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Mähtod – Wildtierverluste minimieren

27.04.2016

Rehgeiß mit Kitz

Die landwirtschaftliche Nutzung von Grünland formt einen wesentlichen Teil unserer Kulturlandschaft und schafft dadurch wertvollen Lebensraum für eine Vielzahl von heimischen Wildtieren. Dieser dient dabei nicht nur als Äsungsfläche, sondern auch als Deckung und Aufzuchtshabitat. Im Zuge der Mahd kommt es jedoch Jahr für Jahr zu hohen Verlusten an Jungtieren. Durch die zunehmend intensiver werdende Nutzung der Grünflächen sowie der stärkeren Technisierung, verbunden mit höheren Mähgeschwindigkeiten und breiteren Mähwerken, werden die Überlebenschancen für Wildtiere drastisch reduziert. Dadurch wird der Kulturlebensraum „Grünland“ immer mehr zu einer ökologischen Falle für zahlreiche Wildtierarten.

Die ersten Mahd des Jahres, Anfang bis Mitte Mai, deckt sich mit der Reproduktionszeit zahlreicher Arten und gefährdet neben Rehkitzen, jungen Feldhasen und diversen Bodenbrütern auch verschiedenste Amphibien- und Insektenarten sowie Kleinsäuger. Dabei wird evolutionär erfolgreiches Feindvermeidungsverhalten, wie das regungslose Verharren von Rehkitzen und Hasen, diesen Wildtieren im Kampf gegen die heutige Mahdtechnik zum Verhängnis.

Die Anzahl der getöteten beziehungsweise verletzten Wildtiere lässt sich nur sehr schwer abschätzen. Konservative Schätzungen gehen, allein beim Rehwild, österreichweit von rund 25.000 vermähten Kitzen aus.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Mai-Juni 2016)

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