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Leben auf Sparflamme: Winterschlaf bei Schwarzbären

Kann man bei Bären überhaupt von Winterschlaf sprechen? Ihre hohe Körpertemperatur während der Ruhezeit ließ Forscher immer wieder daran zweifeln. Ein Forscherteam um Øivind Tøien, Biologe an der University of Alaska Fairbank, hat nun bewiesen, dass Amerikanische Schwarzbären in der Tat im Winter auf Sparflamme fahren. Zudem räumen die Forscher mit ihrer Studie eine ganze Reihe falscher Annahmen aus.

„Langsam wird unter Winterschlaf nicht mehr bloß eine Absenkung der Körpertemperatur verstanden, sondern vor allem das Sparen von Energie“, so Tøien auf Amerikas größtem Forschungskongress – dem AAAS-Treffen in Washington, DC.

Die Studie zeigt, dass die Senkung der Stoffwechselaktivität während des Winterschlafs nicht unbedingt temperaturabhängig ist. Schwarzbären haben im Durchschnitt eine Körpertemperatur von 37 Grad Celsius. Während des Winterschlafs kann diese auf bis zu 30 Grad abfallen. Doch sobald sich die Körpertemperatur eines Bären der 30-Grad-Marke näherte, wurde er von einem Schüttelfrost erfasst, der so lange anhielt, bis das Tier sich wieder auf 36 Grad erwärmt hatte. Dieser Zyklus setzte sich im Abstand von mehreren Tagen den ganzen Winter hindurch fort. Der Stoffwechsel der Tiere wurde während des Winteschlafs auf 25 Prozent der Normalleistung reduziert.

Der Vorteil der relativ hohen Körpertemperatur ist beim Erwachen aus dem Winterschlaf zu sehen, denn diese dauert bei den Amerikanischen Schwarzbären nur wenige Minuten. „Sie sind sehr viel schneller wieder betriebsbereit“, so die Forscher. Tatsächlich haben die Bären in der Studie fünf bis sieben Monate ohne Essen, Trinken und Urinieren verbracht, bis sie ihre Höhlen in nahezu derselben körperlichen Verfassung verlassen haben, in der sie zuvor waren. Besonders auffällig war dabei auch, dass weder Muskeln noch Knochen abgebaut worden sind.

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