•  
  •  

Der Wolf kehrt zurück…

15.10.2015

Wolf_Monika Dönz-Breuß 4

Autoren: Felix Knauer, Tanja Musil und Georg Rauer

Im 19. Jahrhundert in Österreich und den umliegenden Gebieten ausgerottet, sind Wölfe in den meisten europäischen Ländern ab den 1970er Jahren unter Schutz gestellt oder zumindest weniger intensiv bejagt worden. Seitdem breiten sie sich wieder aus mit dem Ergebnis, dass in den Ländern um Österreich wieder größere Populationen entstanden sind. Die Westalpen wurden vom italienischen Apennin aus wiederbesiedelt und weisen mittlerweile in Italien und Frankreich zusammen einen Bestand von etwa 35 Rudeln auf. In der Slowakei waren Wölfe bis auf das Grenzgebiet zur Ukraine ausgerottet. Heute leben in der Zentralslowakei wahrscheinlich bereits mehr als 50 Rudel. In Slowenien schließlich breiteten sich die Wölfe seit Ende der 1990er Jahren von Kroatien ausgehend weiter aus und besiedeln inzwischen den gesamten dinarischen Teil unseres südlichen Nachbarlandes. Außerdem gibt es noch Rudel in Graubünden, im Tessin sowie in Italien nördlich von Verona im Naturpark Lessinia. In Deutschland bildet sich im Jahr 2000 das erste Rudel. 2014 waren es bereits 34 Rudel. Diese befinden sich allerdings bisher ausschließlich in Ost- und Norddeutschland.

So ist es nicht überraschend, dass inzwischen auch regelmäßig Wölfe nach Österreich kommen (Abb. 1 und 2). Rudel haben sich bisher noch nicht gebildet, aber eine ähnlich schnelle Entwicklung wie in den Nachbarländern ist durchaus denkbar. Deshalb ist es an der Zeit, sich darüber Gedanken zu machen, was es bedeutet und welche Konsequenzen es haben wird, wenn der Wolf sich in Österreich wieder dauerhaft niederlässt und Rudel bildet.

In diesem Beitrag beschränken wir uns auf die Konsequenzen für die Jagd. Schafhaltung in Wolfsgebieten im Allgemeinen und auf Almen im Besonderen ist ein eigenes Thema. Es braucht jedenfalls viel Sachverstand, Engagement und Unterstützung durch die öffentliche Hand, wenn die Schafhaltung in Wolfsgebieten möglich bleiben soll.

Lesen Sie mehr dazu HIER (Vorarlberger Jagdzeitung November-Dezember 2015)

 

Schreibe einen Kommentar