiere: Ökologisch und in Freiheit

Heimische Wildtiere genießen normalerweise optimale Lebensbedingungen – ein Leben in der freien Natur mit hochwertiger Ernährung. Die Jagd hat die Aufgabe, durch definierte Abschüsse für einen ausgewogenen Wildbestand zu sorgen – dies betrifft den Erhalt einer artenreichen Tierwelt genauso wie eine gesunde Altersstruktur. Jäger brauchen viel Geduld, Ausdauer und einen hohen Zeiteinsatz: „Es braucht im Schnitt 10 Pirschgänge, um einen einzigen Abschuß zu machen und ein Wildtier weidgerecht zu erlegen.“

 

Weiterbildung und Service für Mitglieder

Bei der letzten Generalversammlung im Mai wurde eine organisatorische Neuausrichtung der Vorarlberger Jägerschaft beschlossen. Der Landesjägermeister und seine Stellvertreter bilden gemeinsam die Spitze der Vorarlberger Jägerschaft, unterstützt von den vier Bezirksjägermeistern. Die Arbeitsweise im neuen Vorstand ist von Vernetzung und Teamarbeit geprägt, Aufgaben werden nach Kompetenzen übernommen. Landesjägermeister Sepp Bayer, Jäger in dritter Generation und langjähriges Vorstandsmitglied, will vor allem den Service für die Mitglieder der Vorarlberger Jägerschaft verbessern. So sollen zusätzliche Kurse und Weiterbildungen angeboten werden, geplant ist auch eine personifizierte Mitgliedskarte der Vorarlberger Jägerschaft. Sepp Bayer: „Das Interesse an der Jagd ist in Vorarlberg sehr groß – auch von Menschen, die nicht jagen, sondern mehr von den Zusammenhängen zwischen Wald, Wild und Ökologie verstehen wollen. Dieses Potential wollen wir nützen und damit Verständnis für die Jagd schaffen und unsere Position stärken.“

 

Immer mehr Frauen zieht es zur Jagd

In den letzten Jahren ist die Zahl der Jungjäger in Vorarlberg deutlich gestiegen. Etwa 100 Teilnehmer besuchen jährlich die Vorarlberger Jägerschule und absolvieren die Jagdprüfung. Die Motivation für den Besuch der anspruchsvollen Ausbildung ist für viele das Interesse an der Natur sowie die Verbundenheit mit unserem Lebensraum und erst in zweiter Linie die Ausübung der Jagd. Auffallend ist das wachsende Interesse der Frauen an der Jagd, das durch die steigende Zahl der weiblichen Teilnehmer an den Jagdkursen bestätigt wird. Etwa 10 Prozent der Vorarlberger Jäger sind weiblich, bei den Jagdprüfungen liegt der Anteil der Frauen inzwischen bei 30 Prozent. Der Verein der Vorarlberger Jägerschaft zählt etwa 2.400 Mitglieder.

 

 

 

 

 

 

 

 

Gruppenfoto IJK 2017

55. Internationale Jagdkonferenz

18. Juli 2017 in Internationale Jagdkonferenz, Jagd und Natur National & International

Gruppenfoto IJK 2017

Von 8. bis 10. Juni 2017 fand in Masserberg, Thüringen / D auf Einladung des DJV und des durchführenden Landesjagdverbandes Thüringen die 55. Internationale Jagdkonferenz statt.

Die Internationale Jagdkonferenz (IJK) wurde als loser Zusammenschluss der Jagdverbände aus Deutschland, Liechtenstein, Südtirol und Österreich gegründet. 1964 fand das erste Treffen in Salzburg statt. Die Intention war, Themen, die die Jagd in allen Mitgliedsländern betreffen, möglichst umfangreich zu diskutieren und Zukunftsstrategien zur Erhaltung der Wildtiere und der Jagdausübung in Europa gemeinsam auszuarbeiten und dann auch zu leben.

Thema der diesjährigen Jagdkonferenz war „Jagd und öffentlicher Raum – Die Wahrnehmung und Positionierung der Jagd im öffentlichen Raum”. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer tauschten sich über Erfahrungen und Problembereiche aus und erörterten Überlegungen zu gemeinsamen Vorgangsweisen. Schwerpunkte waren die Entwicklung eines einheitlichen Erscheinungsbildes für Jäger und Jagd in Mitteleuropa sowie die Bedeutung der Jagd im Natur- und Artenschutz.

Schlusserklärung

Für die passende Kommunikation bedarf es eines einheitlichen Wertekanons: Für Österreich wird mit professioneller Unterstützung gerade eine „Dachmarke Jagd“ entwickelt; in Deutschland gibt es bereits ein „Markensteuerrad“ mit nahezu identen Inhalten. Die Jagd steht als gleichberechtigte, legitime, nachhaltige Landnutzung neben der Land- und Forstwirtschaft. Jäger sind durch die jagdliche Weiterbildung befähigt, ihre Aufgaben der Gesellschaft sachkundig zu vermitteln. Den Jagdverbänden obliegt es, ihre Mitglieder weiterhin mit dem besten Rüstzeug auszustatten und sie dafür zu begeistern.

Der heutige Kenntnisstand zeigt, dass Artenschutz nur durch Nutzung und durch Ausgleich möglich ist. Die Jagd ist dafür unverzichtbarer Bestandteil und trägt auch für die Artenvielfalt Verantwortung. „Tierrechte“ und „Tierbefreiung“ stellen nur auf das einzelne Individuum ab und tragen zum Artenschutz nichts bei. Konkret heißt das zum Beispiel beim Kormoran, dass ein effektives und länderübergreifendes Bestandesmanagement überfällig ist, da zahlreiche Fischarten im Binnenland in ihrem Bestand extrem gefährdet sind. Die Internationale Jagdkonferenz (IJK) fordert daher zum Schutz dieser Fischarten eine Aufnahme des Kormorans in den Anhang II der EU-Vogelrichtlinie, um eine Regulierung zu ermöglichen.

Die IJK wird ihre Gespräche 2018 in Liechtenstein fortsetzen.

v.l.n.r.  IJK-Präsident Heinz Gach, LJV Thüringen-Präsident Steffen Liebig, DJV-Präsident Hartwig Fischer, LJV-Berlin-Präsident Detlef Zacharias (Foto:  Herrmann)

v.l.n.r. IJK-Präsident Heinz Gach, LJV Thüringen-Präsident Steffen Liebig, DJV-Präsident Hartwig Fischer, LJV-Berlin-Präsident Detlef Zacharias (Foto: Herrmann)

Uebungstag Retriever 2_2017_3

Zweiter Schweißübungstag am 30. Juni und 1. Juli 2017

17. Juli 2017 in Jagdportal, Klub Retriever

Uebungstag Retriever 2_2017_2

Nachdem wir für unsere jungen Retriever beim letzten Übungstag eine Tagfährte vorbereitet hatten, stand diesmal eine Übernachtfährte auf dem Programm.
Die Hundeführer trafen sich am 30. Juni am Nachmittag, um die Fährte zu tupfen. Am darauffolgenden Morgen arbeiteten wir die Fährten aus. Trotz des starken Regens in der Nacht zeigten die Hunde eine tolle Leistung auf ihrer ersten Übernachtfährte.

Uebungstag Retriever 2_2017_1

Bei der Abschlussbesprechung wurden die einzelnen Fährten besprochen und die Hundeführer bekamen wieder wertvolle Tipps mit auf den Weg.
So freuen wir uns heute schon auf den nächsten Übungstag am 26. und 27. Aug. 2017.
Ebenso ist am Mittwoch, dem 9. Aug. ein Wasserübungstag geplant. Die genaue Ausschreibung folgt in Kürze.

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Vorstehhunde_Klubmeisterschaft 2017_3

Erfahrung bewährt sich an der Klubmeisterschaft 2017

16. Juli 2017 in Jagdportal, Klub Vorstehhunde

Vorstehhunde_Klubmeisterschaft 2017_1
Geschäftsstellenleiter Gernot Heigl mit seiner KLM Hündin „Anka“

Autor: Wolfgang Kersting

Am 1. Juli trafen sich beim Pfadfinderheim Bangs elf Hundeführer mit ihren Vorstehhunden zur Klubmeisterschaft 2017. Zahlreiche Klubmitglieder verfolgten die sechs Einzeldisziplinen. Die Hundeführer konnten ihre Geschicklichkeit beim Slalomlauf mit dem an der Leine geführten Hund und einem Tablett mit gefüllten Schnapsgläsern beweisen. Als nächstes spielte auch das Glück eine Rolle. Der Hund musste als „Glücksfee“ eines von drei mit einer Nummer versehenen Apportel bringen. Die benötigte Zeit wurde dann mit der Nummer des gebrachten Apportel’s multipliziert.

Der Gehorsam und das Apportieren wurden beim Schießen mit einem Dummywerfer geprüft. Im jagdlichen Teil musste der Hunde, eine für ihn nicht sichtbar ausgelegte Ente über den Spiersbach apportieren.

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Die schwierigste Herausforderung bildete dann das Apportieren eines Fuchses über ein zirka 60 cm hohes Hindernis. Als Abschluss musste noch bei der frei Verloren Suche ein für den Hund in einer Dickung nicht sichtig ausgelegter Feldhase apportiert werden.

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Gewinner 2017: v.l. Danny Hemkens, Klubmeister Hubert Scherrer, Philipp Schafhauser.

Hubert Scherrer mit seiner KLM Hündin bewältigte all diese Aufgaben am besten und durfte dafür den Wanderpreis, einen geschnitzten Steinbock, als neuer Klubmeister entgegennehmen. Eine ausgezeichnete Leistung für einen zum Klub der Achzigjährigen zählenden Hundeführer! Den zweiten Rang belegte Philipp Schafhauser mit seinem MV Rüden, dicht gefolgt von Danny Hemkens mit seinem KLM Rüden. Herzliche Gratulation und ein kräftiges „Ho Rüd Ho“ dem erfolgreichen Trio.

Bei einem köstlichen Aser fand dieser schöne Anlass einen würdigen Ausklang. An dieser Stelle einen herzlichen Dank an alle Helfer und die Jagdreviere Noflerfeld und Noflerau für die tatkräftige Unterstützung.

Fotos: Schafhauser Philipp

Dachshunde 2015_Arbeit im Schwarzwildgatter

Afrikanische Schweinepest rückt näher – positive Fälle in Tschechien

5. Juli 2017 in Jagdportal, Wild in Vorarlberg, Wildkrankeiten

Dachshunde 2015_Arbeit im Schwarzwildgatter

Presseaussendung Landwirtschaftskammer Österreich

Durch das Auftreten der Afrikanischen Schweinepest im Süden Tschechiens ist das Risiko für die Schweinehaltung in Österreich deutlich gestiegen. Am 22. Juni wurden im Bereich der Stadt Zlin, ca. 100 km östlich von Brünn und etwa 80 km von der österreichischen Grenze entfernt, zwei an Afrikanischer Schweinepest verendete Wildschweine gefunden. Bei der Afrikanischen Schweinepest (ASP) handelt es sich um eine hoch ansteckende seuchenhafte Erkrankung, an der sowohl Wild- wie auch Hausschweine erkranken können und durchwegs daran verenden.

Die Afrikanische Schweinepest ist hochkontagiös und das Virus kann in Fleisch und Fleischerzeugnissen monatelang für Schweine infektiös bleiben!
Für Menschen ist das Virus jedoch keine Gefahr.

Die ASP stellt ein erhebliches Risiko für Hausschweinebestände dar und ein positiver Fall in Österreich würde massive Auswirkungen auch für den Handel und den Export von Schweinen, Schweinefleisch und Schweinefleischprodukten bedeuten.

Deshalb hat das Gesundheitsministerium umgehend Vorbeugemaßnahmen getroffen.
So ist die Freilandhaltung von Hausschweinen in mehreren Bezirken im Nordosten Niederösterreichs nur mehr zulässig, wenn der Betrieb über eine bescheidmäßige Bewilligung der BH verfügt, wonach alle Bestimmungen gemäß Schweinegesundheits-Verordnung sofort eingehalten werden (doppelter Zaun etc.).

Betriebe mit Auslaufhaltung von Schweinen in diesen Bezirken müssen ihre Schweine über Nacht vom Auslauf fernhalten.
Damit soll ein Kontakt zu Wildschweinen verhindert werden.

Übertragungswege:

  • direkter Kontakt
  • Verfütterung von Fleisch oder Fleischprodukten (Schinken, Würste, usw.)
  • Fahrzeuge, Geräte, Kleidung
  • Körpersekrete und Blut

Die österreichischen Schweinehalter sind vorbereitet

Mit der Schweinegesundheits-Verordnung, welche seit 1.1.2017 in Kraft ist, wurde ein Regelwerk geschaffen, das die heimischen Schweinebestände schützen soll und Mindeststandards zur Gesunderhaltung unserer Schweinebestände regelt.
Nicht zuletzt wegen der ASP sollten Schweinehalter dem Thema „Bio-Sicherheit“, also der Vorbeuge gegen die Einschleppung von Infektionen in den Tierbestand, erhöhte Aufmerksamkeit schenken.

Dazu zählen:

  • Keine Speiseabfälle an Schweine verfüttern.
  • Zutritt von betriebsfremden Personen in den Stall soweit als möglich vermeiden.
  • Betreten des Stalles nur mit betriebseigener Kleidung (Overall, Stiefel) oder Einweg-Overalls und Überziehschuhen.
  • Mäuse und Ratten konsequent bekämpfen (können ebenfalls Krankheiten übertragen)
  • Tiertransportfahrzeuge nach jedem Transport reinigen.
  • Futtermittel- und Einstreulager (ev. auch abseits der Hofstelle) vor möglichem Zutritt von Wildschweinen schützen

Auch Schweinefleischprodukte aus Regionen mit erhöhtem Risiko, wie aktuell Polen oder Tschechien, Ukraine, Lettland, Estland können ein Risiko darstellen.

Auch die Jägerschaft ist gefragt

Nachdem das größte Risiko von der Wildschweinpopulation ausgeht, sollten bei der Bejagung von Wildschweinen in Tschechien durch Jäger aus Österreich keinesfalls Wildbret oder Trophäen mitgenommen werden. Auch an Schuhwerk und Kleidung von der Pirsch könnte Virusmaterial anhaften.

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15. Auer Tontaubenschießen – Tontauben Trophy 2017

1. Juli 2017 in Aktuelles, Bezirksgruppe Bregenz

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Autor: Hermann Metzler

Am 28. und 29. April 2017 wurde im Steinbruchareal der Firma Gebrüder Rüf in Au durch den Stammtisch der Hegegemeinschaft 1.4 das 15. Auer Tontaubenschießen – Tontauben Trophy 2017 der Vorarlberger Jägerschaft / Bezirksgruppe Bregenz durchgeführt.

Am Freitag zeigte sich das Schießgelände in einer Kulisse, wie man sie sich vor Weihnachten gewünscht hätte. Die Ruhe in der winterlichen Idylle war dann um 9.00 Uhr vorbei, als der Instruktor mit dem Training für die ersten Interessenten begonnen hat und sich im frischen Schnee ein Bild von immer mehr orangefarbenen Punkten von den abgeschossenen (und mehrmals nicht abgeschossenen) Tontauben ergeben hat. So haben sich trotz der winterlichen und kalten Witterung am Freitag und Samstag doch insgesamt 153 Jäger und Gäste eingefunden und am Bewerb teilgenommen.

Die Schneelage im Bereich der Zugänge zu den Schießständen erforderte besondere Vorsicht aber durch die Disziplin der Schützinnen und Schützen sowie der Standaufsichten und vielen Helfern ist die Veranstaltung unfallfrei verlaufen.

Siegerehrung

Unser Bezirksjägermeister Hans Metzler musste sich krankheitshalber entschuldigen und wurde er durch seinen Stellvertreter Wolfgang Meusburger vertreten. Dieser hat seine erste Siegerehrung bei unserem Tontaubenschießen gekonnt abgewickelt und in der vollbesetzten Halle im Areal der Firma Gebrüder Rüf in Au den Firmenvertretern Josef und Hermann Rüf, den Grundbesitzern im Schießgelände Thomas Rützler und Bernhard Ritter, dem Jagdpächter Christian Kendlbacher und den vielen Helfern und auch den so zahlreich gekommenen Schützinnen und Schützen gedankt.

Ebenso wurden die sehr vielen Sponsoren und Spender dankend erwähnt, die es ermöglichten, dass alle Teilnehmer einen Sachpreis oder Gutschein aussuchen konnten, u.a. ein Weingutschein von Roland Moos, ein handgefertigtes Holzkästchen von Josef Willam, ein Warengutschein über 300 Euro von der Weissachmühle durch August Albrecht und noch viele andere. Die besten drei Schützen bei den Herren und den Damen erhielten zudem eine Steinbock-Glas-Trophäe als Erinnerung.

Die besten Schützen

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Herren

  1. Albert Deuring sen.
  2. Hubert Unterkofler
  3. Franz Tschagran
  4. Robert Horvat
  5. Walter Hagen
  6. Lukas Schwarz
  7. Franz Rajsp
  8. Gustav Forster
  9. Harald Fink
  10. Zupanic Zdravko

Damen

  1. Wiltrud Trauning
  2. Christina Curca
  3. Isabella Deuring
  4. Christine Fink
  5. Edith Deutschmann
  6. Angelika Felder
  7. Stefanie Hasler
  8. Stephanie Fink
  9. Claudia Hassler
  10. Annakatarina Ennemoser

Unter den 15 Schützen mit den meisten geschossenen Serien wurde in der Herren-Klasse ein Swarovski-Fernglas 7×42, verlost, gesponsert von der Firma Margot Boss-Deuring. Hier wurde Deuring sen. als glücklicher Gewinner gezogen. In der Damen-Klasse kam ein Dirndl zur Verlosung, das ebenfalls von der Firma Margot Boss-Deuring gesponsert wurde. Nachdem alle Preise nur an anwesende Personen übergeben wurden, war Isabella Deuring die strahlende Gewinnerin, die gezogen wurde.

Unter allen anwesenden Teilnehmern wurden zusätzlich noch folgende Hauptpreise verlost:

  • STIHL-Motorsäge, teilweise gesponsert von der Firma Josef Böhler, Schwarzach: Anton Gasser
  • Murmeltierabschuss in der GJ Schröcken mit EJ Treu von Gerhard Spieler: Peter Greppmayer
  • Abschuss einer Steingeiß auf der Kanisfluh, gesponsert von Josef und Hermann Rüf: Manfred Egender
  • Holzbank, zur Verfügung gestellt von der Firma Siegfried Kohler, sys baut gmbh, Alberschwende: Sebastian Bickel

Jeder Schütze, der bei der Siegerehrung anwesend war, konnte sich auch einen Warenpreis oder Gutschein auswählen und so hat Albert Deuring sen. als Gewinner in der Herren-Klasse einen Murmeltierabschuss in der EJ Älpele-Neuboden bei Ambros Moosmann als Sachpreis aussuchen können. Über den Fischreiherabschuss konnte sich Bezirksjägermeister-Stellvertreter Wolfgang Meusburger freuen.

Ein Dank für die musikalische Unterhaltung gebührt Jödele-Johann mit Fam. Edith Deutschmann und Sohn René aus Schönwies sowie Hubert Pfefferkorn für die Hausmusik mit Jägerliedern und selbstverständlich ist auch ein Dank an alle Mitarbeiter vom Stammtisch 1.4 gerichtet. Weiters gebührt den Gebrüdern Rüf ein großer Dank dafür, dass die vielen Besucherautos auf dem Firmenparkplatz abgestellt werden konnten und es trotz der großen Baustelle auf dem Firmenareal möglich war, eine Halle für diese Veranstaltung frei zu machen.

Für die Durchführung der Berechnungen und Auswertungen schicken wir noch einen Dank an Hubert Sinnstein, Clemens Metzler und David King vom Bezirksausschuss.

In der großen Teilnehmerzahl und teilweise auch weiten Anreise sehen wir das große Interesse der Schützen an der Übungsmöglichkeit zum Flintenschießen und Perfektion im Umgang mit der Waffe und gleichzeitig ein bisschen Wettkampf und Zusammenkommen mit Jagdkameraden und Freunden.

Und es geht weiter…

…im nächsten Jahr mit dem 16. Auer Tontaubenschießen. Bis dahin wünschen wir den Gewinnern viel Freude mit den Warenpreisen und Gutscheinen. Die Gewinner der Wildabschüsse mögen schöne Anblicke und erfreuliches Weidmannsheil haben.

Mit Dank an alle Schützinnen und Schützen sowie Sponsoren und Helfer bei der diesjährigen Tontauben-Trophy laden wir schon ein zum Tontaubenschießen 2018 bei uns in Au.

 

cover Mai-Juni 2017

Mai-Juni 2017

27. Juni 2017 in Archiv

Logo Jagd Österreich

Ausschreibung: Marken- und PR-Manager/in (100%)

27. Juni 2017 in Jagdportal

Logo Jagd Oesterreich

 

Der künftige Dachverband „Jagd Österreich“ mit Sitz in Wien wird ab Herbst 2017 die Interessen der rund 110.000 Jägerinnen und Jäger sowie der neun Landesjagdverbände österreichweit vertreten. Er geht aus der bisherigen Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände hervor. Zum Aufbau eines schlagkräftigen Teams rund um das Generalsekretariat wird erstmals die Position eines Marken- und PR-Managers besetzt.

AUSSCHREIBUNG

Marken- und PR-Manager/in

Ihre Hauptaufgaben:

  • Marken- und PR-Management im Sinne von proaktiver Planung und teils eigenständiger Umsetzung der Aktivitäten im Rahmen der Zielsetzungen der Dachmarke „Jagd Österreich“
  • Koordinierung sämtlicher Kommunikationsmaßnahmen (intern/extern) auf bundesweiter und internationaler Ebene in enger Abstimmung mit dem Generalsekretär sowie den Landesjagdverbänden
  • Unterstützung des Generalsekretärs und der Landesjägermeisterkonferenz beim Management der Kommunikation mit Stakeholdern, welche für die Erreichung der Ziele der Dachmarke relevant sind, was auch die Mitarbeit bei Veranstaltungen umfasst
  • Content- und Community-Management inklusive der federführenden redaktionellen Betreuung eines Web-Portals „Jagd Österreich“ sowie weiterer Social Media-Kanäle
  • Zentrale proaktive Planung, Koordination und operative Umsetzung der bundesweit relevanten sowie internationalen Medienarbeit
  • Sicherstellung eines bundesweiten Monitorings – vor allem im Sinne einer laufenden Medienbeobachtung sowie eines zeitnahen Issue Managements
  • Zusammenarbeit mit den PR- und Presseverantwortlichen der neun Landesjagdverbände beim länderspezifischen Kommunikationsmanagement, insbesondere in Krisenfällen
  • Beauftragung und Steuerung von internen und externen Dienstleistern im Bereich Markenmanagement und Öffentlichkeitsarbeit

Ihr Profil:

  • Abschluss einer höheren Schule oder vergleichbare Qualifikation im Bereich Markenmanagement und Public Relations oder Öffentlichkeitsarbeit
  • Praktische Erfahrung als Marken- und/oder PR-Manager, vorzugsweise in einem österreichischen Landesverband oder einem Dachverband auf Bundesebene
  • Fachlicher Zugang zur Jagd, was durch die bestandene Jagdprüfung oder einer in Österreich als gleichwertig anerkannten Ausbildung zum Ausdruck gebracht werden kann
  • Ausreichende Kenntnisse über die heimische Medienlandschaft und ihre Hauptvertreter sowie über politische Entscheider auf Landes- und Bundesebene, vor allem, was die jagdlich relevanten Institutionen und Interessensgruppen betrifft
  • Großes Interesse und hohes Verständnis für aktuelle Fragestellungen zur Jagd, zu Wildtieren bzw. zu deren Lebensräumen
  • Sehr gute Ausdrucksweise in Wort und Schrift sowie ausgezeichnete Rechtschreibkenntnisse, wobei ein journalistischer Hintergrund von Vorteil ist
  • Ausgezeichnete Kenntnisse im Bereich „Neue Medien“ bzw. im Content- und Community-Management sowie der crossmedialen Erstellung und Verwertung von Inhalten (Text, Foto, Audio, Video)
  • Projekt- und Veranstaltungsmanagementerfahrung mit einem hohen Maß an Team- und Kommunikationsfähigkeit sowie Verantwortungsbewusstsein
  • Selbständigkeit, Konfliktfähigkeit und Belastbarkeit
  • Sehr gute EDV-Kenntnisse, inklusive einschlägiger CMS-, Text-, Bildverarbeitungs- und Grafikprogramme

Interesse?

Wir bieten Ihnen für die Position ein marktkonformes Gehalt von mindestens € 2.500,– brutto/Monat als Verhandlungsbasis. Ihre vollständigen und aussagekräftigen Unterlagen senden Sie bitte ausschließlich per Mail bis spätestens Dienstag, den 11. Juli 2017 an Herrn Dr. Peter Lebersorger, Generalsekretär der Zentralstelle Österreichischer Landesjagdverbände, p.lebersorger@ljv.at.

Zweiter Jungjaegerstammtisch 2015-2016

Einladung zum Jungjägerstammtisch aller Bezirke

21. Juni 2017 in Aktuelles

Zweiter Jungjaegerstammtisch 2015-2016

26. August 2017
19.00 Uhr
Göfis – Wolfgang Bickel

Liebe Jägerinnen und Jäger, Liebe Jungjägerinnen und Jungjäger!

Wir laden zu einem gemütlichen Sommerhock am 26. August 2017 um 19.00 Uhr bei Wolfgang Bickel in Göfis ein.

Eckdaten für den Treff:
Wolfgang Bickel
Hofnerstraße 28
6811 Göfis   (Parkmöglichkeiten beim Sportplatz)

Wir bitte euch um eure Rückmeldung, bis spätestens 10. August, um die Reservierung vornehmen zu können.
Rückmeldungen bitte an: jaegerin.christine@gmail.com
Mit Weidmannsgruß
Ernst Schmid & Christine Kohler

Fuchs_Hubert Schatz

Häufigkeit und Verbreitung des Fünfgliedrigen Fuchsbandwurms beim Rotfuchs in Vorarlberg

19. Juni 2017 in Fuchs, Jagdportal, Wildkrankeiten

Fuchs_Hubert Schatz

Autoren: Dr. Florian Walser1, Dr. Walter Glawischnig1, Dr. Norbert Greber2
1Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)
2Veterinärdirektor Vorarlberg

Im folgenden Beitrag wird über die Ergebnisse der Untersuchungen auf Echinococcus multilocularis, den Fünfgliedrigen Fuchsbandwurm, berichtet, um fachlich über die aktuelle Verbreitung des Parasiten beim Fuchs in Vorarlberg und etwaige Gefahrenquellen für die Bevölkerung, insbesondere der Jäger, zu informieren.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Juli-August 2017)

Frequently asked questions zum Thema Fuchsbandwurm

Eröffnung Fuchsgehege Wildpark 2014_Ammann

Trichinennachweise bei Füchsen aus dem Bundesland Vorarlberg

19. Juni 2017 in Fuchs, Jagdportal, Wildkrankeiten

Eröffnung Fuchsgehege Wildpark 2014_Ammann

Autor: Dr. Walter Glawischnig , AGES Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck, Österreichisches Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES)

In diesem in der Ausgabe Mai-Juni 2017 der Vorarlberger Jagdzeitung erschienenen Beitrag werden die Ergebnisse einer von der Vorarlberger Jägerschaft in Auftrag gegebenen Studie über Häufigkeit und Verbreitung von Trichinen bei Füchsen in Vorarlberg vorgestellt.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Mai-Juni 2017)

Start Ausbildungsjaeger Juni 2017

Start der zweijährigen Ausbildungszeit zum Jagdschutzorgan

19. Juni 2017 in Aktuelles, Ausbildungsjägerschule, Jagdportal

Start Ausbildungsjaeger Juni 2017

Am 9. Juni fand im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems der erster Kursabend von uns Ausbildungsjägern des Jahrgangs 2017-2018 statt. Der Schulleiter der Vorarlberger Jägerschule Mag. Jörg Gerstendörfer freute sich, dass sich in diesem Jahr 15 AusbildungsjägerInnen für diesen Kurs angemeldet haben. Nach einer kurzen Begrüßung und einer gegenseitigen Vorstellungsrunde informierte Jörg Gerstendörfer die AusbildungsjägerInnen über die Rahmenbedingungen der zweijährigen Ausbildung. Dabei vertiefte er die Punkte Führen des Reviertagebuches sowie die Rechercheaufgaben. Der theoretische Kurs wird Anfang November 2017 zeitgleich mit dem Jungjägerkurs im Bäuerlichen Schul- und Bildungszentrum in Hohenems starten.