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Die Trophäenbehandlung in der Praxis

Trophaeenbehandlung_in_der_Praxis

Die Trophäenbehandlung ist Teil des Weidwerks und gilt als Wertschätzung gegenüber dem erlegten Stück. Außerdem sind alle Trophäenträger, außer Kitz, bei der Hegeschau auszustellen.

In Langen bei Bregenz, in der Wildkammer von Jagdschutzorgan Gerhard Gmeiner, wurden dazu folgende Behandlungsschritte ausgeführt:

  1. In einem großem Kochtopf zirka 15 Liter Wasser aufkochen. Dem Wasser einen Becher Salz und einen Becher Waschmittel hinzufügen.
  2. Das abgekappte Haupt wird von Decke und Muskelfleisch befreit, mit einem Draht wird das Unterkiefer am Haupt befestigt, damit dieses ab jetzt nicht verwechselt werden kann. Anschließend wird das Haupt bis zu den Rosenstöcken ins Wasser eingelegt. Je nach Verunreinigung wird das Haupt zwischen einer halben Stunde bis zu einer ¾ Stunde gekocht.
  3. Anschließend wird mit einem Schraubenzieher der Gehörkanal ausgebrochen. Danach werden mit dem Hochdruckreiniger vorsichtig das Hirn und die restlichen Gewebeteile abgestrahlt. Vorsicht beim Windfang!
  4. Das Haupt trocknen lassen.
  5. Um die Trophäe von den restlichen Gewebeteilen gänzlich zu befreien und um sie zu bleichen, wird sie mit Wasserstoffperoxid ca. 30% ein bis zweimal eingepinselt. Trocknen lassen, fertig!

Auf den Bildern zu sehen: Georg Spettel, Gerhard Gmeiner, Karlheinz Würder, Johannes Reiner, und Claudia Hassler.

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