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Erfolgreiche 33. Schweißprüfung des ÖJGV

Autor: Österr. Jagdgebrauchshunde-Verband

Am 18. und 19. Oktober fand in Schlins / Vorarlberg die 33. Schweißprüfung des Österr. Jagdgebrauchshunde-Verbandes (ÖJGV) in Zusammenarbeit mit der Vorarlberger Jägerschaft und dem Verein für Deutsche Wachtelhunde in Österreich statt. Den Ehrenschutz der Veranstaltung hatten LJM Dr. Ernst Albrich, BJM Reinhard Metzler sowie Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer und ÖJGV-Präsident Mf. Johannes Schiesser übernommen.

Bei der Schweißprüfung des ÖJGV wird nach der Prüfungsordnung der Schweißsonderprüfung geprüft, wobei die künstliche Schweißfährte eine Mindestlänge von 1.200 Schritten aufweist und ein ¼ Liter Schweiß ausgebracht wird. Da Rotwild eine der Hauptwildarten in Vorarlberg ist, wurde zur Herstellung der künstlichen Schweißfährten Rotwildschweiß verwendet. Neben dem Schweiß wird mit Fährtenschuhen, an denen Rotwild-Schalen befestigt sind, gearbeitet, denn die Hunde orientieren sich primär an der Bodenverwundung durch diese Schalen. Die Stehzeit der Fährten beträgt mindestens 20 Stunden; damit handelt es sich um eine so genannte Übernachtfährte.

Als Prüfungsreviere standen die Jagdreviere Bludesch, Thüringen, Ludesch, Schlins, Schnifis und Frastanz zur Verfügung. Aufgrund des großen Revierangebotes standen 19 Prüfungsfährten zur Verfügung. Ein Weidmannsdank dem Prüfungsleiter Vize-Präsident Ing. Leopold Ivan, sowie dem örtlichen Prüfungsleiter Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer und seinem Team vor Ort, für die sehr guten Vorbereitungsarbeiten dieser Prüfungsveranstaltung.

Grüner Abend

Präsident Mf. Johannes Schiesser konnte am ersten Abend einige Ehrengäste begrüßen, besonders Landesjägermeister Dr. Ernst Albrich, sowie die Bezirksjägermeister Reinhard Metzler, Ing. Lothar Tomaselli und Sepp Bayer, alle aus Vorarlberg.

In der Begrüßungsansprache gab Präsident Schiesser der Freude Ausdruck, dass diese Prüfung bereits zum vierten Mal in Vorarlberg stattfinden kann. Auch einen Ausblick in die Zukunft, wie sich das Jagdhundewesen in Österreich auf die neuen Aufgaben und Anforderungen einstellt, wurde gegeben. Denn gerade solche Veranstaltungen dienen auch dazu, die Diskussion über aktuelle Themen der Jagdkynologie auf breiter Basis zu führen.

Landesjägermeister Dr. Albrich strich in seiner Begrüßungsansprache die Notwendigkeit des leistungsfähigen Jagdgebrauchshundes hervor. Er dankte den vielen Idealisten im Jagdhundewesen für Ihren Einsatz im Sinne einer weidgerechten Jagdausübung.

Die Verlosung der Prüfungsfährten bildete den Schluss des offiziellen Teils des Begrüßungsabends.

Prüfungstag

v.l. ÖJGV-Vz.-Präs. FV Ing. Leopold Ivan, Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer und ÖJGV Präsident Mf. Johannes Schiesser.

Am Prüfungstag gab es Kaiserwetter, nämlich feucht mit keinem Wind und milden Temperaturen. Zum Prüfungsbeginn konnte Präsident Mf. Johannes Schiesser alle 19 genannten Prüfungsgespanne willkommen heißen.

Nach der Gruppeneinteilung durch Prüfungsleiter Ing. Leopold Ivan ging es in die einzelnen Prüfungsreviere. Erwähnenswert ist hier, dass 19 verschiedene Jagdhunderassen aus 7 Bundesländern vertreten waren.

Aufgrund des Engagements von BJM Reinhard Metzler war der ORF Vorarlberg bei einer Prüfungsgruppe zugegen und gestaltete einen Fernsehbeitrag über diese Prüfung für die Sendung „Vorarlberg Heute“ – herzlichen Dank für diese Initiative!

Prüfungsergebnisse

Bei der Bekanntgabe der Prüfungsergebnisse, bei nach wie vor prachtvollem Herbstwetter, konnte in Anwesenheit von BJM Reinhard Metzler durch die Jagdhornbläsergruppe Feldkirch der Hubertushirsch verblasen werden. Von den 19 genannten und angetretenen Jagdgebrauchshunden mit ihren Hundeführern konnten 15 diese Prüfung erfolgreich bestehen. Aufgrund einiger Verleitfährten und der Distanz der Fährtenarbeit, auf dem nicht immer einfachen Fährtenverlauf, ist dieses Ergebnis sehr zufriedenstellend.

Den erfolgreichen Jagdgebrauchshundeführern wurden nicht nur Urkunde und Zeugnis, sondern auch ein Sachpreis – eine Vorarlberger „Holzbrenta“ (ein Holzgefäß zum Servieren von Kässpätzle) mit Gravierung – als Andenken überreicht. Ein Weidmannsdank an dieser Stelle an die Vorarlberger Jägerschaft für die finanzielle und ideelle Unterstützung dieser Prüfung.

Gesamt sind neunzehn Suchengespanne aus ganz Österreich an den Start gegangen, fünfzehn davon erfolgreich. Die Ergebnisse sind wie folgt:

Name des Hundes Hundeführer Rasse Punkte Preis
Akira vom Brandschlag Ing. Reinhard Weiß, Zirl Steirische Rauhaarbracke 64 1a
Balu vom Ursprungerweier Georg Ranftl, St. Peter am Hart Golden Retriever 62 1b
Jenny vom Herzen des Wulkatals Carina Stahleder, Zagersdorf Magyar Vizsla Kurzhaar 56 1c
Asta vom Bodenwald Peter Steiner, Igls Tiroler Bracke 56 1d
Dago Bonne Chasse Alexander Ganahl, Tschagguns Labrador Retriever 54 2a
Dixi Clam Burg Mag. Georg Löwenstein, Haidershofen Kurzhaardackel 46 2b
Aron vom Carlhof Hermann Schinko, Stroheim Deutsch Drahthaar 44 2c
Diana vom Auer Ried Reinhard Hellmair, Lustenau Rauhaardackel 44 2d
Cäsar vom Bisambau Christian Ammann, Viktorsberg Fox Terrier 44 2e
Scrabble von der Heulisse Ingrid Albrecht, Zwingendorf Parson Russell Terrier 38 3a
Ria z Borovej dolinky Christian Klapf, Kefermarkt Welsh Terrier 34 3b
Boris vom Falkengrund Dr. Andreas Gradwohl, Ludweis Cockerspaniel 34 3c
Falco vom Luxriegel Mf. Severin Liebmann, Köflach Großer Münsterländer 30 3d
Kira vom Fürstenberg Gerald Primisser, Mellau Pudelpointer 26 3e
Lady Marion Peter Greber, Bildstein Hannoverscher Schweißhund 22 3f

V.l. ÖJGV-Vz.-Präs. FV Ing. Leopold Ivan; Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer; Bezirksjägermeister Reinhard Metzler; Ing. Reinhard Weiß mit seiner Steir. Rauhhaarbracke Akira vom Brandschlag (Ia. Preis) und ÖJGV Präsident Mf. Johannes Schiesser.

Ein Weidmannsdank gilt dem Richterkollegium für ihr objektives Richten, allen Revierführern und Prüfungshelfern. Dank auch den Sponsoren Fa. Swarovski, Fa. Mars, Fa. Metzler, Fa. Amannbau sowie Fa. Stolz.

Prüfungsleiter: Vize-Präs.FV. Ing. Leopold Ivan
Prüfungsleiter-Stv.: Leistungsrichterreferent Peter Hübler
Örtlicher Prüfungsleiter: Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer

Leistungsrichter und Helfer

Die 33. Schweißprüfung des ÖJGV wird allen Teilnehmern als ein hervorragend organisierte Prüfung bei Kaiserwetter in Vorarlberg in Erinnerung bleiben. Einen herzlichen Dank dafür vor allem auch an Landesjagdhundereferent Martin Schnetzer sowie den Klub Deutscher Wachtelhunde der Vorarlberger Jägerschaft, welche es durch ihre hervorragende Vorarbeit und perfekte Planung geschafft haben, dass die Veranstaltung organisiert über die Bühne gehen konnte.

Eine kurze Berichterstattung erfolgte auf Vorarlberg Heute – sehen Sie mehr dazu HIER

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.oejgv.at

Fotogalerie: Helmut Rigo



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