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Über das aktuelle Vorkommen des fünfgliedrigen Fuchsbandwurms bei Füchsen in Vorarlberg

16.12.2014

Autoren: Dr. Walter Glawischnig, Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen Innsbruck, Österreichische Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES), Dr. Norbert Greber, Landesveterinär Vorarlberg

Echinococcus multilocularis, der fünfgliedrige Fuchsbandwurm, ist ein nur zirka 2-3mm großer Parasit, der in der Darmwand verankert ist und sich von Körpersäften seines Wirtstiers ernährt. Im Dünndarm eines einzelnen hochgradig infizierten Fuchses können bis über 50.000 E. multilocularis-Exemplare gefunden werden. Trotz dieser großen Anzahl an Parasiten ist ein befallener Fuchs nicht sichtbar krank.

In Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Jägerschaft, der der Veterinärabteilung im Amt der Vorarlberger Landesre gierung und dem Institut für Veterinärmedizinische Untersuchungen der AGES in Innsbruck wurde für das Jagdjahr 2013/2014 ein Projekt geplant, in dem das aktuelle Vorkommen des fünfgliedrigen Fuchsbandwurms in der Vorarlberger Fuchspopulation untersucht werden soll.

Screening der Füchse auf Echinokokken wird fortgesetzt

Für die Untersuchung auf Infektion der Füchse mit dem Fuchsbandwurm sind in der Jagdsaison 2013/2014 insgesamt 180 verwertbare Füchse an die AGES in Innsbruck geschickt worden. Der Stichprobenplan der AGES sieht für eine statistisch gut abgesicherte Aussage für die Verbreitung des Fuchsbandwurmes in Vorarlberg eine Probenanzahl von rund 400 Stück vor!

Damit sind die Fuchsjäger des Landes dazu aufgerufen, auch in diesem Winter wieder einen Teil ihrer Fuchsstrecke über den  oder nach Rücksprache mit ihrem Tierpräparator an die AGES Innsbruck einzusenden. Für jeden Fuchs soll ein Begleitformular (word / pdf) aufgefüllt werden, aus dem der Erleger, das Erlegungsdatum sowie das Jagdgebiet hervorgehen.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung Jänner-Februar 2015)

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