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Keine Kontrollfüchse mehr für die Tollwutüberwachung

Mit Erlass vom Dezember 2012 stellt der Bund die Tollwutüberwachung in Österreich um.

Während es bisher eine fixe Anzahl an Kontrollfüchsen waren (für Vorarlberg 104), sollen .

  • Verdachtsfälle: jedes Wildtier, das auf Grund des geänderten Verhaltens den Verdacht auf Tollwut nahe legt (zB Angriffslust, Aggressivität, Verlust der Scheu vor Menschen, Aufnahme nicht artgemäßer Nahrung…)
  • Indikatortiere: das sind Füchse und Dachse, die entweder tot aufgefunden worden sind (als Fallwild) oder im Straßenverkehr getötet worden sind (Unfallwild). Auch Marderhunde und Waschbären wären als Indikatortiere einzusenden, allerdings kommen sie in Vorarlberg nicht oder kaum vor. Nicht zu den Indikatortieren zählen jedenfalls Marder, die als Fallwild oder Unfallwild anfallen.

Zur Einsendung ist Fallwild natürlich nur dann geeignet, wenn der Erhaltungszustand eine Untersuchung des Gehirns noch zulässt. Fortgeschrittene Verwesung oder Skelettierung oder gar das Fehlen des Hauptes sind Ausschließungsgründe für eine Untersuchung.

Einzusenden ist jedenfalls das Haupt. Wenn es nicht abgetrennt wird, ist der ganze Tierkörper einzusenden. Ein Abbalgen vor der Einsendung ist möglich.

Die Einsendung erfolgt wie gewohnt über die Veterinärabteilung der Bezirkshauptmannschaft, für die Bezirke Bregenz und Dornbirn über die Veterinärabteilung des Landes, welche sich hinter der BH Bregenz befindet.

Obwohl Verdachtsfälle jedenfalls untersucht werden müssen (Jagdgesetz!), zahlt der Bund eine Prämie aus. Die Prämie beträgt für Verdachtsfälle wie für Indikatortiere, welche von Jägern vorgelegt werden, einheitlich Euro 25.-

Da in Zukunft gegenüber den Kontrollfüchsen sicher vermehrt ganze Tierkörper eingesandt werden, werden wir bei diesen eine Untersuchung auf Echinokokken (Fuchsbandwurm) durchführen lassen, um einen aktuellen Verbreitungsstatus zu erheben.

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