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Jagd im Spannungsfeld aktueller Herausforderungen

Aigen_Gruppenfoto_2016

Vom 25. bis 26. Februar lud die HBLFA Raumberg-Gumpenstein zum 22. Mal zur jährlich stattfindenden österreichischen Jägertagung nach Aigen im Ennstal ein. Das Thema der diesjährigen Tagung lautete „Jagd im Spannungsfeld aktueller Herausforderungen.“

Auch in diesem Jahr veranstaltete der Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane eine Weiterbildungsfahrt zur Österreichischen Jägertagung. Zirka 850 Teilnehmer aus ganz Österreich und den angrenzenden Ländern – darunter knapp 40 Vorarlberger – haben mit großem Interesse an dieser Tagung teilgenommen.

Herausforderung

„Wildtiere und Wildlebensräume werden von vielen Landnutzern beeinflusst. Die Grundeigentümer als Inhaber des Jagdrechts und die Jägerinnen und Jäger können diese Beeinflussung nur zu einem Teil mitgestalten. Zur Bewältigung der Herausforderungen für die Jagd ist eine dauernde Auseinandersetzung mit allen wesentlichen Lebensraum-Faktoren notwendig – auch mit den nichtjagdlichen Lebensraum-Partnern.

Ein konstruktiver Dialog erfordert von den Jägerinnen und Jägern ein Mindestmaß an Fachwissen über die Auswirkungen all dieser Faktoren und auch über die Motive und Einstellungen anderer Landnutzer. Und es braucht die Bereitschaft, sich mit aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen kritisch – auch selbstkritisch – zu befassen. Die Einstellung zu Wildtieren und zur Jagd verändert sich, wodurch sich auch die rechtlichen Rahmenbedingungen ändern können. Denn wie an den Entwicklungen in anderen Ländern deutlich wird, ist es keine unumstößliche Tatsache, dass zur Jagd zum Beispiel auch das Recht zur Hege gehört. Und es ist auch keine Selbstverständlichkeit, dass die Landnutzer auf das Lebensrecht der Wildtiere und auf deren Bejagbarkeit oder gar „Bewirtschaftbarkeit“ Rücksicht nehmen.“, so im Vorwort zur 22. Österreichischen Jägertagung.

Vorarlberger Beteiligung

Auch in diesem Jahr stand wieder ein Referent aus Vorarlberg auf dem Programm: DI Hubert Schatz stellte für den leider verhinderten RJ Edwin Kaufmann das Naturschutzgebiet Faludriga-Nova als „Positiv-Beispiel für die Lösung von Wildschadensprobleme“ vor. Die Begrüßung und Einleitung des zweiten Tagungstages durch LJM Reinhard Metzler musste von diesem aufgrund der gerade aktuellen Tbc-Fälle in Vorarlberg abgesagt werden.

Die Österreichische Jägertagung stellt einen Fixpunkt im Veranstaltungsjahr der Vorarlberger Jagdschutzorgane dar. Sowohl die Fachvorträge im Rahmen der Jägertagung als auch die gemeinsame Busfahrt (einen herzlichen Dank hier an Bertram Felder, der uns auch in diesem Jahr wieder bestens betreut hat) und Unterkunft und das gemütliche Beisammensein am Abend mit vielen Gesprächen und auch Diskussionen sind ebenso spannend und wichtig, um Kontakte zu pflegen und Freundschaften zu knüpfen.

Dank

Einen Weidmannsdank an den Obmann der Vorarlberger Jagdschutzorgane KR RJ Manfred Vonbank für die Organisation dieser jagdlichen Weiterbildungsfahrt – es war wie immer eine Reise wert! Einen herzlichen Weidmannsdank an dieser Stelle aber vor allem auch an die Sektion Dienstnehmer der Vorarlberger Landwirtschaftskammer für die Übernahme der Fahrtkosten sowie an die Vorarlberger Jägerschaft, welche die Tagungsgebühr für die Vorarlberger Teilnehmer bezahlt hat.

Das Tagungsprogramm sowie sämtliche Vorträge finden Sie HIER

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