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Hubertusfeier auf der Schattenburg

Bei herbstlicher Stimmung konnte am 4. November auf der Schattenburg die traditionelle Hubertusfeier des Bezirk Feldkirch mit Dompfarrer Rudolf Bischof gefeiert werden. Bezirksjägermeister Reinhard Metzler konnte sich über einen Besucherrekord freuen und viele Ehrengäste, Jägerinnen, Jäger und Freunde der Jagd, die Jagdhornbläsergruppe Feldkirch und den 1. Vorarlberger Jägerchor, welche für die musikalische Umrahmung der Feier sorgten, begrüßen. LJM Dr. Ernst Albrich und Landesrat Ing. Erich Schwärzler überbrachten Grußworte und gratulierten zur gelungenen Veranstaltung.

Dompfarrer Rudolf Bischof wünschte allen von Herzen den Engel der Ruhe, dass er immer bei uns sei, dass er uns ausruhen lasse, wenn wir wieder einmal in Hektik geraten. „Aber man muss auch selbst Rast einlegen auf den vielen Wegstrecken des Alltages, wenn man sich in Hetze treibt, dass man den Engel in Ruhe neben sich nicht übersieht und er dazu keine Chance hat dir zu helfen.“

Hubertusansprache

In der Hubertusansprache erwähnte BJM Reinhard Metzler, dass die Jagd im Geiste des heiligen Hubertus nicht einfach als Fleischgewinn zu betrachten sei, sondern auch eine Verantwortung für das Wild und den Wildlebensraum zu übernehmen sei. Ein Anliegen sei ihm, „ Die Jagd im Wandel“. Die Jagd selbst, aber auch die Rahmenbedingungen seien seit einiger Zeit einem tiefgreifenden Wandel unterlegen, welcher rasant an Dynamik gewinne. Der Wandel sei durchaus positiv. Jagen sei kein elitäres Hobby mehr für wenig Reiche, sondern eine Leidenschaft für viele. Dies beweise die Tatsache, dass bei der Hubertusfeier zwanzig JungjägerInnen und zwei Jagdschutzorganen die Zeugnisse überreicht wurden. Vielen gehe es nicht um die aktive Ausübung der Jagd, sondern auch um das bessere Verständnis der Zusammenhänge und der Übernahme von Verantwortung für die Natur. Das Interesse, die Freude und der Genuss an der Natur seien etwas wertvolles, das vielen Menschen zuteil werden solle. Das große Interesse am Lebensraum Natur von verschiedenen Seiten muss aber zwangsläufig auch zu Konflikten führen. Jeder habe aus ihren Anliegen heraus ganz unterschiedliche berechtigte Interessen. Jäger, Forstwirte, Landwirte, Naturschützer und eine bedeutsame Gruppe Touristen. Sorge bereite ihm, dass die Ansprüche an die Natur zunehmend auf dem Weg der kompromisslosen Konfrontation durchgesetzt werden wolle. Die Nutzung gehe nur in einem respektvollen Miteinander, Respekt gegenüber der Natur, ein Aspekt, der gerade bei den Jägern in allerbesten Händen liege. Verantwortungen sollten angenommen und konstruktiven Lösungen zugeführt werden und nicht durch Konfrontationen gelöst werden. „Wir Jäger müssen künftig noch deutlicher machen, welch wichtigen Beitrag wir zur Erhaltung der Wildlebensräume leisten. Welche Mühen und Verantwortung wir für die Bestandesregulierung auf uns nehmen, mit höchstem Respekt für die Tierwelt. Nicht nur uns Jäger müsse unsere gemeinsame Verantwortung für die Natur als Wildlebensraum wieder stärker bewusst werden. Wir Jäger müssen deutlich machen, welchen hohen Stellenwert das weidgerechte Jagen hat, was für alle anderen Freunde und Nutzer der Natur heißt, unsere Anliegen zu verstehen und uns Jäger als wichtigen Bestandteil unserer natürlichen Umgebung zu begreifen und zu respektieren.“

„Jung und Alt – verbunden durch die Tradition“ – Verleihung der Zeugnisse

BJM Reinhard Metzler betonte, dass die Verantwortung der Traditionen des Hegens und Pflegens, des Schützen und Bewahren, von den JungjägerInnen wahrgenommen werden und als Würde erwiesen werden sollen. Sie seien die Zukunft und würden die Sache eines Tages weiter tragen und seien in der Bezirksjägerschaft herzlich willkommen. „Ich weiß, dass manch Älterer die Jungen wie Gegner betrachtet und auch behandelt.“ Den Altjägern wolle er ans Herz legen, dass wir nur miteinander und mit Willen zur Verständigung die Zukunft meistern können, und dass das auch für uns Jäger untereinander gelte. Ein wichtiges Aufgabenfeld für Altjäger sei es, den wertvollen Geist der Tradition im besten Sinne an die Jungjäger weiterzugeben.

Neben dem Jägerbrief erhielt jeder Jungjäger einen Gutschein für einen Pirschgang, was zur Weitergabe alter Traditionen an die Jungjäger bestens genutzt werden könne.

Liste der JungjägerInnen und Jagdschutzorgane 2011

Weidgerechte Hirschjäger

Eine Tradition bei der Hubertusfeier im Bezirk Feldkirch ist der Jägerschlag, welcher jedes Jahr zelebriert wird. Zu weidgerechten Hirschjägern wurden Roland Mayerhofer, Johannes Summer und Christian Ammann geschlagen.

Nach den Feierlichkeiten wurde der Abend in gemütlicher Runde musikalisch von den Marinos unterhalten. Den Organisatoren, allen Helferinnen und Mithelfern einen herzlichen Weidmannsdank für die sehr gelungene und stimmungsvolle Veranstaltung.

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