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Hegeobmann RJ Edwin Kaufmann – HG 1.1

Revierjäger Edwin Kaufmann, Hegeobmann der HG 1.1, im Interview:

Wie sind Sie zur Jagd gekommen?
Mein Vater und mein Großvater waren schon jagdlich tätig. So ist es wahrscheinlich nicht verwunderlich, dass auch ich von Kindesbeinen an mit der Jagd verwurzelt bin.

Das „draußen sein“ in der Natur und somit auch in der Nähe der Wildtiere hat mich schon immer fasziniert. So legte ich mit 17 Jahren die Jagdprüfung ab, und bekam dann pünktlich zu meinem 18. Geburtstag meinen ersten Jagdschein. Zwei Jahre später machte ich dann die Probejahre mit anschließender Prüfung zum Jagdschutzorgan. 1992 übernahm ich eine Berufsjägerstelle im Revier Faludriga – Nova.

Warum haben Sie sich entschieden, sich der Wahl zu stellen und das Amt anzunehmen?
Seit 15 Jahren war ich schon im Ausschuss der HG 1.1 und in den letzten drei Jahren Obmannstellvertreter. Erst nach einer Besprechung im Ausschuss und mit einigen Mitgliedern der HG habe ich dann entschieden, mich der Wahl zu stellen.
Der Vertrauensvorschuss aller Mitglieder der HG motiviert einen umso mehr, alles Mögliche zu tun, um die Interessen der Jagdnutzungsberechtigten zu vertreten.

Da ich berufsbedingt fast täglich mit der Jagd zu tun habe, sah und sehe ich dieses Amt als Obmann einer HG, als eine Herausforderung. Es gibt einem die Möglichkeit nicht nur die Interessen der JNB zu vertreten, sonder auch die Ansprüche des Wildes weiterzugeben.

Was nehmen Sie sich vor bzw. was wollen Sie erreichen – wie sehen Sie die jagdliche Entwicklung (Rotwild) in Ihrer Hegegemeinschaft?
Unter „Hege“ verstehe ich Lebensraumerhaltung. Es muss uns allen gelingen, Lebensräume der Wildtiere zu erhalten, bzw. wo noch möglich, zu schaffen.

Nur wenn alle Naturnutzer (Jäger, Grundbesitzer, Touristik usw.) hier in einem Boot sitzen, profitieren nicht nur die Wildtiere sonder schlussendlich alle davon. Ich sehe mich hier als ein „Zahnrad“ in einem Uhrwerk.

Es muss uns gelingen, nach einer Reduktion der Wildbestände, die auch in unserer HG an gewissen Orten unumgänglich ist, das Wild wieder so zu behandeln, dass es nicht nur noch als Schädling angesehen wird! Mehr Toleranz gegenüber dem Mitgeschöpf.

Durch die teilweise überhöhten Wildbestände, ist bei einigen Grundbesitzern die Vertrauensbasis zur Jägerschaft vor Ort getrübt. Hier wird man nur durch Handeln – Umsetzen diverser Vorgaben wieder das Vertrauen finden können bzw. müssen.

Natürlich ist es auch ein Ziel von mir, die „Wildschaden-Kontrollsystem-Auswertung“ auf ein verträgliches Maß zu bringen, so dass auch von Seiten des Forstes wieder Ruhe einkehrt.

Beitrag in der Vorarlberger Jagd & Fischerei Jänner 2011 – pdf zum ausdrucken

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