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Lebensraumbeurteilung für Birkwild in Referenzgebieten in Vorarlberg

Birkwildprojekt_Bartholomaeberg

Wie in vergangenen Ausgaben der Vorarlberger Jagdzeitung berichtet, hat der Fachausschuss für Raufußhühner das „Birkwildmonitoring NEU“ erarbeitet. Hierfür wurden in den Jahren 2014 und 2015 in Kooperation mit dem Institut für Wildbiologie und Jagdwirtschaft der Universität für Bodenkultur Wien zwei Masterarbeiten initiiert (siehe Ausgaben Juli-August 2014 und November-Dezember 2015). Bereits in der Planungsphase wurden die verschiedenen Interessensgruppen mit eingebunden, um die Akzeptanz des Projektes und später auch der Ergebnisse so hoch wie möglich zu halten.

Praktikanten

Für Sommer 2016 wurden zwei Praktikantenstellen ausgeschrieben, um in den noch verbliebenen vier Referenzgebieten Lebensraumerhebungen durchzuführen. Unter den Bewerbungen wurden die zwei Masterstudenten Oliver Deck und Birgith Unterthurner ausgewählt.

Birgith Unterthurner

In den Monaten Juli und August 2016 wurden von den Praktikanten in den Referenzgebieten GJ Bartholomäberg, EJ Gräsalp, GJ Reuthe I und EJ Hirschberg Habitatkartierungen von Birkwildlebensräumen durchgeführt, wobei in erster Linie Daten über die Vegetation, sowie Präsenz-Absenz-Daten in Form von indirekten Nachweisen (Losung, Federn..) erhoben werden.

Oliver Deck

Methodik

Die Erhebungen wurden an den Kreuzungspunkten eines 100-m-Rasters durchgeführt, welche per GPS aufgesucht wurden. In einem Radius von 25m erfolgte anschließend für zwanzig Minuten eine genaue Untersuchung des Probekreises auf indirekte Nachweise von Birkwild. Wurden mindestens drei Nachweise (Federn, Losungswalzen, Huderstelle etc.) aufgefunden, so wurde dieser Probepunkt als Birkwildlebensraum eingestuft.

Die Untersuchungen wurden mit Ende August abgeschlossen. Anschließend erfolgt die Analyse der Daten. Mit der Datengrundlage wird sowohl ein mechanistisches (HSI-Modell), als auch ein statistisches Modell (Logistische Regression) erstellt, welche die maßgeblichen Parameter für die Habitateignung beinhalten. In weiterer Folge kann mithilfe dieser Modelle die Lebensraumqualität in anderen Gebieten beurteilt werden.

Dank

An dieser Stelle möchten wir uns herzlich bei all jenen Personen bedanken, welche in diesem Jahr ihren Beitrag zu dieser Studie geleistet haben: bei den Jagdschutzorganen Alfred Werle, Mario Bär, Roman Egender und Akad. Jagdwirt Jürgen Hagspiel, welche Praktikanten Birgith Unterthurner und Oliver Deck vor Ort unterstüttzen, sowie bei den Jagdpächtern, welche die Aufnahmen in ihrem Revier geduldet und gutgeheißen haben – Weidmannsdank!

Beitrag als pdf (Vorarlberger Jagdzeitung September-Oktober 2016)

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