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Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren

Vom Hören und Gehört werden auf der Jagd

28. Dezember 2012 in Jagdportal

Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren – Teil 3

Die meisten bei uns vorkommenden Wildarten sind uns in Punkto „Hören“ bei weitem überlegen. Beobachten Sie einmal ein Reh oder einen Hirsch, wie intensiv diese Tiere Ihren Gehörsinn einsetzen. Die Lauscher sind ständig in Bewegung, um Geräusche in ihrem Umfeld aufzunehmen. Anwechselndes Wild oder Störungen werden von ihnen sehr viel früher als von uns Jägern wahrgenommen und sie können schon sehr früh feststellen, ob es sich um einen „Freund“ oder einen „Feind“ handelt. Für viele Wildarten, gerade in dichten Waldbeständen, ist neben dem Geruchsinn das Hören überlebenswichtig.

Wir Jäger, ob beim Ansitz oder auf der Pirsch, werden auf längere Sicht gesehen nur dann Jagderfolg haben, wenn wir unsere Sinne  bestmöglich einsetzen und es verstehen, diese zu schärfen und es uns gelingt, die leisesten Geräusche richtig zu deuten  und auch darauf richtig zu reagieren. Ich kenne ältere Jäger, deren Sehvermögen über die Jahre doch nachgelassen hat, aber weiterhin sehr gut hören. Diese sind jagdlich immer noch sehr erfolgreich. Natürlich spielt da die Erfahrung auch eine große Rolle.

Stellen sie sich vor, sie würden wie viele unserer Zeitgenossen mit Kopfhörern und Musik durch ihr Revier laufen, völlig „abgekapselt“ und ohne Naturerlebnis. Diese Menschen haben die Fähigkeit verlernt, „in den Wald hineinzuhorchen“ und diese Stimmung in sich aufzunehmen. Genauso ist es etwas Wunderbares, im Spätherbst oder zur Winterzeit in einem verlassenen Gebirgstal die Ruhe und Stille zu genießen.

Gutes Hören ist also eine Grundvoraussetzung, um bei der Jagd erfolgreich zu sein und es gilt, dieses bis ins hohe Alter bestmöglich zu erhalten.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Jänner-Februar 2013)

Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren – Eine Aktion der Vorarlberger Jägerschaft

Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren – Einleitung

Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren – Teil 1

Ganzjährige Schonzeit für Jägerohren – Teil 2

Murmeltier_Monika Dönz-Breuß

Die Jagd auf das Alpenmurmeltier

24. August 2012 in Jagdportal, Murmeltier

Die Jagd auf Murmeltiere hat in meinem Heimatbundesland Vorarlberg und im Westen Tirols eine jahrhundertealte Tradition. Stand bis vor einigen Jahrzehnten bei der Jagd auf Murmeltiere die Fleischbeschaffung und ein „Zubrot“ durch den Verkauf von Murmeltieröl im Vordergrund, ist es heute die Freude an der Jagd mit Gleichgesinnten.

Die meisten Personen kennen Murmeltiere als zutrauliche Tiere, die am Wegrand sitzen und den Menschen bis auf wenige Meter an sich heranlassen. Vor allem Jungtiere zeigen keine Scheu. Für Murmeltiere, die wenig Kontakt mit Menschen haben, gehören diese sehr wohl zu ihrem Feindbild und die Tiere flüchten schon auf ein Annähern auf 100 oder gar 200 Meter in ihren Bau. Ein „Touristenmurmel“ zu erlegen ist wahrlich keine große Kunst, jedoch in abgeschiedenen Gebieten auf die Murmeljagd zu gehen kann sehr spannend sein und fordert einiges an jagdlichem Können.

Von 16. August bis 30. September ist das Murmeltier in Vorarlberg schussbar. Im Jagdjahr 2011-2012 wurde das Murmeltier mit einem Höchstabschuss von 870 Stück verordnet. Schaut man sich die Abschusslisten der letzten Jahre an, so wird das Murmeltier in einem Ausmaß von zirka 500 bis 550 Stück pro Jahr erlegt.

Lesen Sie mehr über die Jagd auf das Murmeltier HIER (Vorarlberger Jagdzeitung, September-Oktober 2012)

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Weidmannsdank an den Jungjägerjahrgang 2010/11

15. Juli 2011 in Aktuelles

Sehr geehrter Herr Martilotti, lieber Michele!
Sehr geehrter Herr Beer, lieber Andreas!
Sehr geehrter Herr DI Galehr, lieber Josef!

Der Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane bedankt sich recht herzlich bei euch und dem Jungjägerjahrgang 2010/2011 für eure sehr großzügige Spende.

Im Namen des Vorstandes – Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane
Obmann KR RJ Manfred Vonbank
Kassier Akad. Jagdwirt Karlheinz Jehle

Quelle: LUPUS

Wildbiologie Wolf

26. September 2010 in Wolf

Schulterhöhe: bis 80 cm

Körperlänge: bis 200 cm

Gewicht: bis 50 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Einst war der Wolf, der Stammvater all unserer Hunde, über die ganze nördliche Erdhalbkugel verbreitet, von Asien bis Nordamerika. Auch heute noch besiedelt er weite Teile Eurasiens und Nordamerikas, doch hat ihn der Mensch aus den dichter besiedelten Räumen Europas fast gänzlich verdrängt. In den Lebensraumansprüchen ist der Wolf in Europa auf große zusammenhängende Waldgebiete angewiesen. Als im Rudel lebendes Großraubtier (strenge Rangordnung) hat der Wolf enorme Raumbedürfnisse. Je nach Beutetierdichte und  Rudelgröße braucht ein Wolfsrudel 100 bis 2000 Quadratkilometer als Territorium. Innerhalb einer Nacht kann sich ein Rudel 100 Kilometer weit fortbewegen.

Nahrung:
Schalenwild bis Elch, Haustiere bis neugeborene Kälber, Aas, Kleinnager, Insekten, Lurche sowie gelegentlich Früchte und Beeren, Nahrungsbedarf zirka 5 kg/Tag.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit zwei bis drei Jahren; polygam bei Rudelbildung; Ranzzeit Dezember bis März.

Trächtigkeitsdauer: 62 Tage

Jungenaufzucht: fünf bis acht blinde, behaarte Junge; Säugezeit sechs bis acht Wochen; Führung durch die Eltern zirka elf Monate; Verbleib im Rudel zwei bis drei Jahre.

Verbreitungsgebiet:
Europa (Restbestände in Spanien, Portugal, Italien, Griechenland, Skandinavien, Polen, Tschechiche Republik, Rumänien, Bulgarien, Koratien, Russland), seltener Gast in Österreich.
Asien und Nordamerika.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Enten

Wildbiologie Enten

26. September 2010 in Entenvögel

Mit den Gänsen und Schwänen bilden die Enten die Ordnung der Entenvögel (Anseriformes). Enten sind Wasservögel. Sie paaren sich auf dem Wasser und sind bei der Aufzucht der Jungen an Wasser gebunden. In Mitteleuropa gibt es dreizehn Entenarten, die mehr oder minder regelmäßig als Brutvögel vorkommen:

Schwimmenten

Stock-, Schnatter-, Löffel-, Pfeif-, Spieß-, Krick- und Knäkenten sind sogenannte “Schwimmenten”.

Tauchenten

Zu den “Tauchenten” zählen Kolben-, Tafel-, Reiher-, Berg-, Moor- sowie Schellenten.

In der Art ihrer Nahrungserwerbes und duch den Körperbau unterscheiden sich Schwimm- oder Gründelenten deutlich von den Tauchenten:

Quelle: Praxishandbuch Jagd, Kosmos-Verlag

 

Bär

Wildbiologie Bär

26. September 2010 in Bär

Schulterhöhe: bis 115 cm

Körperlänge: bis 210 cm

Gewicht: bis 350 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Braunbär ist die größte in Europa heimische Rauwildart. Als bekanntester Vertreter der Großbären ist er in zahlreichen Unterarten über weite Teile Asiens, Nordamerikas und Eurpoas verbreitet. Von dem einstigen Verbreitungsraum sind in Mittel- und Südeuropa nur inselartige Restvorkommen geblieben. Der Bär benötigt große, zusammenhängende Waldlebensräume, in denen er seinen überaus reichhaltigen Speiseplan zusammenstellen kann. Aus der Winterruhe erwacht, leer und hungrig nimmt er alles auf, was er finden kann.  Im Sommer und Herbst frist er sich eine dicke Fettschicht an um die Wintermonate in seinem Winterquartier zu verbringen.

Nahrung: Insekten, Lurche, Säuger bis Rotwildgröße, Aas, Haustiere bis Jungrind, Honig, Gras, Getreide, Früchte, Beeren, Wurzeln, Pilze.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 2 1/2 bis 4 Jahren; Bärzeit von April bis Juni.

Trächtigkeitsdauer: 6 bis 8 Wochen ab November, davor Eiruhe.

Jungenaufzucht: 1 bis 3 blinde, nackte Junge; Säugezeit etwa 6 Monate; Führung durch die Mutter 1 bis 2 Jahre.

Verbreitungsgebiet:
Mittel- und Südeuropa – Restbestände in Spanien, Frankreichund Italien.
In Ost- und Nordeuropa sind die Bestände gesichert.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Luchs wild

Wildbiologie Luchs

26. September 2010 in Luchs

Schulterhöhe: bis 70 cm

Körperlänge: bis 130 cm

Gewicht: bis 30 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Luchs ist neben der Wildkatze der einzige Vertreter des katzenartigen Raubwildes (Feliden) in Europa. In Mitteleuropa wurde er im 19. Jahrhundert ausgerottet. Luchse wurden in den letzten Jahrzehnten an verschiedenen Stellen wieder eingebürgert (Steiermark, Kärnten). Er bewohnt als Einzelgänger große Waldgebiete, die er als “Pirschjäger” durchstreift. Das Streifgebiet eines Luchses umfasst ca. 10.000 ha, wobei sich die Gebiete mehrerer Exemplare überschneiden können. Die Läufe des etwa schäferhundgroßen Luchses sind verhältnismäßig lang, der Körper erscheint gedrungen, der Balg ist gelblichbraun ist mit dunklen Fecken übersät. Am runden “Katzenkopf” fallen ein dicht behaarter Backenbart, sowie die Haarbüschel an den Gehörspitzen (Pinselohr) und die Stummelrute auf.

Nahrung:
Nager, Schalenwild bis Rotwildkalb, Vögel bis Auerhahn, Schafe und Ziegen, seltener Aas

Fortpflanzung:
Geschlechtsreif mit 18 bis 30 Monate; polygam; Ranzzeit Februar/März.

Trächtigkeitsdauer:
70 bis 75 Tage

Jungenaufzucht: 2 bis 4 Junge; blind und schwach behaart; Säugezeit 5 Monate; Führung durch die Mutter ca. 12 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Skandinavien, Osteuropa, ehemaliges Jugoslawien, kleine Vorkommen in Österreich, Schweiz und Deutschland.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Marderhund

Wildbiologie Marderhund / Enok

26. September 2010 in Marderhund / Enok

Schulterhöhe: bis 22 cm

Körperlänge: bis 105 cm

Gewicht: bis 10 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Marderhund ist ein in Ostasien beheimatetes hundeartiges Raubtier und gehört wie der Fuchs zur Familie der Canidae. Sein graubrauner, dichter Balg kann zu Verwechslungen mit dem Waschbär führen. Er hat braten ähnlich dem Fuchs (Zehen- keine Sohlengänger), die buschige Lunte ist einfarbig (ohne Ringelzeichnung), und er klettert nicht. Die Spur ist geschränkt wie von einem kleinen Hund (nicht schnürend wie beim Fuchs).

Der Marderhund besiedelt vorwiegend Au- und Mischwälder im Flachland (bis max. 500 m Höhe), Schilfbestände an Gewässern und dringt dort  in die Feldflur vor.

Nahrung:
Als Allesfresser erbeutet er stöbernd und sammelnd überwiegend Kleintiere (Insekten, Mäuse, Vogeleier, Jungvögel, Lurche und Fische) und nimmt auch zusätzlich planzliche Nahrung (Beeren und Früchte) auf.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 8 bis 10 Monaten; Dauerehe; Ranzzeit Februar/März;

Trächtigkeitsdauer: 60 bis 63 Tage

Jungenaufzucht:
4 bis 8 blinde, behaarte Junge; Nesthocker; Führung 3 bis 4 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Die Heimat des Marderhunde ist das Amur- und Ussurigebiet in Ostasien. Er wurde im letzten Jahrhundert in der Ukraine als Pelztier angesiedelt. Von dort aus erfolgte eine selbständige Ausbreitung in Richtung Westen. Ende der 1980er Jahre erreichte er in Frankriech den Atlantik.

Projekt Enok & Waschbär in Österreich

Wildbiologie Waschbär

26. September 2010 in Waschbär

Schulterhöhe: bis 35 cm

Körperlänge: bis 100 cm

Gewicht: bis 7 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Waschbär ist ein Vertreter der Kleinbären (Procyonidae) aus Nordamerika. Vor etwa 70 Jahren wurden zwei Pärchen Waschbären in Nordhessen ausgesetzt; andere entkamen aus Pelztierfarmen. Seither hat sich der Waschbär weit verbreitet.

Sein dichter Balg ist silber- bis schwarzgrau, die buschige Rute schwarz geringelt; typisch ist seine schwarze Gesichtsmaske. Die Körpergröße ist etwas geringer als beim Fuchs. Ebenfalls typisch ist sein “Katzenbuckel” und seine springend-hüpfende Fortbewegungsart. Der Waschbär ist ein Sohlengänger und seine Vorderbranten setzt er geschickt als Greifhände ein, er schwimmt und klettert gut.

Nahrung:
Er ist ein vorwiegend nachtaktiver Allesfresser mit Vorliebe für Insketen, Mäuse, Vogeleier und Früchte.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 20 Monaten; Ranzzeit Januar bis März.

Trächtigkeitsdauer: 63 Tage

Jungenaufzucht:
2 bis 4 blinde, behaarte Junge; Säugezeit etwa 7 Wochen; Führung durch die Mutter ca. 6 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Die Heimat des Waschbären ist Nordamerika.  Aussetzungen bzw. entwichene Farmtiere begründeten Populationen in Europa.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Projekt Enok & Waschbär in Österreich

Wildbiologie Bisamratte

26. September 2010 in Bisamratte

Körperlänge: bis 40 cm

Gewicht: bis 1,2 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Bisam – laudläufig “Bisamratte” genannt – gehört zu der Familie der Wühlmäuse und ist dämmerungs- bzw. nachtaktiv.  Seine Gestalt ist ähnlich dem Biber, aber viel kleiner. Er wurde um 1900 aus Nordamerika als Pelztier eingeführt. Von Böhmen aus hat sich der Bisam seither über fast ganz Mitteleuropa an vielen Gewässern (Ausnahme sehr schnell fließende Geschässer) ausgebreitet und verursacht durch Unterwühlen von Dämmen und Ufern erhebliche Schäden.

Nahrung:
Überwiegend Wasser- und Uferpflanzen, Kuturpflanzen und seltener Muscheln.

Fortpflanzung:
Ranzzeit von Dezember bis Juni.

Trächtigkeitsdauer: 28 Tage

Jungenaufzucht:
4 bis 8 blinde, nackte Junge; pro Jahr bis zu 4 Würfe, Säugezeit ca. 18 Tage; selbständig mit 4 Wochen.

Verbreitungsgebiet:
Die Heimat des Bisams ist Nordamerika.  Erste Aussetzungen 1905 in Teichanlagen in der Nähe von Prag.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Hase Freie Wildbahn

Wildbiologie Schneehase

26. September 2010 in Schneehase

Körperbau:
Etwas kleiner als der Feldkase, Löffel nur kopflang, Balg im Winter weiß und im Sommer graubraun, Pfoten starkt behaart (Schneereifen).

Gewicht: bis 3,5 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Der Lebensraum des Alpenschneehasens liegt im Sommer vorwiegend über der Waldgrenze, im Winter auch im Bergwald bis um 800 m Höhe.  Der Schneehase wechselt sein weißes Winterhaaar im Mai bis Juni gegen das braungraue Sommerhaar. Der Wechsel des Sommerhaares gegen das weiße Winterhaar im Herbst erfolgt über einen längeren Zeitraum, so dass der Hase im Übergangshaar gescheckt ist.

Nahrung:
Im Sommer hauptsächlich Gräser und Kräuter, im Winter hoher Anteil an Zweigen (Knospen) und Rinde. Der Schneehase nimmt Blinddarmlosung auf (Coecotrophie).

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 8 bis 9 Monaten;  meist 2 Würfe

Tragzeit: ca. 48 Tage

Jungenaufzucht: 
2 bis 4  sehende und behaarte Junge; Säugezeit etwa 3 Wochen.

Verbreitungsgebiet:
Das Vorkommen des Alpenschneehasen ist auf die Hochlagen der Alpen beschränkt. Der Nordische Schneehase ist in Schottland, Irland, Skandinavien, Polen, Baltikum und Russland beheimatet.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Wildbiologie Steinmarder

26. September 2010 in Steinmarder

Körperlänge: 78 cm

Gewicht: bis 1,2 kg,

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Im Gegensatz zum seltenen Baummarder lebt der Steinmarder in zunehmenden Populationen oft in der Nähe menschlicher Siedlungen und ist bis in die Großstädte vorgedrungen (Hausmarder). Den Tag verschläft er auf Heuböden oder Speichern, unter trockenen Wegdurchlässen, in Stein- und Reisighaufen oder in anderen Schlupfwinkeln. In Wohngebäuden stört er durch nächtliches Rumoren auf Dachböden und macht sich unbeliebt durch zerbeißen von Kabel und Schläuchen von abgestellten Kraftfahrzeugen.

Nahrung:
Kleinnager, Kaninchen, Junghasen, Eier, Vögel bis Fasanengröße, Beeren, Obst, Weintrauben.

Fortpflanzung:
Gechlechtsreife mit 1 1/2 bis 2 1/2 Jahren; polygam; Ranzzeit Juli/August;

Trächtigkeitsdauer: 250 bis 280 Tage,  inkl. Eiruhe.

Jungenaufzucht:
2 bis 5 blinde, fast nackte Junge; Säugezeit etwa 8 Wochen; Führung durch die Mutter ca. 3 Monate.

Verbreitungsgebiet:
Fehlt in Island, Irland, Großbritannien und Skandinavien, sowie auf einigen Mittelmeerinseln, ansonsten flächendeckend in ganz Mittel- und Südeuropa (auch Türkei) beheimatet.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Murmeltier

Wildbiologie Murmeltier

26. September 2010 in Murmeltier

 

Körperlänge: bis 60 cm

Gewicht: bis 6 kg

Lebensweise und Lebensraumansprüche:
Das Alpenmurmeltier ist ein Nagetier aus der Familie der Hörnchen (Erdhörnchen); nahe Verwandte sind Steppenmurmeltiere in Asien und Nordamerika. Das Alpenmurmeltier lebt ganzjährig in den Hochlagen der Alpen oberhalb der Waldgrenze und überdauert dort den Winter als echter Winterschläfer in Erdbauten.Vor dem Winterschlaf wird der Kessel im Bau mit dürrem Gras ausgepolstert (keine Nahrung) und der Eingang  wird nach beziehen des Winterlagers von innen mit Erdreich verschlossen. Der Winterschlaf dauert von Anfang Oktober bis Ende April/Anfang Mai. Die Tiere senken dabei ihre Körperfunktionen (Atmung, Herztätigkeit und Rückbildung des Verdauungstraktes) und zehren von dem im Sommer angemästeten Fett. Sie erwachen im Frühjahr stark abgemagert.  Im Sommer leben die tagaktiven Murmeltiere als reine Pflanzenfresser von Gräsern und Kräutern der Bergmatten.

Nahrung:
Gräser und Kräuter der alpinen Matten und Viehweiden.

Fortpflanzung:
Geschlechtsreife mit 3 bis 4 Jahren; Bärzeit im Mai.

Trächtigkeitsdauer: ca. 34 Tage

Jungenaufzucht: 
2 bis 5 blinde, nackte Junge; Säugezeit etwa 6 Wochen;

Verbreitungsgebiet:
Alpen und Hohe Tatra, alle anderen Vorkommen in den verschiedenen europäischen Gebirgszügen gehen auf Aussetzungen zurück.

Quelle: “VOR und NACH der JAGDPRÜFUNG”, Krebs, blv

Wildbiologie Schwarzwild

21. September 2010 in Schwarzwild

Schulterhöhe:
bis 110 cm

Körperlänge:
bis 180 cm

Gewicht:
bis 350 kg

Lebensraumansprüche:
Sauen besiedeln alle Lebensräume, die ihnen ausreichend Fraß und Deckung bieten. Wasserzugang muss gewährleistet sein (zum Schöpfen und zum Suhlen).

Nahrung:
Allesfresser, Gräser und Kräuter, Waldfrüchte aller Art, Wurzeln und Knollen, im Feld hauptsächlich Hackfrüchte, Aas

Fortpflanzung:
Geschlechsreife mit 8 bis 9 Monaten, Haupt-Rauschzeit November und Anfang Dezember

Trächtigkeit:
ca. 114 Tage, Merksatz: “3 Monate, 3 Wochen, 3 Tage”

Verbreitungsgebiet in Europa:
Iberische Halbinsel, Mitteleuropa, Osteuropa

Quelle: Praxishandbuch Jagd, Kosmos