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Gefahr durch wildernde Hunde

Immer mehr Menschen verbringen ihre Freizeit mit ihrem Hund im Ried und bedenken oft nicht, welche Folgen das für die Tierwelt haben kann. Jagdaufseher und Naturschutzbeauftragte klagen jedes Jahr aufs Neue über wildernde Hunde im Ried. Vor allem brütende Vögel sind dadurch gefährdet. 

„Auch neugierige Hunde stören“
“Jeder Hund hat einen natürlichen Spieltrieb und in jedem Hund steckt auch ein Jäger”, so Dieter Baurenhas, Jagdaufseher im Dornbirner Ried. Nicht nur der jagende Hund störe im Ried, sondern auch der neugierige Hund, der durch Gräber und Gräser stöbert.

Lebensgefahr für Vögel
Betroffen sind vor allem Vögel, die derzeit in den Wiesen und Riedgräben ihre Eier ausbrüten. “Es genügt schon, wenn der Hund mit der Nase in ein Nest hinein schnüffelt oder nach einem Jungvogel schnappt”, so natura-2000-Gebietsbetreuerin Jutta Soraperra. Das überlebe ein junger Vogel nicht.

Aufklärung statt Abschuss
Wildernde Hunde auf frischer Tat dürfen vom Jagdaufseher erschossen werden. Das sei allerdings die allerletzte Notbremse, so Baurenhas. Er setze auf die Aufklärungsarbeit der Hundeführer und habe damit meist Erfolg. Hunde im Ried seien unbedingt an die Leine zu nehmen.

ORF-Vorarlberg-Redakteur Franz-Michl Hinteregger hat mit Dieter Baurenhas und Jutta Soraperra gesprochen. Video
Quelle: ORF Vorarlberg

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