•  
  •  

Jungjägerseminar – Behandlung erlegten Wildes und Fuchsseminar

Wertvolle Praxiseinheiten im Wildpark Feldkirch

Die angehenden Jungjäger des diesjährigen Jahrgangs 2018/19 trafen sich am 01.12.2018 wie gewohnt im Wildpark Feldkirch zur 1. Praxiseinheit ihrer Ausbildung. Die perfekte Ergänzung zu der am Donnerstag davor gelehrten Theorieeinführung in das Thema „Wildbrethygiene“, referiert durch Gotthard Schwarz.

Treffpunkt war um 09:00 Uhr im Wildpark wo die wissenshungrigen Jungjägeranwärter bereits erwartet wurden. Auch das Wetter meinte es gut mit den Seminarteilnehmern. Nach einer kurzen Einweisung über den Tagesablauf ging es zu Fuß los zur ersten Station des Vormittags wo bereits 3 Stück Rotwild, erlegt am selben Morgen durch den Betriebsleiter des Wildparks Christian Ammann, für die angehenden Jungjäger bereitgelegt wurden. Dabei handelte es sich um 2 Stück Alttiere sowie einem Hirschkalb. Zu Beginn wurden nochmals grundlegende Gepflogenheiten, Tradition, Jägersprache und Bewusstsein in der gesamten Gruppe vor der Strecke besprochen.

20181201_091202

Anschließend wurden die knapp 100 Kursteilnehmer unter der Leitung von Hubert Loretter, Christian Ammann und Gotthard Schwarz in 3 Gruppen aufgeteilt, um die 3 Stücke fachgerecht aufzubrechen. Handwerkliches Geschick, geballtes Fachwissen sowie zig Jahre an Erfahrung der 3 Lehrenden bot den Teilnehmern die Möglichkeit ihre offenen Fragen bestmöglich zu klären. Zudem ergab sich auch für den ein oder anderen Teilnehmer die Möglichkeit selbst Hand anzulegen – beispielsweise beim Auslösen der Drossel oder dem Abtrennen der Läufe. Einzelne Schritte werden im realen Fall oft situationsbedingt oder ohnehin erst in der Wildkammer durchgeführt. Um den Teilnehmern nichts vorzuenthalten, wurden der Vollständigkeit halber jedoch so viele Schritte wie möglich angewandt. Etwa das Abtrenner der Lauscher, das Öffnen des Schlosses oder das Auslösen der Lichter. Nachdem alle 3 Stücke aufgebrochen waren, wurden diese umgehend von Christian Ammann zur weiteren Verwertung abtransportiert.

Fuchsseminar

Der zweite Teil des Seminars behandelte das Abbalgen eines Rotfuchses – in den selber Gruppeneinteilung wie zuvor beim Rotwild. Auch hier konnten die Schüler erneut von dem umfangreichen Fachwissen der 3 Lehrenden profitieren. Als Wiederholung wurden, wie beim Rotwild zuvor, die einzelnen Körperteile, die Lebensweise, die Bejagung und Krankheiten besprochen, bevor es ans Werk ging. Immer unter strenger Beachtung der Jägersprache! Parallel zum Abbalgen wurden wieder etliche Unklarheiten der Teilnehmer beseitigt. Unter anderem wurde dabei über die Verwertung des Fuchses und über das Gerben des Balgs gesprochen.

Durch das Aufteilen in kleine Gruppen war es möglich detaillierter und besser auf Fragen aller einzelnen einzugehen. Dadurch gewann das Seminar zusätzlich enorm an Qualität. Zumal die Kursteilnehmer mit den unterschiedlichsten Vorkenntnissen zu dem informationsreichen Vormittag erschienen sind.

Die 3. und letzte Station war der gemeinsame Ausklang ab ca. 12:30 bei dem alle zu Speis und Trank noch die Möglichkeit hatten sich untereinander, sowie mit den Lehrenden auszutauschen und das Gelernte zu festigen.

Im Namen aller Kursteilnehmer ein herzliches „Waidmannsdank“ an alle Beteiligten für die Organisation und Durchführung.

Schreibe einen Kommentar