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Internationale Jagdkonferenz

Autor: Mag. Karl Sirowatka, Geschäftsführer Steirische Landesjägerschaft 

 Gegründet wurde die Internationale Jagdkonferenz (IJK) im Laufe des Jahre 1963, wobei die Initiative zu diesem Gremium wesentlich von Deutschland, Liechtenstein, Südtirol und Österreich ausgegangen ist. Jagdverantwortliche aus diesen Ländern trafen sich in diesem Jahr erstmals und besprachen für das Jahr 1964 eine erste größere Zusammenkunft in Salzburg. Man kam überein, als Konferenzsprache Deutsch zu wählen und deutschsprechende oder deutschverstehende Jagdverbände einzuladen. Die Intention war, Themen, die die Jagd in allen Mitgliedsländern betreffen, möglichst umfangreich zu diskutieren und Zukunftsstrategien zur Erhaltung der Wildtiere und der Jagdausübung in Europa gemeinsam auszuarbeiten und dann auch zu leben. 

So gesehen hat die IJK schon sehr früh erkannt, dass der Schutz der Wildlebensräume eine internationale Herausforderung ist. Auch galt es, Strategien zum Transport dieser Botschaft zu erarbeiten. Daneben wollte und will man natürlich auch auf gerade aktuelle Themen eingehen und zu einem umfassenden Überblick über die Verschiedenartigkeit der Behandlung einzelner Probleme in den Mitgliedsländern kommen. 

Die IJK ist ein loser Zusammenschluss der Jagdverbände von Österreich, Deutschland, Liechtenstein, Luxemburg, den Niederlanden, der Schweiz und Südtirol ohne Statuten und ohne Mitgliedsbeiträge. Die ursprünglich auch teilnehmenden Jagdverbände aus Belgien und Dänemark haben seit 20 Jahren keine Vertreter mehr zu den jährlichen Tagungen entsandt. Der Präsident der IJK (seit 2006 LJM DI Heinz Gach, vorher durch 10 Jahre LJM Klaus Stocker und davor durch viele Jahre LJM Dr. Gerhard Anderluh) koordiniert Themen und Ort der Tagungen. Die jeweiligen Mitgliedsverbände richten abwechselnd die jährlichen Tagungen aus. 

Tagung 2011 – „Jugend und Jagd“ 

Kinder und Jugendliche werden die Gesellschaft von morgen bilden und dann den Umgang mit der Natur gestalten. Deshalb ist es eine Aufgabe von heute, ihnen die Natur nahe zu bringen und Verständnis zu wecken. 

Dies ist ganz besonders eine Aufgabe der Jägerschaft, die mit der Natur umgeht. Jagd ist gleichermaßen Naturschutz und nachhaltige Nutzung, Handwerk und Kultur. Deshalb gehört das Weitergeben von Kenntnissen und Erfahrungen aus diesem Bereich zu den Kernaufgaben der Jägerinnen und Jäger. 

Aus dieser Erkenntnis heraus widmete die Internationale Jagdkonferenz dem Thema “Jugend und Jagd“ ihre diesjährige Tagung, die vom 23. bis 25. Juni 2011 auf Einladung des Burgenländischen Landesjagdverbandes in Illmitz am Neusiedlersee / Österreich stattfand. 

In den einzelnen Fachreferaten wurden wichtige Erkenntnisse vermittelt: 

Ing. Roman Bunyai betreut die “Werkstatt Natur” des Burgenländischen Landesjagdverbandes und macht  jährlich etwa 10.000 Kinder mit den Vorgängen in der Natur, mit der heimischen Tier- und Pflanzenwelt und einem zeitgemäßen Zugang zur Natur vertraut. “Kinder begeistern und Lehrer beeindrucken”, ist das Motto seiner Arbeit. 

“Lernort Natur” ist eine Initiative des Deutschen Jagdschutz Verbandes, welche schon seit 20 Jahren intensiv und erfolgreich verfolgt wird. Ralf Pütz sieht die wichtigste Aufgabe in der Wissensvermittlung an Kinder und Lehrer über die Basis der Landesjagdverbände.  

Eine Anwendungsmöglichkeit aus der Praxis zeigte Tina Niklas von der Jägerstiftung Natur und Mensch auf:  Mit dem von Sponsoren finanzierten Lernort-Natur-Koffer soll bei den Lehrern naturkundliches Wissen und praktische Anwendung unterstützt werden. 

Foto: Weger
Teilnehmer u.a. LJM Dr. Ernst Albrich mit Gattin und Waldpädagogin Ingrid Albrich

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