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Falle: Steuerseile und Kabel

Das Leben der Raufußhühner hat sich in den letzten Jahren und Jahrzehnten sehr zu ihrem Nachteil gewendet: Bergstationen von Lift- und Seilbahnen liegen oft auf ehemaligen Balzlätzen, tödlicher Anprall an Liftseilen in Schigebieten, wo die Kabel nicht markiert sind, außerdem verunglücken Vögel an den Glaswänden von Bergrestaurants, werden in der Nacht von Pistengeräten in ihren Schlafhöhlen niederegewalzt, bei Lawinenabsprengungen gleich mitgesprengt, …

Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass Steuerseile, Kabel sowie elektrische Freileitungen ein hohes Risiko für Raufußhühner darstellen:

  • Seile von Schiliften werden generell gefährlich, wenn sie in einer Höhe von über acht Meter vom Boden gespannt sind, besonders kritisch sind mehrere Spannungen, die ewa zehn Meter vom Boden übereinander verlaufen.
  • Besonders gefährlich sind Seile in Waldschneisen oder im Waldgrenzbereich, weil sie dort oft unvermittelt auftauchen, nicht gut sichtbar sind und weil Vögel die Lifttrassen gerne als Flugschneisen verwenden. 

Die wichtigste und einfachste Maßnahme ist: Kabel und Seile entlang der gefährlichen Abschnitte sichtbar machen:

  • rote Kunststoffbojen bei Schleppliften
  • rote Spiralen, die man um die Tragseile von Sesselliften gibt, wenn die Sessel im Sommer abgenommen werden
  • Bänder, Schleifen oder Ähnliches

Die Signale müssen nicht unbedingt rot sein, aber diese Farbe hat bei Vögeln hohen Signalwert und wird gut erkannt.

Quelle: Hubert Zeiler 2008. Birkwild – Haselhuhn, Schneehuhn. Österr. Jagd- und Fischereiverlag.

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