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Jubiläums-Festakt in der Villa Maund

100 Jahre Vorarlberger Jägerschaft

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„Grüoß Gott und Weidmannsheil im Wauld“. Mit diesen Worten wurden die Gäste am 16. Juni von einem Bregenzerwälder Kindertrachtenpärchen beim offiziellen Festakt zur 100 Jahrfeier in der Jagdvilla Maund begrüßt. Begleitet wurden sie dabei von der Jagdhornbläsergruppe Kleinwalsertal unter der Leitung von Hornmeister Florian Ritsch.

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In seiner Eröffnungsrede richtete Landesjägermeister Christof Germann den Blick vor allem in die Zukunft. Unter anderem sprach er über die Entwicklung des Vereins, den Trend zur Jagd sowie den steigenden Frauenanteil in der Jägerschaft. Bei den aktuellen Themen betonte er besonders dein Einsatz für die heimischen Wildtiere und ihre Lebensräume. Anlässlich des runden Geburtstags richtete er aber auch Wünsche in Richtung der Politik. Darunter fallen etwa die striktere Umsetzung der Wildruhezonen sowie die dringende Umsetzung der Jagdgesetznovelle.

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Interessante Einblicke in die Gründungsgeschichte des Vorarlberger Jagdschutzvereins 1919 gab Roland Moos. Er erzählte von der Entwicklung der Jagd in Vorarlberg und den damals großen Einflüssen durch Pächter aus der Schweiz und “hohem” Jagdbesuch aus England. Dabei betonte er den großen Einsatz der Gründerväter und hob dabei besonders die Wichtigkeit des damaligen Bregenzer Bürgermeisters Dr. Ferdinand Kinz hervor.

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Im Anschluss präsentierte Geschäftsführer Gernot Heigl das Jubiläumsmagazin „Mythos Jagd“. Das Ziel dieses Magazins soll es sein, nicht nur Jägerinnen und Jäger anzusprechen, sondern die vielfältigen Aspekte der Jagd auch der nichtjagenden Öffentlichkeit näher zu bringen.

Salzburgs Landesjägermeister Maximilian Mayr-Melnhof lobte die Pionierarbeit, die die Vorarlberger Jägerschaft in vielerlei Hinsicht bereits geleistet hat. Begonnen bei der wildökologischen Raumplanung und der Initiative „Respektiere deine Grenzen“. Diese Projekte werden und wurden gerne auch von anderen Bundesländern aufgegriffen. In dieser Hinsicht betonte Mayr-Melnhof die Wichtigkeit der gegenseitigen Unterstützung und wenn nötig auch der Maßregelung. Auch die wildökologische Raumplanung von Großräubern sei für die Zukunft essenziell. Hier müsse ein ausgewogenes Miteinander, ein Diskutieren auf Augenhöhe und die Aufteilung der Verantwortung geschehen.

Auch Landwirtschaftskammerpräsident Josef Moosbrugger richtete seine Glückwünsche an die versammelten Jägerinnen und Jäger. Nach Dankesworten und Glückwünschen ehrte Landeshauptmann Markus Wallner den Hegeobmann Josef Beck und Roland Moos für ihre vielfältiges und langjähriges Engagement für die Jagd, ihre Verdienste in der Jägerschaft und um das Land Vorarlberg. Herzlichen Weidmannsdank!

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Nach einer Stärkung am reichhaltigen Bregenzerwälder-Buffet bestand für zahlreiche Interessierte noch die Möglichkeit an einer besonderen Führung durch die Villa Maund, geleitet von Roland Moos, teilzunehmen.

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