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Meine Erfahrungen in der Vorarlberger Jägerschule

Autor: Manuel Schmid

Schon sehr früh packte mich die Faszination des Jägerdaseins, als ich einmal meinen Großvater bei seinem Pirschgang als Jagdaufseher begleiten durfte. Inmitten der Schönheit der Natur und all den bewundernswerten Dingen, die sich in der „Wildnis“ unseres Alpenraumes abspielen, war mir schon damals klar: „ Des will I oh amol maha!“. Im Sommer 2011, nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Matura, dachte ich mir „jetzt oder nie“ und meldete mich für den Vorbereitungslehrgang zur Jagdprüfung an der Vorarlberger Jägerschule an. Heute, ein Jahr nach meiner Anmeldung zur Jagdschule, möchte ich meine gesammelten Erfahrungen und mein Erlebtes kurz Revue passieren lassen.

Die Anmeldungsmöglichkeiten, entweder direkt über die Volkshochschule Götzis oder über das Internetportal der Vorarlberger Jägerschaft, waren gut organisiert und leicht durchführbar. Die Kursgebühren von 700 Euro schienen zunächst etwas hoch, waren aber im Hinblick auf das Gebotene durchaus akzeptabel. Der Beginn meines Jungjägerlehrganges war genau am 11.11.2011, ein, wie ich finde, vielversprechendes Datum für einen erfolgreichen Kurs. Unterrichtstage waren überwiegend die Freitagabende, öfters auch Samstagvormittags oder hin und wieder Mittwoch- und Donnerstagabend. Jeweils mussten meine über 70 Klassenkameraden und ich für gute drei Stunden die Schulbank drücken. Stattgefunden hat der Unterricht im Lehrsaal des Bäuerlichen Schul-und Bildungszentrums in Hohenems. Auch das Unterrichtsklima war im Großen und Ganzen sehr angenehm.

Die Lehrinhalte des Kurses waren sehr breit gefächert und reichten von Weidmannstradition über Wildtierbiologie und Ökologie bis hin zum Jagdgesetz. Auch Naturschutz und Forstwirtschaft kamen nicht zu kurz. Dabei wurde jedes Unterrichtsfach von einer anderen Lehrperson unterrichtet. So bekamen wir Schüler die Möglichkeit, die einzelnen Inhalte von jeweiligen Experten auf ihrem Gebiet vorgetragen zu bekommen und konnten uns so die verschiedenen Meinungen und Erfahrungen anhören. Auch die Kursunterlagen, welche jedem Schüler bereit gestellt wurden, sind gut strukturiert und sehr informativ. Ein besonderes Highlight waren die unzähligen Exkursionen, wie beispielsweise ein Anschuss-Seminar, eine Unterrichtseinheit im Wildpark Feldkirch oder ein Besuch in der Silbertaler Waldschule. So wurden wir nicht nur theoretisch, sondern auch in der Praxis für unser späteres Jägerleben vorbereitet.

Zum Schluss möchte ich mich beim Schulleiter der Vorarlberger Jägerschule Mag. Jörg Gerstendörfer für sein Engagement, sowie die gute Organisation und Koordination bedanken. Ein weiterer Dank gilt allen Lehrpersonen, welche meine Jungjägerkollegen und -kolleginnen und mich bestens vorbereitet und aufgeklärt haben. Erst kürzlich, bei meinem ersten Murmeltierabschuss, konnte ich mich davon überzeugen, wie wichtig eine gute Ausbildung der Jäger im Jagdwesen ist und ich bin mir sicher, dass ich auch in Zukunft noch des Öfteren davon profitieren werde, was ich in der Vorarlberger Jägerschule gelernt habe.

Nähere Informationen zur Vorarlberger Jägerschule erhalten Sie HIER

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