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Gemeinsam sind wir stark!

30.05.2017

JHV Jagdschutzorgane 2017_1

Am 24. Mai 2017 fand in der Uralp in Au die 54. Jahreshauptversammlung des Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane statt. Obmann KR RJ Manfred Vonbank konnte eine Vielzahl an Ehrengästen begrüßen, u.a. DI Hubert Malin von der Sektion Dienstnehmer, Landeswildbiologe DI Hubert Schatz, LWK-Präsident Josef Moosbrugger, Ing. August Elsensohn, Landesforstdirektor DI Andreas Amann, Kammerrat Andreas Bitschnau, Landesveterinär Dr. Norbert Greber, LAbg. Bernhard Feuerstein, Ing. Roland Erne (BH Bregenz), LJM Sepp Bayer, Geschäftsstellenleiter Gernot Heigl MSc, Leiter der Jägerschule Mag. Jörg Gerstendörfer, BJM Hans Metzler und BJM Wolfgang Hofmann.

Neben den Ehrengästen freute sich der Obmann, auch jene Jagdaufseher begrüßen zu dürfen, welche in diesem Jahr die Naturwächterprüfung erfolgreich absolviert haben: Mario Bär, Alexander Wilhelm, Markus Egender, Hubert Kohler, Elmar Gassner, sowie jene neun Personen, welche im Mai erfolgreich die Jagdschutzprüfung bestanden haben: Michael Baratto, Christopher Dich, Gerd Deschler, David Burtscher, Hans Karl Berchtold, Simon Summer, Michael Schuler, Joachim Madlener und Michael Moosbrugger.

Bericht des Obmannes

„54 Jahre sind eine lange Zeit! Vieles hat sich verändert, manches bei dem man dachte, dass es sich ändert, ist immer noch gleich, aber die jagdliche Passion ist geblieben! Unser Mitgliederstand ist stetig im steigen. Der Zuspruch dem Verband gegenüber ist groß und dies sehe ich stellvertretend für den Vorstand als Kompliment für unsere Arbeit! Aktuell zählt der Mitgliederstand 393 Mitglieder. Mit den neun Absolventen der Vorarlberger Jägerschule wird die Zahl demnächst auf 402 ansteigen.

„Unsere Ausbildung zum Jagdschutzorgan ist sehr anspruchsvoll zwei Jahre Ausbildungsrevier, zwei Jahre Jägerschule. Der Zuspruch zur Ausbildung ist sehr groß, aber wir merken auch, dass teilweise die Ausbildung im Umfang unterschätzt wird – dadurch kommen auch negative Ergebnisse zustande. Heuer sind 16 Ausbildungsjäger zur Prüfung angetreten, neun davon haben bestanden. Jeder Ausbildungsjäger muss auch eine Recherchearbeit machen – die Aufgabe muss zusammen mit dem Lehrherr erarbeitet werden und wird auch im Rahmen des Lehrherrenabends präsentiert. Sorge bereitet uns das Interesse der Ausbilder an dieser Veranstaltung – gedacht ist, dass es eine Teamarbeit ist zwischen Ausbilder und Lehrling – die Lehrherren sollten wieder mehr daran teilnehmen! Die Prüfung ist schriftlich, praktisch und mündlich. Letztere ist öffentlich, hier könnten die Lehrherren im Vorjahr mal anhören, was ihr Schützling im Jahr darauf für Fragen bekommen könnte. Seht dies bitte als Anregung!

In Sachen Weiterbildung fahren wir jedes Jahr zur Österr. Jägertagung nach Aigen. Da die Veranstaltung immer ausgebucht ist, erhalten wir mittlerweile nur mehr 35 Plätze statt der früheren 50. Ein Dank ergeht hier nochmals an die Vorarlberger Jägerschaft für die Übernahme der Tagungskosten sowie an die Sektion Dienstnehmer für die Übernahme der Buskosten. Anfang Juni gibt es eine Weiterbildung für kundige Personen – aus aktuellem Anlass zu den Themen Fuchsbandwurm und Trichinennachweis bei Füchsen in Vorarlberg sowie zur Gamsblindheit, welche momentan im Süden des Landes sehr aktuell ist.“

Im vergangenen Jahr konnten die Jagdschutzorgane neue Jacken bestellen, welche von Seiten des Landes unterstützt wurden – hier ergeht nochmals ein Dank an die Verantwortlichen. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung konnten die Jagdschutzorgane Berufsbekleidung der Firmen Astri sowie Fjällräven anprobieren und bis zu 40% verbilligt bestellen – hier ergeht ein Dank an Christian Ammann und Martin Rhomberg für die Organisation! Zukünftig kann mit der in den nächsten Wochen versendeten Mitgliedsausweise im Scheckkartenformat bei verschiedenen Firmen / Geschäften mit Ermäßigung eingekauft werden.

Der Obmann sprach in seinem Bericht weiters die Themen Gehalts- und Lohnanpassungen (siehe Seite xx), die Ergebnisse der Arbeitsgruppe WSKS, Abschuss-Aufträge und Freihaltungen, Gams und FFH-Richtlinie, Tierschutz, Fütterung und Schalldämpfer an. Nähere Informationen hiezu entnehmen Sie bitte dem Protokoll, welches in Kürze unter www.vjagdschutz.at veröffentlicht wird.

Kassabericht

Kassier RJ Karlheinz Jehle berichtete über die Ein- und Ausnahmenrechnung des Verbandes. Einnahmen von gesamt EUR 14.153,27 stehen Ausgaben von EUR 10.439,46 Euro gegenüber, wodurch ein Überschuss von EUR 3.713,81 Euro erwirtschaftet werden konnte.

Die Rechnungsprüfer RJ Reinhard Schwaninger mit JO Strondl Reinhard dankten dem Kassier für die sorgfältige Führung der Kassa und stellten den Antrag auf Entlastung des Kassiers und des Vorstandes, welcher einstimmig angenommen wurde.

Zeugnisübergabe

Die neuen Jagdschutzorgane Michael Baratto, Christopher Dich, Gerd Deschler, David Burtscher, Hans Karl Berchtold, Simon Summer, Michael Schuler, Joachim Madlener und Michael Moosbrugger mit Martin Rhomberg (1.v.l.), LWK-Präsident Josef Moosbrugger (2.v.l.), Edwin Kaufmann (4. v.r.), Obmann Manfred Vonbank (3.v.r.), LJM Sepp Bayer (2.v.r.) und DI Hubert Schatz (1.v.r.)

Die neuen Jagdschutzorgane Michael Baratto, Christopher Dich, Gerd Deschler, David Burtscher, Hans Karl Berchtold, Simon Summer, Michael Schuler, Joachim Madlener und Michael Moosbrugger mit Martin Rhomberg (1.v.l.), LWK-Präsident Josef Moosbrugger (2.v.l.), Edwin Kaufmann (4. v.r.), Obmann Manfred Vonbank (3.v.r.), LJM Sepp Bayer (2.v.r.) und DI Hubert Schatz (1.v.r.)

Im Rahmen der Jahreshauptversammlung erfolgte die Zeugnisübergabe an die Absolventen der Jagdschutzprüfung 2017, welche von DI Hubert Schatz und LWK-Präsident Josef Moosbrugger vollzogen wurde.

Ein Dank erging an Mag. Jörg Gerstendörfer stellvertretend für alle Referenten der Jägerschule für das hohe Niveau in der Jägershcule sowie an die Lehrherren draußen im Revier für ihre Zeit und für die Vermittlung ihres Wissens.

Verleihung von Berufstiteln

Verleihung von Berufstiteln: v.l. Manuel Nardin, Martin Rhomberg, RJ Wilhelm Vonier, ROJ Gilbert Meyer, RJ Pirmin Moosbrugger, RJ Anton Dietrich, ROJ Edwin Kaufmann, Obmann RJ Manfred Vonbank.

Verleihung von Berufstiteln: v.l. Manuel Nardin, Martin Rhomberg, RJ Wilhelm Vonier, ROJ Gilbert Meyer, RJ Pirmin Moosbrugger, RJ Anton Dietrich, ROJ Edwin Kaufmann, Obmann RJ Manfred Vonbank.

An fünf verdiente Jagdschutzorgane wurden im Rahmen der Versammlung Berufstitel verliehen. Der Titel „Revierjäger“ wird an nebenberufliche Jagdschutzorgane, welche seit mindestens 20 Jahren im Dienst bzw. an hauptberufliche Jagdschutzorgane, welche seit mindestens zehn Jahren im Dienst sind sowie seit mindestens sieben Jahren Mitglied beim Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane sind, verliehen. Der Berufstitel „Revieroberjäger“ wird an Jagdschutzorgane verliehen, welche seit mindestens 20 Jahren als hauptberufliche Jagdschutzorgane tätig sind.

Der Vorstand des Verband Vorarlberger Jagdschutzorgane hat für folgende Personen die Anträge für einen Berufstitel gut geheißen:

Revierjäger

  • Pirmin Moosbrugger
  • Anton Dietrich
  • Wilhelm Vonier

Revieroberjäger

  • HM RJ Gilbert Meyer
  • RJ Edwin Kaufmann

Verlosung Weiterbildungspass

Zu Beginn der Jahreshauptversammlung konnten alle Mitglieder ihre vollen Weiterbildungspässe zur Verlosung einwerfen. JO Martin Schnetzer konnte sich über einen Gutschein der Uralp freuen, Mario Bär über einen Gutschein für ein Paar Bergschuhe (gesponsert von der Agrar Nenzing) sowie Josef Burtscher über ein Swarovski Fernglas (gesponsert von Deuring Bezau und dem Verband Vbg. Jagdschutzorgane). Herzliche Gratulation!

Verlosung der Weiterbildungspässe: v.l. Martin Rhomberg, Martin Schnetzer, Mario Bär, Josef Burtscher und Obmann RJ Manfred Vonbank.

Verlosung der Weiterbildungspässe: v.l. Martin Rhomberg, Martin Schnetzer, Mario Bär, Josef Burtscher und Obmann RJ Manfred Vonbank.

Grußworte

LAbg. Bernhard Feuerstein überbrachte den Dank und die Grußworte von Landeshauptmann Wallner und Landesrat Schwärzler. „Mein Dank gilt für eure Tätigkeiten im vergangenen Jahr aber vor allem für euren täglichen Einsatz für die Jagd in Vorarlberg – es erfordert viel Einsatz und dafür braucht ihr auch die Anerkennung – Arbeit in der Natur ist das schönste, was es gibt, es gibt aber auch Herausforderungen in der Natur – von Wetterkapriolen bis hin zu Krankheiten. Ich darf allen Ausbildungsjägern zur bestandenen Prüfung gratulieren und gratuliere auch den Geehrten zur Verleihung der Berufstitel!“

LJM Sepp Bayer dankte für die hervorragende Abschussplanerfüllung in Vorarlberg, speziell auch in den Problemgebieten. „Große Anerkennung und Weidmannsdank für euch Jagdschutzorgane für die oft mühevolle Arbeit! Wir unterstützen die Fortbildungsfahrt nach Aigen sehr gerne und wollen in Zukunft noch mehr Weiterbildungen in Vorarlberg organisieren – es ist wichtig, auf dem neuesten Stand zu sein. Danke an den Vorstand für eure Mitarbeit und die gute Zusammenarbeit!“

DI Hubert Malin von der Sektion Dienstnehmer gratulierte allen, die heuer die Jagdschutzprüfung bestanden haben sowie den Geehrten für die Verleihung der Berufstitel. „Das ist tagtäglich der Einsatz für das Wild im Einklang mit dem Wald – es braucht einen gegenseitigen Respekt, auch vor den Bedürfnissen der Wildtiere – es braucht aber auch einen Respekt von den Jägern gegenüber dem Forst und den Grundeigentümern sowie umgekehrt – es ist eine enorm wichtige Aufgabe und Herausforderung für die Zukunft, damit die Jagd gesellschaftsfähig bleibt und in der Öffentlichkeit Anklang findet!“

Landesveterinär Dr. Norbert Greber dankte all jenen in den Tbc-Problemgebieten und den Überwachungsgebieten für die Probengabe und die Bemühungen für die Abschusserfüllungen. „Eure Bemühungen waren sehr groß, wir haben 940 Rotwildproben im vergangenen Jahr untersucht – wir sind aufgrund dieser Dichte an Proben das beste untersuchte Gebiet in ganz Mitteleuropa!“

Landesforstdirektor DI Andreas Amann betonte, „wir sind Partner – wir arbeiten am selben Objekt, im Wald, und jeder muss seinen Beitrag dafür leisten – man kann sachlich miteinander reden und wir Forstleute haben einen gesetzlichen Auftrag, dass wir dafür sorgen, dass der Wald seine Funktionen erfüllt – das ist unser Job und wenn etwas nicht passt, dann müssen wir es sagen und etwas tun. Wir arbeiten aber lieber gut zusammen und miteinander, wir brauchen euch, ihr habt die Möglichkeit, die Wildbestände zu regulieren – es geht nur miteinander, mit der Motorsäge und mit der Büchse – wir sind dazu gewillt und ich habe gespürt, dass ihr diesen Willen auch habt – man sieht auch eure Erfolge, im Wald als auch bei der Erfüllung der Abschusspläne. Wenn wir überzeugt davon sind, dass wir miteinander den Lebensraum für das Wild attraktiv gestalten können, dass Wild da sein kann und wir auch die Ansprüche der Bevölkerung an funktionstüchtige Schutzwälder erfüllen können, dann schaffen wir das auch!“

LWK-Präsident Josef Moosbrugger dankte allen Jagdschutzorganen für ihre Tätigkeit. „Ich finde es gut, wenn man Klartext miteinander redet und offen auf einander zugeht – wenn es um WSKS geht, würde ich mir wünschen, dass Waldaufseher und JO gemeinsam die Erhebung machen, dann gäbe es vielleicht manche Diskussion im Anschluss nicht. Was mir Sorge macht, das will ich aber nicht pauschalieren, wenn man die Situation Landwirtschaft, Jagdwirtschaft, Bevölkerung und Gesellschaft anschaut – der Ton wird rauer und härter – es geht natürlich da und dort um einen wirtschaftlichen Hintergrund, aber besonders auch um den Naturraum – wir schaden uns oft selber mehr als es uns in Zukunft hilft. Wie kommen wir zu den Gemeinsamkeiten? Wir müssen so miteinander umgehen, dass die Qualität stimmt. Stichwort Lebensraumsicherung: Wenn wir hier miteinander arbeiten können, dann ist es gut, wir müssen aber daran arbeiten!“

Abschließend dankte Obmann Manfred Vonbank Mario Bär und Markus Egender für die Organisation und Vorbereitung der Versammlung, sowie der Jagdhornbläsergruppe Bludenz für die musikalische Umrahmung und wünschte allen ein kräftiges Weidmannsheil.

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