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Hasenpest – Tularämie

20150318-Hase_Reinhard Hellmair

Nachdem im heurigen Frühjahr einzelne Fälle von Hasenpest im Bodenseeraum (Deutschland) auftauchten, wurde in den vergangenen Wochen drei Fälle von Tularämie in Vorarlberg bekannt.
Beitrag auf orf.at

Eine weitere Ausbreitung der Krankheit ist nicht auszuschließen und somit erhöhte Aufmerksamkeit gefordert!

Information zur Krankheit

Die Hasenpest wird durch den bakteriellen Erreger Francisella tularensis ausgelöst.

Da die Dichte an Feld- und Schneehasen aktuell durch milde Winter in den letzten Jahren sowie einen verminderten Druck durch Prädatoren relativ hoch ist, besteht beim Ausbruch der Krankheit die Möglichkeit einer epidemieartigen Ausbreitung.

Betroffene Tiere gehen an einer akuten, hochfieberhaften Infektionskrankheit in kurzer Zeit zugrunde. Wenn die Krankheit längere Zeit in einem Land heimisch ist, kommen auch chronische Krankheitsbilder mit Abmagerung und schlechtem Allgemeinzustand vor.

Verendeter Feldhase – Was tun?

Merkblatt für JägerInnen

Da der Erreger über die Körperflüssigkeiten austreten kann, besteht im Umgang mit den Kadavern Infektionsgefahr für andere Tiere (Mäuse, Ratten, Hunde, Katzen…) und Menschen! Bei chronisch kranken Tieren ist der ganze Tierkörper und Aufbruch als infektiös anzusehen.

Auch andere Tiere und der Mensch können an fieberhaften Allgemeinerkrankungen (grippeähnlich) erkranken! Daher sollen allenfalls auftretende Kadaver sicherheitshalber mit Handschuhen (Einmalhandschuhe aus der Drogerie) angefasst und in dichte Plastiksäcke verpackt werden, Verschluss mit dichtem Knoten oder besser mit Kabelbinder.

Insbesondere da in Vorarlberg erst einzelne Fälle bekannt sind, ist die Veterinärabteilung auf Einsendematerial angewiesen. Tote Tiere – sofern nicht eine klare Todesursache wie ein Verkehrsunfall vorliegt – sollen daher gesichert und über den jeweiligen Amtstierarzt zur Einsendung gebracht werden.

Nach dem Kontakt mit möglicherweise infiziertem Material sollen Hände gewaschen, Kleidung gewechselt und Schuhe ggf. mit Desinfektionsmittel besprüht werden!

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