•  
  •  

Gamsräude

Gamsräude wird durch die parasitisch lebende Grabmilbe Sarcoptes rupicaprae verursacht; sie ist ansteckend und tritt meistens seuchenhaft auf.

Die Räude beginnt meistens an Hals und Kopf. Die befallenen Gämsen kratzen und scheuern sich andauernd.

Die Krankheit breitet sich dann auf andere Körperpartien wie die Läufe und die Körperunterseite aus. Es kommt zu Hautverdickungen, Krustenbildung, Haarausfall und häufig auch zu bakteriellen Sekundärinfektionen. Die Tiere magern ab und kratzen sich bis zur totalen Erschöpfung.

Übertragung: durch direkten Kontakt sowie die Benützung derselben Liegeplätze und Scheuerstellen.

Dieselben Grabmilben findet man auch bei Steinbock und Hausziegen.

Quelle: Reinhard Schnidrig-Petrig, Urs Peter Salm. 2009. Die Gemse – Salm Verlag, Bern.

Schreibe einen Kommentar