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Glückliche JungjägerInnen 2017 mit „Grüner Matura“

Jungjaegerfest 2017_4

Autorin: Marion Eckert-Krause

Um den Abschluss des Schuljahres und die erfolgreich bestandenen Prüfungen, die „grüne Matura“ zu feiern, versammelte sich die JungJägerInnenschar am 10. Juni im Übersaxener Dorfsaal. Erleichterung seitens derer, die im ersten Durchgang bestanden haben und Optimismus bei denen, die im September ihre zweite Chance bekommen, waren „revierübergreifend“ spürbar.

Alle Anstrengungen haben sich gelohnt – so oder so!

In Übersaxen – dem schönsten Platz unter Vorarlbergs Sonne – fanden sich gut gelaunt und neugierig auf die Überraschungen des Organisationskomitees über 100 Teilnehmende mit und ohne Begleitung sowie einige Referenten, Prüfer und Jägerschulleiter Mag. Jörg Gerstendörfer, sowie zu später Stunde die stellvertretende Feldkircher Bezirksjägermeisterin Birgit Stieger ein.

Für die Kulinarik konnte aus eigenen Reihen Grillsam Catering überzeugt werden, die mit Chefin Sabine Trillsam und ihrer Brigade für reibungslosen Service und hervorragende Speisen und Getränke sorgten.

Verwöhnt wurden die Gäste mit frischem Aperitif, Salatvariation mit Spargel an Himbeer-Walnussdressing und Rindsscherzel mit Preiselbeer-Camembertsauce, bevor zu fortgeschrittener Stunde die Erdbeere von der Limette geküsst wurde.

Durch den Abend führte Moderatorin Dr. Marion Eckert-Krause, im späteren Verlauf des Abends unterstützt durch Andreas Rietzler – nämlich bei der Versteigerung des Top-Highlights.

„Wenn aus „Wild“fremden Freunde werden“ – kann nur ein Organisationskomitee entstehen!

Das Organisationskomitee 2017: v.l. Andreas Rietzler, Andreas Isele, Christoph Hartmann, Meinrad Fritsch, Marion Eckert-Krause, Peter Breuß, Merle Jutz, Stefan Fritsch

Das Organisationskomitee 2017: v.l. Andreas Rietzler, Andreas Isele, Christoph Hartmann, Meinrad Fritsch, Marion Eckert-Krause, Peter Breuß, Merle Jutz, Stefan Fritsch

Das Organisationskomitee hatte für das Gelingen des Abends schon im Vorfeld und zwar seit Januar 2017 alles gegeben, um Sponsoren aufzutreiben, die Musiker Üsaxbrass unter Vertrag zu nehmen, die Schuhplattler Zwischenwasser auf einige Showeinlagen einzuschwören und für eine ferme Dekoration zu sorgen.

Diese Leistung wurde mit viel Applaus belohnt, denn dass sich nahezu „Wildfremde“ aus Vorarlberg, Schweiz und Liechtenstein mit mehr oder weniger deutschen Wurzeln in kürzester Zeit zu einem funktionierenden Team zusammenraufen, ist keine Selbstverständlichkeit.

Und dann war noch die Idee, Lose weidgerecht zu präparieren

Das Organisationskomitee, bestehend aus Peter Breuss, Andreas Isele, Andreas Rietzler, Christoph Hartmann, Merle Jutz, Michael Geiger, Meinrad Fritsch, Stefan Fritsch und Marion Eckert-Krause bereisten das Allgäu, den Schwarzwald und streckten die Fühler bis Wien aus, um Preise zu bekommen, die eines Jägers/einer Jägerin auch würdig sind. Nicht zu vergessen, die 1300 Lose, die alle einzeln in leere Patronenhülsen gesteckt werden mussten.

Zeit, Danke zu sagen!

Danke an alle, die über diese vergangenen aufregenden, spannenden, zermürbenden, stressigen Monate mit Geduld und Verständnis, Liebe und Zuneigung aufgebracht haben. Und auch an die, die ihre Zweifel, ob der immense Stoff bewältigbar ist, professionell kaschieren konnten oder sogar Freude an der Jagd entwickelt haben und die Schusszeiten schneller konnten als der Prüfling selber.

Die gut sechs Monate dauernde, berufsbegleitende und Wochenende belegende knackige Ausbildung bot Raum für:

  • einen Stundenplan voller spannender Themen
  • viele Referenten und eine Referentin, die begeistertern konnten
  • Theorie zur Vorbereitung und Praxis zur Vertiefung des Wissens
  • Gruppendynamik mit viel Disziplin und Aktivität
  • einen Rüffel, weil im Klassenzimmer nicht mit Bier gefestet werden durfte, auch wenn das im Rahmen einer Einstimmung auf eineTreibjagd im Schwarzwald geschah

Zahlen, Daten, Fakten – alles ist nichts ohne Statistik

Nachdem Jörg Gerstendörfer ein paar statistische Zahlen offenlegte und sich freute, dass um die 70% der SchülerInnen im ersten Anlauf die Prüfung schafften, konnte das Organisationskomite mit weiteren Zahlen, Daten und Fakten aufwarten.

  • 554 Preise wurden vom Organisationskomitee gesammelt
  • Gefühlte 1000 Sponsoren kontaktiert
  • Unzählige Stunden mit Planung, Organisation, Management, mit Preise sortieren, bewerten, packen, Lösle in Patronenhülsen schieben, Bühnenbild gestalten und aufbauen etc.
  • Hunderte Emails, Whatsapps, Telefonate
  • Über 2000 Fragen und Anworten ins ANKI eingetöckelt (Peter)
  • 40 Stunden für 10 Publikationen in vjagd eingesetzt (Marion)

Losglück, Sponsorendank und eine Versteigerung der besonderen Art

Loos-Fee Lina Breuß macht GewinnerInnen

Loos-Fee Lina Breuß macht GewinnerInnen

Zwischen Hauptgang und Dessert der Losverkauf, der sich als absoluter Renner entpuppte und die Nachfrage war fast größer als das Angebot. Beeindruckend! Der Clou an den Losen: Jede vermeintliche Niete hatte die Chance zum Hauptgewinn zu werden – eigenen Namen draufgeschrieben und ab damit in die Lostrommel. Von der ordnungsgemäßen Durchmischung der Lose überzeugte sich Loos-Fee Lina Breuß immer wieder und zauberte mit ihrem Griff in die Papierschnipsel in über 20 Gesichter strahlendes Lächeln. (Anmerkung der Autorin: Handgeschriebene Namen sind nicht immer gut zu lesen. In der Gewinnerliste wird daher keine Gewähr auf alles gegeben)

Ein ganz herzlicher Dank mit donnerndem Applaus ergeht an alle Sponsoren und Spendenden.

Stets guten Anblick!

Wer gedacht hat, dass die Verlosung der Hauptgewinne den Höhepunkt des Abends darstellte, wurde durch die unermüdliche Kreativität des Organisationskomitees überrascht. Die Krönung des rauschenden Festes war die Versteigerung eines Hochsitzes aus harzig, duftendem Holz, garniert mit einem Wurstpaket und etwas gehörigem zu trinken.

Mit Geduld und überzeugenden Argumenten – die Moderatorin raffte auf Idee von Andreas Rietzler die Röcke und kletterte auf den Hochsitz – wechselte dieses Exemplar samt einigen Beigaben für einen zünftigen Ansitz den Besitzer und spülte dem Organisationskomitee eine gehörige Summe in den Topf. Und so ist der Jahrgang 2016/2017 in der glücklichen Lag erwirtschaftete 2000 € zu vergeben.

Eintausend Euro vom Reinerlös gehen an den Verband der Vorarlberger Jagdschutzorgane. Weitere 1000 Euro, so wurde vom Organisationskomitee beschlossen, werden für einen sozialen Zweck gespendet. Und der stand bei Redaktionsschluss noch nicht fest. Hierüber und über die Schecküberreichung sowie das Aufstellen des Hochsitzes bei Ersteigerer Matthias Konzett aus dem Thüringerberg mit Üsaxbras-Begleitung wird gesondert berichtet werden.

Kommentar
Als Moderatorin des JungJägerInnenjahrgangs war ich viel unterwegs, habe viele Fragen beantwortet und selber viele gestellt – unter anderem auch dem OK. Alle haben fast einstimmig gefunden, dass wir eine wirklich gute Gruppe geworden sind und auch weiterhin noch vieles gemeinsam in Feld und Flur machen wollen. Dass hier wildfremde aus dem Vierländereck sich so sympathisch gefunden haben, dass sie die nicht unerhebliche Arbeit einer Festorganisation auf sich genommen haben, ist allein schon großartig. Die Übersaxener „Mafia“, wie Jörg Gerstendörfner titelte, nebst uns „Dütschen“ und der Neu-Österreicherin mit dem verdächtig deutschem Nicht-Dialekt, fanden fast einstimmig die gleichen Worte: Ausbildung und Fest und Zusammenhalt waren großartig. Referenten, Exkursionen, Fest-Idee, Durchführung, alles drumherum. Vielleicht war das Fest etwas zu früh zu Ende, meinte einer als leichte Kritik an und lächelte verschmitzt, aber da werden wir dran arbeiten – auch wenn unser JungjägerInnenfest natürlich ein einmaliger Höhepunkt in unseren Leben bleiben wird.

Marion Eckert-Krause

 

Ein Kommentar zu “Glückliche JungjägerInnen 2017 mit „Grüner Matura“

  1. Es war schon hart, das Fest durchzuziehen und dabei gleichzeitig zu wissen, dass die Nachprüfung in Jagdrecht lauert, während alle anderen befreit und ausgelassen feiern konnten. Aber zum Glück gibt es ferme Bande unter der JungJägerinnenschaft und einen kaum fassbaren Zusammenhalt und so wird man einerseits nicht fallengelassen, andererseits wird sogar mitgeübt und mitgefiebert und daher kann nun mit dem heutigen Tage des 1. September 2017 und bestandener Jagdrecht-Nachprüfung auch ich (und einige andere, die es erwischt hatte…) endlich aufatmen und mich über eine komplett bestandene Jägerprüfung freuen. Uff… was für ein aufregendes Jahr 2017! WMG und stets guten Anblick :-)


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