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Giftfälle bei Wild- und Haustieren – Ein Leitfaden

…ein wirklich sehr praxistauglicher Ratgeber für Vergiftungsfälle, den Jäger und Jagdaufseher kennen sollten!

LEITFADEN (pdf)

„Das Auslegen von Giftködern und das Vergiften von (Wild-) Tieren ist in Österreich nach den Landes- jagdgesetzen, den Landesnaturschutzgesetzen, dem Bundestierschutzgesetz, sowie dem Strafgesetz- buch verboten. Es treten allerdings immer wieder Fälle auf, in denen gegen dieses Verbot verstoßen wird.

Eingesetzt werden Giftköder im Wesentlichen in zwei voneinander unterschiedlich zu bewertenden Fällen:

Einerseits wird Gift immer wieder von Hunde- und Katzenhassern eingesetzt, um sich unliebsamer Haustiere in der Nachbarschaft zu entledigen.

Andererseits wird Gift vereinzelt noch immer zur Dezimierung von Raubwild und dabei in erster Linie zur Bekämpfung von Greifvögeln, wie z.B. dem Mäusebussard, verwendet. Da das Auslegen von Giftködern jedoch keine selektive Tötungsmethode darstellt, sind auch andere seltenere und bedrohte Arten, wie z.B. der Seeadler, vom Auslegen von Giftködern betroffen. Auch Wildtiere, wie Füchse und Marder, aber auch Haustiere, wie Hunde und Katzen, werden gelegentlich Opfer derartiger Giftköder.

Dieser Leitfaden wurde für Exekutivbeamte und Tierärzte erstellt und möchte die Vorgehensweisen in beiden Fällen behandeln. Der Schwerpunkt liegt aber auf der Vorgehensweise in jenen Fällen, in denen (Wild-)Tiere mit Verdacht auf Vergiftung im Freiland gefunden werden. Die Hinweise, die hier gegeben werden, sind nicht als verpflichtende Handlungsanweisungen gedacht. Intention dieses Leitfadens ist es, nützliche Informationen zu geben und mit der Checkliste einen möglichen gangbaren Standardablauf aufzuzeigen.“

Quelle: Giftfälle bei Wild- und Haustieren. Ein Leitfaden für den Umgang mit Giftfällen und nützliche Hinweise für deren Aufklärung

Dieser Leitfaden wurde vom WWF Österreich in Zusammenarbeit mit den Landesjagdverbänden der Länder Niederösterreich, Oberöster- reich und Burgenland, dem Lebensministerium unter Mithilfe der Veterinärmedizinischen Universität Wien sowie dem Bundeskriminalamt und den Umweltgruppen der Landespolizeikommandos erstellt.

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