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Mechanische Tierwelt

Die Ausstellung Mechanische Tierwelt in der inatura

24. Mai 2015

 

Die inatura verfolgt seit Jahren sehr erfolgreich das Grundkonzept, Natur – Mensch – Technik unter einem Dach und mit starkem Vorarlbergbezug zu präsentieren. In dieses Grundkonzept passt auch die neue Sonderausstellung perfekt.


Bunte Geschöpfe aus bedrucktem Metall erobern seit dem 8. Mai die Ausstellungsräume der inatura. Es ist eine besondere, eine auffallende, eine sehr ästhetische Sonderausstellung, welche in der inatura nun bis Anfang Oktober 2015 gezeigt wird. Ihre Artenvielfalt ist ebenso erstaunlich wie ihr Reichtum an Formen und Farben.

 

Die Ausstellung „Mechanische Tierwelt“ präsentiert originale Blechtiere aus der Zeit von 1900-1970 und setzt sie realen Sammlungsobjekten der inatura gegenüber. Großformatige Fotografien zeigen die „Wundertierchen“ auf spielerische Weise in ihren Lebensräumen. Man taucht ein in eine Zeit, in der Erfindungen wie Auto und Motorrad noch in den Kinderschuhen steckten und die „Eroberung“ der Welt in vollem Gange war. Die Neugierde an Technik und exotischen Tier- und Pflanzenarten war modern. Und wie ist das heute? Welche Schätze liegen in unseren naturwissenschaftlichen Sammlungen?

200 originale historische Blechtiere

„Mechanische Tierwelt“ ist eine Ausstellung der beiden Künstler Sebastian Köpcke und Volker Weinhold, welche die Neugierde, den Spieltrieb und die Entdeckungsfreude weckt. Dabei dreht sich alles um die Wertigkeit des Spielens, des Sammelns und die Freude und Neugierde an Technik und Mechanik. Wo sonst als in der inatura sollte eine solche Sonderausstellung Platz finden?! Die beiden Künstler Sebastian Köpcke und Volker Weinhold haben sich gemeinsam auf eine Fotosafari begeben und die „Mechanische Tierwelt“ für sich entdeckt. Der Artenreichtum und die gestalterische Vielfalt der historischen Blechtiere nahmen sie gefangen. An die 200 originale historische Blechtiere aus der Zeit von 1900-1970 können sie in der Zwischenzeit ihr Eigen nennen. In spielerischer Weise haben die Künstler die Tiere in ihr natürliches Umfeld versetzt, um sie darin mit der Kamera zu beobachten. Ergebnis dieser „Reise“ sind äußerst charmante und fantasievolle Fotographien, die auch in einem Bildband zusammengefasst wurden.

Auch wissenschaftliche Arbeit im Fokus der Ausstellung

Doch die neue Ausstellung bietet auch den Verantwortlichen der inatura eine hervorragende Möglichkeit, die Wertigkeit der oft versteckten wissenschaftlichen Arbeit und vor allem ihrer naturkundlichen Sammlung hervorzuheben. „Wir haben die farbenfrohe Welt der Spielzeugtiere zum Anlass genommen, in unserer Sammlung zu stöbern“, berichtet Mathias Gort, Mitarbeiter der inatura und Kurator der Sonderausstellung. Durch die Ausstellung gelangen nun Objekte, vor allem Tierpräparate, in die Schauräume der inatura, die ansonsten in den Archivregalen lagern und nur selten der Öffentlichkeit gezeigt werden.

Geschichte des Blechspielzeugs

Die Geschichte des Blechspielzeugs begann Ende des 19 Jahrhunderts mit den ersten industriell gefertigten mechanischen Spielzeugen. Durch Erschließung sämtlicher Erdteile erregten zeitgleich neu entdeckte, fremde Tierwelten ein wachsendes öffentliches Interesse. Von der wachsenden Popularität der Tierwelt versuchten auch Industrie und Handel zu profitieren. Es verwundert nicht, dass die frühe Produktreklame einem bunt bevölkerten Tierpark glich, in dem Frösche für Schuhcreme warben, Elefanten für Tee und Hunde für Schokolade und Zigaretten. Diese Werbemittel hatten einen erheblichen pädagogischen Wert, denn sie vereinten in sich den Wissensschatz breiter Bevölkerungsschichten. Vor diesem Hintergrund ist es leicht verständlich, dass auch die Spielzeughersteller alles daran setzten, mit einer artenreichen Tierwelt die Kinderzimmer zu erobern.

Quelle und weitere Informationen: inatura Dornbirn