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Gemeinsame Problemlösung

Jaeger und Fischer Dornbirn 2017

Traditionell fand in Dornbirn am 3. Juni 2017, bei schönstem Wetter und besten Wasserbedingungen, das gemeinsame Fischen des Fischereivereines und der Dornbirner Jägerschaft statt.

Dieser gemeinsame „Fischzug“ wurde vor einigen Jahren beschlossen, als sich die Graureiher und Kormorane im Bezirk Dornbirn sehr stark vermehrten und einige Aufzuchtbäche leerten. Bei einer damaligen gemeinsamen Sitzung der Obmänner der Fischereivereine und der Pächter der betroffenen Jagdreviere wurden die Argumente ausgetauscht und beschlossen, dass jährlich ein gemeinsames Fischen stattfinden soll, um das gegenseitige Verständnis zu fördern. Dieser Beschluss wird seither jährlich einmal umgesetzt. Das Verständnis der Jäger und Fischer untereinander hat sich schlagartig gebessert. Der Informationsaustausch funktioniert auch während des Jahres sehr gut, da sich durch das gemeinsame Fischen manche Freundschaft gebildet hat.

Treffpunkt für das gemeinsame Fischen, das zeitig am Morgen beginnt, ist immer der Campingplatz Enz an der Gütlestraße. Dort werden die „Mannschaften“ eingeteilt und die Bereiche abgesprochen. Auch für Versuche besteht bei diesem Fischen die Möglichkeit, diese in die Tat umzusetzen. So probierte BJM Martin Rhomberg mit einem Blinker ohne Haken aus, ob eine Anlandung von Fischen möglich ist. Dabei wurde er sachkundig vom Einsatzleiter des Fischereivereines Dornbirn Herbert Schmoranz und LJM Sepp Bayer beraten. Wegen Erfolgslosigkeit wurde dann dieser Versuch abgebrochen und die Angelschnur mit einem Blinker mit Haken versehen. Auch ein ungebetener Fischer, ein Graureiher, gesellte sich dann zu dieser Gesellschaft und versuchte ebenfalls sein Glück.

Bereits frühzeitig am Vormittag waren die Kontingente der teilnehmenden Fischer und Jäger erfüllt. Die gefangenen Bachforellen wurden anschließend in der Jagdhütte der Genossenschaftsjagd Lustenau gemeinsam zubereitet und mundeten vorzüglich. Bei dieser Gelegenheit wurden auch Probleme und andere Themen besprochen, wie es unter Freunden sein soll. Für Gesprächsstoff bis zum späten Abend (oder auch länger?) war auf jeden Fall gesorgt. Es ist auch für die Jäger interessant, was sich an unseren Gewässern und in den angrenzenden Gebieten abspielt.

Tatsache ist, dass sich speziell der Graureiher für die Niederwildreviere sehr negativ auswirken kann, da sein Beutespektrum nicht nur Fische, sondern auch Gelege von Bodenbrütern sowie Junghasen umfasst. Alleine aus diesem Grund ist es sehr wichtig, dass in diesem Punkt ein sehr gutes Einvernehmen zwischen Jägern und Fischern besteht und auch gepflegt wird, wie es im Bezirk Dornbirn seit Jahren praktiziert wird.

Sowohl Jäger als auch Fischer sind Naturnutzer, die für ihre Tätigkeit bezahlen. Umso wichtiger ist unser gemeinsames Auftreten – wie heißt es doch so schön: Nur gemeinsam sind wir stark!

Fotos: Martin Rhomberg

 

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