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Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft

Bild 1_GV Jaegerschaft 2017

Am 12. Mai 2017 fand im Ramschwagsaal in Nenzing die Generalversammlung der Vorarlberger Jägerschaft statt. Landesjägermeister Sepp Bayer konnte eine Vielzahl an Ehrengästen begrüßen, u.a. die Abgeordneten zum Nationalrat Dr. Reinhard Bösch und Norbert Sieber, die Landtagsabgeordneten Christof Bitschi, Joachim Weixelbaumer, Christian Gantner, Christoph Metzler, Bezirkshauptmann Dr. Johannes Nöbl, Landesforstdirektor DI Andreas Amann, Landeswildbiologe DI Hubert Schatz, Landesveterinär Dr. Norbert Greber, Ing. August Elsensohn, DI Günter Osl und viele andere mehr.

Gesamt haben 168 von 255 Delegierten die Generalversammlung besucht, die Beschlussfähigkeit war somit gegeben.

Bericht des Landesjägermeisters

„Nach dem Rücktritt von LJM Reinhard Metzler wurde ich am 27. Jänner im Rahmen einer Vorstandsitzung als Landesjägermeister kooptiert und habe in der darauf folgenden Zeit, gemeinsam mit den Stellvertretern Christian Gassner und Christoph Breier sowie mit der Unterstützung von Gernot Heigl, Monika Dönz-Breuß, den vier Bezirksjägermeistern und dem Rechtsbeirat Dr. Tobias Gisinger versucht, die Vorarlberger Jägerschaft zu führen und zu leiten. Mit Stand 31.03.2017 zählt die Vorarlberger Jägerschaft 2230 Mitglieder, dies sind um 65 mehr als vor einem Jahr.“
Aktuell findet die Evaluierung des WSKS statt. Unter der Leitung von Prof. Reimoser soll aussagekräftiges, verbessertes System ausgearbeitet werden. Ich hoffe, es wird ein vertrauenswürdiges Instrument geschaffen und bitte um eine größere Einbringung der Jäger.
Für die hervorragende Abschussplanerfüllung in Vorarlberg, speziell auch in den Problemgebieten, gebührt den zuständigen Jägern und Jagdschutzorganen große Anerkennung.
Auf Bundeseben wird zur Zeit ein gemeinsamer Dachverband angestrebt – Dachmarke Jagd (siehe auch Seite xx).
Die Vorarlberger Jagd & Fischerei hat sich zu einem Magazin mit sehr hohem Niveau entwickelt. Hier ergeht ein Dank an alle Mitwirkenden, dem MediaTeam, den Bezirksredakteuren und der Hauptverantwortlichen Monika Dönz-Breuß. An dieser Stelle möchte ich anmerken, dass uns auch einmal bewusst wird, dass unser Verein je Mitglied 20,50 Euro plus 6x Portokosten für diese Jagdzeitung aufzunehmen hat. Wenn wir dem den Mitgliedsbeitrag von EUR 30,00 gegenüberstellen, wird dieser Mitgliedsbeitrag alleine für die Jagdzeitung aufgebraucht.

Abschließend möchte ich mich bei den 130 aktiven Funktionären im Verein und all jenen, welche bei den verschiedensten Veranstaltungen der Vorarlberger Jägerschaft mithelfen, mit einem kräftigen Weidmannsdank bedanken. Auch den Mitgliedern der Fachausschüsse, den Jagdhundeclubs und allen, die sich in der Jägerschule engagieren, den Kulturträgern – den Jagdhornbläsern und den Mitgliedern des Jägerchor – entbiete ich ein kräftiges Weidmannsdank.
Unserem Landesrat, der Jagdabteilung August Elsensohn, unserem Wildbiologen, der Landesforstabteilung, dem Landesveterinär, und allen weiteren Institutionen, mit welchen wir immer wieder Kontakt haben, danke ich ebenfalls.
Besonders bedanken möchte ich mich aber bei euch Jägerinnen und Jägern – ihr alle tragt dazu bei, wie die Jagd in Vorarlberg gesehen wird – ihr seid die ersten Botschafter draußen und ich bitte euch, dies weiterhin mit großer Sorgfalt zu tun.“

Rechenschaftsbericht

Im Jagdjahr 01.04.2016 bis 31.03.2017 stehen den Gesamteinnahmen von EUR 294.166,45 Gesamtausgaben von EUR 341.792,60 gegenüber – somit entsteht ein Abgang von EUR 47.626,15.

Das Vermögen auf den Konten der Landeskassa beträgt per 31.03.2017 EUR 268.883,99, das Gesamtvermögen per 31.03.2017 EUR 431.635,87. Dies ergibt einen Abgang von EUR 61.265,21.

Gerhard Humpeler und Santer Christof haben am 5. April 2017 die Kassagebarung der Vorarlberger Jägerschaft in der Geschäftsstelle geprüft. Der Abrechnungszeitraum umfasste die Zeit 01.04.2016-31.03.2017. Die Prüfung der Belege mit den Aufzeichnungen erfolgte stichprobenweise, hierbei ergaben sich keine Beanstandungen

Die Rechnungsprüfer beantragen, dem Finanzreferenten Karlheinz Jehle für die ausgezeichnete und übersichtliche Führung der Finanzen zu danken und ihm und dem Landesvorstand die Entlastung zu erteilen. Die Abstimmung erfolgte einstimmig.

Satzungsänderungen

Rechtsbeirat MMag. Dr. Tobias Gisinger präsentierte die Satzungsänderungen:

Anforderungen:

  • Zwischen LJM, 1. LJM-Stv. und 2. LJM-Stellvertreter sollen möglichst keine Hierarchiestufen mehr gegeben sein – im Vordergrund steht das Team
  • Moderne und flexible Gestaltung des LJM durch mögliche Rotation

Empfehlung des Rechtsbeirats:

  • Der Vorstand besteht gemäß § 15 Abs b.) unter anderem aus bis zu vier gleichwertigen Landesjägermeister-Stellvertretern. (bisher erster und zweiter Landesjägermeisterstellvertreter)
  • Der Vorstand hat das Recht, die Funktion des Landesjägermeisters und seiner Stellvertreter innerhalb der in § 15 Abs 1 lit a, b und f genannten Mitglieder des Vorstands zu wechseln, ohne dass es einer – allenfalls nachträglichen – Zustimmung der Generalversammlung bedarf.

Vereinsrechtlich wird der Landesjägermeister als oberstes Organ festgelegt, intern soll aber eine Gleichberechtigung stattfinden. Der Landesjägermeister kann auch innerhalb der Periode rotiert werden – aus rechtlicher Sicht eine zukunftsträchtige Veränderung für unseren Verein.

Der Antrag des Rechtsbeirates wird mit drei Gegenstimmen beschlossen.

Satzung in der Fassung vom 12. Mai 2017

Dank den ausscheidenden Vorstandsmitgliedern

Alt-LJM und BJM Reinhard Metzler: Reinhard hat mit viel Engagement ein ungeheures Pensum bewerkstelligt und speziell auch in der turbulenten Tbc-Phase die Jägerschaft vertreten – Weidmannsdank!
LJM-Stv. Univ.Doz. Dr. Christoph Breier: er ist als kooptierter LJM-Stv. sofort zur Verfügung gestanden und hat sich immer wieder äußerst aktiv im Vorstand eingebracht – Weidmannsdank!
Mag. Gerhard Lotteraner: er war als Vertreter der Bezirksgruppe Bregenz im Vorstand bestellt, wird uns aber weiter als Rechnungsprüfer zur Verfügung stehen – Weidmannsdank!

Neuwahlen

Vorschlag des Vorstandes:

Landesjägermeister Josef Bayer
Landesjägermeister-Stv. Dr. Christoph Germann
Landesjägermeister-Stv. Jürgen Rauch
Rechtsbeirat MMag. Dr. Tobias Gisinger
Schriftführer Gernot Heigl, MSc
Finanzreferent Akad. JW Karlheinz Jehle
Vertreter der im Ausland wohnhaften Mitglieder Eberhard Baron v. Gemmingen-Hornberg
Vertreter Jagdschutzorgane RJ Edwin Kaufmann
Rechnungsprüfer Christof SanterGerhard HumpelerMag. Gerhard Lotteraner (Ersatz)

 

Vorstellung der zur Wahl stehenden Landesjägermeister-Stellvertreter:

Dr. Christoph Germann: Vor zehn Jahren Jagdprüfung, vor zwei Jahren die Prüfung zum Jagschutzorgan. Jagdlich daheim im Klostertal Stubiger Alpe, Montafon, heute jagdlicher Schwerpunkt in Bildstein. Jagd ist für Christof Germann Ausgleich zum Beruf, Naturerlebnis, und hat sehr hohen Stellenwert. Jagd wurde für ihn zu einem persönlichen Anliegen. Wild hat in unserer Gesellschaft keinen Vertreter – Germann möchte als Vertreter für das Wild und des Lebensraumes eintreten. Vernünftiger Dialog mit anderen Interessen auf fairer Basis.

Mag. Jürgen Rauch: Mittlerweile seit 22 Jahren im Familienunternehmen tätig (Rauch). Durfte bereits in der frühen Jugend seinen Vater zur Jagd begleiten. Heute jagt er vor allem im Montafon (Gauertal, Tilisuna). Ihm ist es ein Anliegen, die Jagd in der Öffentlichkeit besser darzustellen. Er sieht hier insbesondere die Chance, bei den Kindern und Jüngeren anzusetzen.

Bild 2_GV Jaegerschaft 2017

Der Antrag des Vorstandes wurde en bloc abgestimmt und mit 1 Gegenstimme und 1 Stimmenthaltung angenommen.

Die neue Führung der Vorarlberger Jägerschaft: v.l. BJM Dr. Wolfgang Hofmann (Feldkirch), LJM Sepp Bayer, BJM Martin Rhomberg (Dornbirn), LJM-Stv. Dr. Christof Germann, BJM Hans Metzler (Bregenz), LJM-Stv. Mag. Jürgen Rauch, BJM RJ Manfred Vonbank (Bludenz)

Die neue Führung der Vorarlberger Jägerschaft: v.l. BJM Dr. Wolfgang Hofmann (Feldkirch), LJM Sepp Bayer, BJM Martin Rhomberg (Dornbirn), LJM-Stv. Dr. Christof Germann, BJM Hans Metzler (Bregenz), LJM-Stv. Mag. Jürgen Rauch, BJM RJ Manfred Vonbank (Bludenz)

Grußworte

LAbg. Christian Gantner gratuliert für die nicht einfache aber seriöse Abwicklung der Generalversammlung, sie zeige ein Bild des Zusammenhaltes und der Einheit. „Die Jagd hat in Vorarlberg bereits sehr lange Tradition und hat schon lange Verantwortung für Natur, Lebensraum, Wald und Wildtiere übernommen. Der Raum für Wildtiere wird immer kleiner – die Aufgaben für Jäger immer größer. Seit mehreren Jahrzehnten ist der Wald insbes. Schutzwald für die Vorarlberger Jägerschaft ein großes Anliegen. Ich freue mich, dass das teilweise kritisierte WSKS evaluiert wird und danke den Beteiligten.“ Sieht eine Zukunft des Miteinanders.

LJM Toni Larcher (Tirol): „Ich hatte in den wenigen Wochen bereits mehrmals Kontakt mit LJM Sepp Bayer. Mich verblüfft der Mut und der Schritt zu der Satzungsänderungen. Sepp Bayer hat eine große Herausforderung angenommen, ich spreche hier aus eigener Erfahrung. Die österr. Jagd muss zukünftig mit einer Stimme nach außen sprechen und ich appelliere um Rückhalt aus der Basis. Nur eine Dachmarke bietet die Möglichkeit, die Jagd in Zukunft weiterzugeben.“

LWK-Vizepräsident DI Hubert Malin: „Ich gratuliere dem neu gewählten Vorstand. Die Herausforderung ist groß, aber durch die Zusammenarbeit des neuen Teams und der Behörden und Interessensvertreter wird es möglich sein, dass durch einen gemeinsamen Weg der Einsatz für eine gemeinsame Sache angetreten werden kann.

LAbg. Joachim Weixlbaumer: „Wir müssen in dem angesprochenen angebotenen Dialog mit Selbstvertrauen hineingehen. Es muss der Öffentlichkeit bewusst gemacht werden, dass Jagd auch harte Arbeit ist. Von Systempartnern wird ein gewisser Respekt gegenüber der Jagd eingefordert, um gemeinsam ein Ziel im Bereich Wald-Wild gewährleisten zu können.

Peter Mayrhofer, Präsident Fischereiverband Vorarlberg: „Zwischen Jägern und Fischern gibt es viele Gemeinsamkeiten – Nutzung, aber auch Hege und Pflege. Öffentlichkeitsarbeit ist ein sehr wichtiges Thema, besonders in dieser Zeit da eine große Angriffsfläche durch die Nutzung entsteht. Die Tätigkeit soll nicht auf das Jagen und Angeln reduziert werden, sondern auch auf die breite Palette an Tätigkeiten erweitert werden.“

Dr. Andreas Schmidt, Alpenverein: „Wir haben 25.000 Mitglieder in Vorarlberg, Naturnutzer und Naturschutzverein. Ich möchte das Angebot von Dr. Germann annehmen. Uns ist bewusst dass man die Natur nicht ohne Einschränkung nutzen kann.“

Anton Schneider, Naturwacht: „Viele Jäger haben bereits die Ausbildung zum Naturwächter absolviert. Ich danke für die guten Freunde in der Jagd!“

Abschließend bedankte sich der Landesjägermeister bei der Bezirksgruppe Bludenz, im speziellen der Hegegemeinschaft 4.2 unter Hegeobmann Josef Beck, für die Ausrichtung der Generalversammlung, sowie bei Gernot Heigl MSc und Mag. Monika Dönz-Breuß für die Vorbereitung der Veranstaltung.

Die musikalische Umrahmung der Generalversammlung erfolgte durch die Jagdhornbläsergruppe Bludenz.

Die musikalische Umrahmung der Generalversammlung erfolgte durch die Jagdhornbläsergruppe Bludenz.

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