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Jagd kann von Grundstückseigentümern nicht verboten werden

21.12.2016

Rechtsbeirat Dr. Tobias Gisinger

Im Oktober 2016 befasste sich der Verfassungsgerichtshof (VfGH) mit einer Beschwerde eines vegan lebenden Juristen und Kärntner Grundbesitzers, der auf seinem Grundstück in Spittal an der Drau die Jagd aus ethischen Gründen nicht länger dulden wollte. Der Beschwerdeführer beantragte bei der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau seine Grundstücke für „jagdfrei“ zu erklären. Dies mit der Folge, dass auf diesen Grundstücken alle jagdlichen Maßnahmen zu unterlassen sind.

Der Beschwerdeführer begründete den Antrag damit, dass er die Jagd grundsätzlich ablehne, was sich etwa in seiner beinahe veganen Lebensweise zeige. Er trete für eine natürliche Regulierung des Wildbestandes durch die Wiederansiedelung von Bären, Luchsen und Wölfen und die Unterlassung von Fütterungsmaßnahmen ein. Die Beschwerde wurde von der Bezirkshauptmannschaft Spittal an der Drau und vom Landesverwaltungsgericht Kärnten abgewiesen. In der Folge zog der Jurist und Veganer mit einer Beschwerde vor den VfGH, da er wegen „der Anwendung von verfassungswidrigen Gesetzesbestimmungen des Kärntner Jagdgesetzes in seinen Rechten verletzt worden sei“.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Jänner-Februar 2017)

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