•  
  •  

Falle: Weidenetze/Weidezäune

Todesfalle Schafzaun

Weidenetze (flexible Steckzäune) können wie ein Fangnetz wirken. Wenn sich Weide- oder Wildtiere darin verfangen, haben sie meist keine Chance, sich selbst zu befreien. Dies geschieht, wenn Tiere durch den Zaun hindurch fressen oder wenn sie bei Kämpfen oder auf der Flucht in die Zäune rennen.

Wenn Weidenetze unter Strom stehen, bedeuten die andauernden Stromstöße für gefangene Tiere eine zusätzliche Qual, die bis zum Tod führen kann.

Betroffen sind vor allem Rehe, Gämsen und Hirsche, häufig auch nützliche Kleintiere wie Igel und Amphibien. Auch Schafe und Ziegen verfangen sich immer wieder in diesen Zäunen und kommen darin um; besonders gefährdet sind dabei die Jungtiere.

Lösungsvorschläge:

  • Weidezäune sichtbar machen – dies ist ganz einfach durch das einfädeln eines Absperrbandes möglich oder aber durch Verblendung mit Zweigen
  • Wo immer möglich auf Weidenetze verzichten. Auf jeden Fall nur in überwachten Situationen einsetzen: z.B. als Nachtgatter, beim Herdenschutz und auf hofnahen Weideparzellen.
  • Tägliche Kontrolle ist zwingend notwendig.
  • Nicht entlang von Waldrändern und Gewässern (See, Weiher, Bach) oder im Bereich von häufigen Wildwechseln einsetzen.
  • Nicht in der Nähe zu Verkehrswegen (Eisenbahn, Strasse) einsetzen.
  • Zäune immer gut spannen und bei Beendigung Weidegang sofort wegräumen.
  • Bei Stromführung darauf achten, dass die untersten Drähte keinen Strom führen, um Hasen, Igel und Amphibien zu schützen.

Schreibe einen Kommentar