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Jagd & Natur TV: Rotwild-TBC – Wie viel Abschuss stoppt die Seuche?

Jagd und Natur TV ist ein TV-Kanal mit Fokus auf Naturpflege und Jägerei in der Alpenregion.

Rotwild-TBC – Wie viel Abschuss stoppt die Seuche?

Die Tuberkulose beim Rotwild ist in Österreichs Westen, aber auch im angrenzenden Allgäu und Bereichen der Schweiz seit vielen Jahren ein brennendes Thema. Um der Bedrohung Herr zu werden, fordern speziell die Vertreter der Landwirtschaft großflächige Vollreduktionen des Wildbestandes. Die Jägerschaft kritisiert, dass die Bekämpfung durch Ausrottung keine Lösung und weder machbar noch sinnvoll sei.

Beim 22. Großen Jagdtalk im historischen Waffensaal von Steyr Mannlicher, gehen wir der Frage nach, welche Strategien und Maßnahmen künftig von Nöten sind um effektiv und nachhaltig der TBC Herr zu werden. Welche Rolle spielt dabei die Jagd und wo ist die Politik gefordert?

Diese spannenden Fragen erörtert eine fachkundige Expertenrunde unter Moderation von Hannes Krautzer.

Es diskutieren:

  • OVR Univ. Doz. Dr. Armin DEUTZ, Wissenschaftler und Amtstierarzt: „Die Tuberkulose ist nicht vergleichbar mit anderen Seuchen – sie erfordert deshalb spezifische Bekämpfungsmaßnahmen. Bei Wildtierseuchen kommen in der Bekämpfung noch Unsicherheiten wie tatsächliche Populationsgrößen, Wanderbewegungen, nicht aufgefundenes Fallwild sowie die Bereitschaft aller Beteiligten hinzu.“
  • HR Dr. Josef Kössler, oberster Landesveterinär in Tirol: „Die TBC kann man nicht aussitzen!“
  • Kammerrat Andreas Bitschnau, Landwirt und Funktionär der Vorarlberger Landwirtschaftskammer: „Erhaltung gesunder Nutztier und Wildbestände durch flächendeckende restriktive TBC Bekämpfungsmaßnahmen, sowie zukünftig eine grundlegende Neuausrichtung der Rotwildbewirtschaftung.“
  • Wildmeister Helmut Neubacher, gerichtlich beeideter Sachverständiger für das Jagdwesen: „Die Bekämpfung von Tuberkulose bei Wildtieren in unserer Kulturlandschaft hat oberste Priorität. Den Beitrag, den die Jagd hierzu leisten muss, ist allen anderen Intentionen an der jagdlichen Nutzung der vorrangigen Zoonosenbekämpfung kompromisslos unter zu ordnen.“
  • OR Dr. med. vet. Johannes Fritz, Amtstierarzt: „Wir sind im Vollzug für Tiergesundheit und Lebensmittelsicherheit verantwortlich!“
  • Manfred Vonbank, Bezirksjägermeister Bludenz und Obmann des Verbands Vorarlberger Jagdschutzorgane: „Es braucht viel mehr, als nur die Jägerschaft, um diese Erkrankung eindämmen zu können.“
  • Dr. med. Ernst Albrich, Humanmediziner und ehemaliger Landesjägermeister von Vorarlberg: „Die Bekämpfung der Tuberkulose beim Rotwild erfordert höchsten Einsatz von Seiten der Jagd, aber ebenso von Veterinärbehörden und Politik. Es ist zu befürchten, dass mit den derzeitigen Maßnahmen keine langfristige und dauerhafte Sanierung erzielt wird.“

Jagd & Natur TV – Rotwild-TBC – Wie viel Abschuss stoppt die Seuche?

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