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Jägerschaft bereit zur Vollbejagung in TBC-Kernzonen

01.03.2016

Rotwild_Kahlwild äsend_Christian Ammann

Die Vorarlberger Jägerschaft bekennt sich zur Vollbejagung in den TBC-Kerngebieten im Silber- und hinteren Klostertal. Darüber hinaus streben die Jägerinnen und Jäger auch eine Vollbejagung in den TBC-Randzonen an, um die Thematik der landwirtschaftlichen Heimbetriebe zu entlasten und noch mehr zuverlässige Daten zum tatsächlichen Grad des TBC-Befalls von Rotwild zu erhalten. Sollte es als Folge daraus zu Verlagerungen der Wildbestände in die TBC-Beobachtungszonen geben, sagt die Vorarlberger Jägerschaft bereits jetzt schon die freiwillige Übernahme höherer Abschusszahlen zu.

„Wir haben die vergangenen Tage intensiv zu Absprachen mit allen Hegeobleuten des Landes, den Behörden und anderen Interessensgruppen genutzt. Dabei zeigte sich eine große Bereitschaft der Vorarlberger Jägerschaft, das TBC-Problem noch intensiver anzugehen. Bereits vergangene Woche sind beispielsweise 20 Stück Rotwild im hinteren Klostertal geschossen worden, sodass wir in dem Gebiet derzeit von einem Bestand von nahezu Null ausgehen können“, sagt der Bludenzer Bezirksjägermeister Manfred Vonbank.

Vollbejagung schwierig, aber möglich

Die Vorarlberger Jägerschaft bestätigt auch, dass interne Gespräche eindeutig ergeben haben, dass eine Vollbejagung in den betroffenen TBC-Gebieten im hinteren Klostertal schwierig, aber möglich sein wird. Im Silbertal kann dies nach Angaben von Manfred Vonbank nur großteils zugesichert werden, weil „einige Grundbesitzer im Montafon immer noch nicht definiert haben, was sie wollen. Auf deren Kooperation werden wir aber angewiesen sein. Das Jagdrecht liegt beim Eigentümer“, so Manfred Vonbank.

Jägerschaft an sachorientierter Lösung interessiert

„Wir verstehen die Emotionen, die sich aus dem TBC-Problem ergeben. Das darf aber nicht dazu führen, dass es zu Panik- oder Überreaktionen kommt. Daher möchte die Vorarlberger Jägerschaft weiterhin als Stimme der Vernunft zur sachorientierten Lösung des TBC-Problems beitragen. Das Problem ist erkannt und wir handeln im Rahmen unserer Möglichkeiten. Das setzt voraus, dass neben den Jägerinnen und Jägern auch Grundbesitzer, Landwirte und Behörden ihren Teil der Verantwortung übernehmen“, sagt Landesjägermeister Reinhard Metzler.

Task Force hat Arbeit aufgenommen

Inzwischen hat auch die von der Vorarlberger Jägerschaft unter Beiziehung externer Experten installierte Task Force ihre Arbeit aufgenommen. Erste Ergebnisse werden für den Monat März erwartet. Auch der Dialog mit allen Interessensgruppen wurde intensiviert. Unter anderem wird es auf den 11. Oberländer Jägertagen am 18. März eine öffentliche Diskussion zum Thema „Jagdrecht – Grundbesitz und Jagd“ mit Jagd- und Eigentumsvertretern geben.

Pressekontakt

Reinhard Metzler, Vorarlberger Landesjägermeister, M: 0664/3405066
Manfred Vonbank, Bludenzer Bezirksjägermeister, M: 0664/4646568

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